Schweizer pfeifen auf ihre Armeewaffe im Haus

Noch im Jahr 2004 wollte fast jeder zweite Armeeangehörige auch nach den absolvierten Tagen im Militär nicht auf sein Gewehr oder seine Pistole verzichten. 43 Prozent lagerten die Dienstwaffe lieber daheim. Insgesamt machte das rund 32’000 Exemplare. Laut einem Bericht der Sendung «Echo der Zeit» von Radio SRF ist dieser Trend aber vorbei. Mittlerweile wollen nur noch elf Prozent aller Ausgeschiedenen ihre Dienstwaffe behalten.
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Monsieur Fehlschuss

Flüchtige Anekdoten erzählen meist mehr über einen Bundesrat als voluminöse Regierungsgeschäfte. Als Guy Parmelin, bodenständiger SVP-Mann und Verteidigungsminister, im letzten März von einem Arbeitsbesuch in Berlin nach Bern zurückflog, löste er über Schweizer Boden kurzerhand den Luftpolizeidienst aus. Er habe nur wissen wollen, wie es sei, in einem Passagierflugzeug von zwei F/A-18-Kampfjets eskortiert zu werden, gab er später zu Protokoll. Sein Fazit: «Sehr beeindruckend.» Parmelin musste sich daraufhin einigen Spott wegen seines naiv-unkonventionellen Selbstversuchs gefallen lassen. Doch das Beispiel zeigt auch, dass der einstige Weinbauer aus dem waadtländischen Bursins bemüht ist, sein Departement zu verstehen – und, wo nötig, einzugreifen. […]

Die Voraussetzungen für eine konstruktive Militärpolitik wären jedenfalls so gut wie lange nicht mehr: Das Reformprojekt WEA ist finanziell gesichert und startet nächstes Jahr.
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Die Schweizer Schützen rüsten sich für den nächsten Kampf

Die Schweizer Schützen lassen also wieder einmal ihre Muskeln spielen, doch Fakt ist auch: Sie verlieren zusehends an Bedeutung. Das zeigt sich etwa an ihrem Nachwuchsproblem. In einer Untersuchung des Observatoriums Sport und Bewegung Schweiz kann man nachlesen, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen in den Schützenvereinen deutlich tiefer ist als in anderen Sportvereinen im Land. Und dass in den Schützenvereinen der fehlende Nachwuchs das grösste Problem ist. Dazu kommt, dass ihnen nicht nur die Jungen, sondern auch ­andere Mitglieder abhandenkommen. Noch 1985 waren im Schweizer Schützenverband, der 2002 im Schweizer Schiesssportverband (SSV) aufging, fast 590’000 Personen organisiert. Heute hat der SSV noch 130’000 Mitglieder. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass bis 1995 jeder Mann, der das Obligatorische schiessen musste, automatisch Mitglied eines Schützenvereins war. Als diese Praxis geändert wurde, verloren die Schützenvereine rund 300’000 Mitglieder. Allein damit lässt sich der Mitgliederschwund allerdings nicht erklären. Noch 2002 hatte der SSV 220’000 Mitglieder, 90’000 mehr als heute.
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Die halbe Luftwaffe soll lahmgelegt werden

Die Armeespitze hat sich verrechnet. Für die künftige, neu organisierte Armee fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Ungewiss ist damit, ob die grossen Versprechen vor der letzten Armeereform überhaupt eingehalten werden können. Die «weiterentwickelte Armee» (WEA) soll noch gut 100 000 Angehörige umfassen, 35 000 von ihnen sollen in kurzer Zeit aufgeboten werden können – etwa für Schutz- und Bewachungsaufträge bei Terror. Die personell ausgedünnte Armee soll dafür top und vollständig ausgerüstet sein, haben der frühere Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) und Armeechef André Blattmann versprochen. Doch die neusten Berechnungen zeigen: Die fünf Milliarden Franken jährlich, die der Armee zur Verfügung gestellt werden sollen, reichen nicht aus. […]

