Interner VBS-Bericht zeigt: Im Ernstfall würde die Schweizer Luftwaffe mit der Nato kooperieren

Die Schweizer Luftwaffe tickt international. Zur Ausbildung reisen die Piloten in die USA, für Trainings mit ausländischen Kollegen nach Norwegen oder Frankreich. Im Cockpit wird Englisch gesprochen. Anders sieht es im Ernstfall aus: Bei einem bewaffneten Angriff verteidigt sich die Schweiz als neutrales Land strikt autonom – dachte man bisher.

Im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges ist das Verteidigungsdepartement (VBS) gemäss zuverlässigen Quellen gewillt, diesen Grundsatz aufzuweichen. Das Departement vertritt die Meinung, dass der Bundesrat bei einem Angriff von aussen nicht mehr an seine neutralitätsrechtlichen Beschränkungen gebunden ist und sich zur Luftverteidigung mit Drittstaaten und Militärallianzen gegen einen potenziellen Aggressor verbünden kann.
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Bund soll Kampfjets dank Negativzinsen auf Pump kaufen

Knapp drei Jahre nach dem Gripen-Absturz vor dem Volk geben bürgerliche Politiker in Bern wieder Vollgas für neue Kampfjets. Da die Übung teuer zu werden droht, zerbrechen sich Politiker die Köpfe darüber, wie die vielen Milliarden aufgebracht werden können.

Eine brisante Idee wirft jetzt der St. Galler FDP-Nationalrat und Sicherheitspolitiker Walter Müller in die Diskussion: Die Finanzierung der Kampfjets über Bundesanleihen. «Da wir aktuell sogar mit Negativzinsen Anleihen aufnehmen können, ist diese Möglichkeit zu prüfen», sagt Müller zur «Nordwestschweiz».
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Die Panzerbrigaden der Armee 95

Die Schweizer Panzertruppe hat in der vergangenen 25 Jahren nicht weniger als drei Reformen durchlaufen, mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) erfolgt in diesem Jahr bereits die Nächste. Nachfolgend die Entwicklung der Panzertruppe von 1962 – 2017.
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Fünf Milliarden für Schweizer Armee reichen dem VBS nicht

Die Schweizer Armee altert. Artillerie, Panzer, Fliegerabwehr und Kampfjets erreichen im kommenden Jahrzehnt das Ende ihrer Lebensdauer. In den Büros des Verteidigungsdepartements (VBS) rechnen die Experten von SVP-Bundesrat Guy Parmelin mit Hochdruck, wie sie die Waffensysteme mit den vorhandenen Mitteln ersetzen können. Ihr Fazit: Das heutige Budget von fünf Milliarden Franken reicht nicht. Ab 2021 plant das VBS mit einem deutlich höheren Betrag.

Wie Recherchen zeigen, prüfen die Fachleute unter anderem, das Kostendach des Militärs im nächsten Jahrzehnt jährlich um einen fixen Prozentsatz zu erhöhen. Auf diese Weise könnten sie die verfügbaren Mittel für Rüstungsinvestitionen im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 von 9 auf bis zu 15 Milliarden Franken aufstocken.
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Droht ein neuer Kalter Krieg?

Die meisten Schweizer halten Neutralität für eine gute Sache. Aufgeben kann man sie eh nicht (mehr). Oder doch? Viele eher traditionsbewusste Schweizer beklagen, die Schweiz würde klammheimlich und am Volk vorbei durch den Bundesrat (einige sagen auch: «durch die Eliten») in die Nato geführt. Wir passen uns überall an. Warum haben wir überhaupt Panzerbrigaden, mit denen wir in unserem hügeligen und verstädterten Mittelland gar nicht Krieg führen können? Warum haben wir die Dienstgrade den Befehlsstrukturen anderer Armeen angeglichen? Und die Antwort liege dann auf der Hand: Damit wir im Ernstfall möglichst schnell der Nato beitreten können.
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Georg Kreis: Anmerkungen und Fragen zur Armeebotschaft 2017