Der Tag kommt näher, an dem Generalität und Politik dem Volk reinen Wein einschenken muss. Es geht um die Frage, ob die Schweiz sich die bewaffnete Neutralität noch leisten kann oder will.
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Luftwaffe im Sinkflug (oder passender: kurz vor dem Crash)

Im Jahr 1966 nahm die Luftwaffe (damals Flugwaffe) 58 Mirage III in Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die schweizerische Militärflugzeugflotte, nebst den Mirage III, 220 Vampire, 250 Venom und 160 Hawker Hunter. Ende der 1960er-Jahre war man der Auffassung, knapp 700 Kampfflugzeuge seien für eine glaubwürdige Luftverteidigung des Landes erforderlich. Heute diskutieren wir darüber, ob wir den Schutz unseres Luftraumes dereinst 20, 30 oder sogar 50 neuen Flugzeugen übertragen sollen. Wie kam es zu diesem Sinkflug der Schweizer Luftwaffe in den vergangenen 50 Jahren?
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Bundesrat verabschiedet Bericht zum Offiziersbestand und zur Attraktivität des Militärdienstes

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 29. September 2017 einen Bericht zu zwei Postulaten verabschiedet, in dem Massnahmen zur Sicherstellung des Kadernachwuchses und zur Erhöhung der Attraktivität des Militärdienstes festgehalten werden. Die Massnahmen wurden bereits im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Armee ergriffen.

Die Massnahmen zur Verbesserung der Attraktivität des Militärdienstes lassen sich in vier Bereiche bündeln:

  1. Zeitgemässe Selektion: Das Potenzial der Schweizer Männer und Frauen soll optimal ausgeschöpft werden. Wenn Dienstpflichtige ihren zivilen Fähigkeiten entsprechend Dienst leisten können, trägt dies zur Attraktivität des Militärdienstes bei.
  2. Verbesserte Vereinbarkeit von Militärdienst und ziviler Laufbahn: Dienstleistende Männer und Frauen sollen Militär, Aus- und Weiterbildung und Beruf so gut wie möglich miteinander vereinbaren können.
  3. Ziviler Nutzen: Im Militär erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten sollen in Bildungslandschaft und Wirtschaft anerkannt werden und den Armeeangehörigen so einen zivil verwendbaren Nutzen verschaffen.
  4. Attraktive Ausbildung: Die Ausbildungsdienste (Rekrutenschule, Kaderschulen und Wiederholungskurse) sollen sinnvoll und herausfordernd gestaltet werden.


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Flieger statt Panzer: Der Kampf um die Rüstungsmilliarden

Kommentar:
Die Sorge der Politiker um die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz ist heuchlerisch.
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Reaktionen zur Unfallserie der Schweizer Luftwaffe

SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz spricht im Interview zur tragischen Serie der Abstürze bei der Luftwaffe und zu Problemen in der Luft. Der 63-Jährige diente selbst als Fallschirmgrenadier und kritisiert eine Überregulierung: «In einer Notsituation bleibt keine Zeit mehr, Reglementen nachzustudieren.»
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WEA – jetzt wird umgesetzt (Video)

Verteidigungs- und Außenminister pfeifen auf Österreichs Neutralität

Das jüngste Treffen der EU-Verteidigungs- und Außenminister in Tallinn fand vor der Kulisse eines NATO-Truppenaufmarsches im Baltikum statt. Das russisch-belorussische Großmanöver »Sapad« bot das entsprechende Feindbild. Dies schien dem österreichischen Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) der richtige Zeitpunkt und Ort, der Neutralität des Landes zu Leibe zu rücken. Er habe sich, so der gelernte Polizist, mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) abgesprochen und man sei zur Überzeugung gekommen, sich an der geplanten EU-Militärunion »auf jeden Fall zu beteiligen.«
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Erinnerungen an die Armee 61

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Spin Doctors im Bundeshaus