Kürzlich hat sich die Gruppe «Giardino» in der Person ihres Präsidenten wieder gemeldet. Diese Gruppe ist ein 2010 gegründeter und von über 1000 Mitgliedern getragener Verein, der nach eigener Formulierung die Zerstörung der Milizarmee und der Schweizer Wehrkultur aufhalten und die Glaubwürdigkeit der Landesverteidigung wiederherstellen will. Das Eingeständnis der in der vergangenen Woche vom Bundesrat veröffentlichten Armeebotschaft 2017, dass die heutigen Munitionsvorräte zu klein und im Ernstfall bereits nach wenigen Tagen aufgebraucht wären, lieferte einen willkommenen Anlass für neue Empörung.
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Schweizer Armee macht auf umweltfreundlich

Wenn eine Umweltorganisation dem Militär ein Kompliment macht, ist das bemerkenswert. «Der Bericht der Schweizer Armee überzeugt, weil das Problem ernst genommen wird und langfristige Perspektiven aufgezeigt werden», sagt Philip Gehri von WWF Schweiz. Der Projektleiter für Klima und Energie meint einen Artikel in der neusten Ausgabe der «Military Power Revue» der Schweizer Armee.

Die zwei Autoren des Beitrags gehören dem Armeestab an. Oberst im Generalstab Daniel Krauer ist Chef Militärdoktrin und Martin Krummenacher Doktrinforscher. Sie haben ein Plädoyer für Klimaschutz und erhöhte Energieautarkie verfasst. Für sie ist klar, dass die Armee einen Beitrag an den Klimaschutz in der Schweiz leisten muss. Dabei nehmen sie Bezug auf die Befunde von Klimaforschern, die mit dem Klimawandel ein erhöhtes Risiko für Wetterextreme wie Dürren, Hochwasser und Wirbelstürme voraussagen. Krauer und Krummenacher warnen vor Klimaflüchtlingen in der Schweiz, vor vermehrten Überschwemmungen und vor grösseren Felsstürzen.
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Gruppe Giardino will «Generäle» vor den Kadi zerren

«Bankrotterklärung», «Riesen-Saustall», «katastrophales Logistik-Debakel»: Willi Vollenweider wählt deutliche Worte. Was den Präsidenten der Gruppe Giardino und parteilosen Zuger Kantonsrat derart in Rage bringt, ist ein Passus aus der Broschüre zur Armeebotschaft 2017, die der Bundesrat vergangenen Mittwoch verabschiedet hat. Auf Seite 12 steht da geschrieben: «Die heutigen Munitionsvorräte sind zu klein. Sie wären bereits nach kurzen Einsätzen verbraucht. Die Armee könnte bei einem entsprechenden Einsatz ihren Auftrag nur über wenige Tage erfüllen.» Damit werde erstmals zugegeben, dass die Armee seit geraumer Zeit nicht einsatzbereit sei, folgert Vol­lenweider.
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Schweizer Armee verteilt Kampfstiefel im Überfluss – Tausende bleiben unbenutzt

Zahlreiche Zivildienstleistende haben bei der Aushebung Kampfstiefel erhalten, die sie nie brauchen – weil sie zum Beispiel im Alters- oder Pflegeheim arbeiten. Manche verkaufen die Schuhe gar im Internet.
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Muss die Schweizer Luftwaffe Ziele am Boden bombardieren können?

Die Wiedererlangung der Erdkampffähigkeit ist bis in den Bundesrat hinein umstritten. Laut «Tages-Anzeiger» sieht das Departement Leuthard darin einen «Doktrinwechsel», der grundsätzlich diskutiert werden müsse. Ist es das?
Von einem Doktrinwechsel kann in keiner Art und Weise die Rede sein. Mit oder ohne Erdkampffähigkeit haben wir eine rein defensive Armee, die wir hoffentlich nie einsetzen müssen. Diese Doktrin hat sich in den letzten 160 Jahren bestens bewährt: Unser Territorium ist das einzige in ganz Europa, das nie eine kriegerische Auseinandersetzung erdulden musste. Dazu braucht es aber die nötigen Kampfmittel.
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GV 2017

ACHTUNG:
Neues Datum!

Samstag, 29. April 2017
Bern

Erinnerungen an die Armee 61

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