Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Um die Ausfallquote zu senken, hat die Armee das Konzept «Progress» entwickelt. Die Idee dahinter: Den Rekruten soll der Einstieg in das Soldatenleben so sanft wie möglich bereitet und die Belastung danach sukzessive gesteigert werden. Das neue Konzept wird seit mehreren Jahren in den Infanterieschulen von Colombier NE angewandt und soll nun schrittweise auf die ganze Armee ausgedehnt werden. Schulkommandant Luca Bottesi ist begeistert: «Wir wollen die jungen Männer gewinnen – und nicht ihren Willen brechen.» Von der früher in der Armee oft angewandten Doktrin, den Rekruten zu Beginn der RS möglichst scharf den Tarif durchzugeben, hält der Oberstleutnant nichts. «Den Rekruten von heute müssen Sie überzeugen und begeistern, anders geht es nicht», sagt Bottesi. Die Gesellschaft und mit ihr die Jugend habe sich gewandelt, «ob wir das wollen oder nicht».
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Die Schweizer Armee hat ein Rekrutierungsproblem

Herr Baumgartner, die allgemeine Wehrpflicht für Schweizer Männer ist Bestandteil unserer Verfassung. Trotzdem schaffen Sie es nicht mehr, die jährlich benötigten 18 000 Personen zu rekrutieren. Was läuft schief?

Wir haben zu viele Abgänge zwischen der Aushebung und dem Start der Rekrutenschule. Die Jugendlichen sind dann in einer entscheidenden Lebensphase, einige schaffen ihre Abschlussprüfungen nicht und verschieben die RS, andere bekommen gesundheitliche Probleme und rücken gar nie ein. Durch den Zivildienst gehen uns zudem jährlich 3000 Militärdiensttaugliche verloren.
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Bundeswehr plant fast 200’000 Soldaten für 2024

Die Bundeswehr soll in den nächsten sieben Jahren von derzeit rund 178.000 Soldatinnen und Soldaten auf fast 200.000 Soldaten wachsen. Der so genannte Zielumfang der deutschen Streitkräfte soll sich bis zum Jahr 2024 auf insgesamt 198.000 Soldaten und rund 61.400 zivile Stellen erhöhen; dafür soll es über die Planung des vergangenen Jahres hinaus zusätzlich 5.000 militärische Dienstposten, 500 weitere Reservistenstellen und 1.000 Haushaltsstellen für Zivilbeschäftigte geben.
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Staaten rüsten massiv auf

Das Volumen der weltweiten Rüstungsverkäufe ist seit 2004 kontinuierlich gestiegen. Grund dafür sei vor allem die verstärkte Nachfrage aus Nahost und Asien, teilte das internationale Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mit. Demnach erreichten die Rüstungskäufe von 2012 bis 2016 das höchste Volumen einer Fünf-Jahres-Periode seit dem Ende des Kalten Krieges. Die fünf grössten Exporteure – die USA, Russland, China, Frankreich und Deutschland – standen für insgesamt 74 Prozent des Gesamtvolumens.
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Parmelin spürt internationale Beunruhigung

„Man spürt die Verunsicherung, es ist noch schlimmer als letztes Jahr“, sagte Parmelin im Interview mit der Zeitung „Nordwestschweiz“. Damals seien vor allem die nordischen Länder beunruhigt gewesen, jetzt gehe es ganz Europa und auch darüber hinaus so. […] Nach München seien die Amerikaner gekommen, „um einige starke Parolen“ zu äussern, sagte Parmelin. US-Verteidigungsminister James Mattis habe sich sehr deutlich geäussert: „Er hat klar gesagt, dass die NATO für die USA und für Europa wichtig ist. Aber: Europa muss mehr zahlen, das war seine Botschaft.“
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Finnland stockt seine Armee um 50’000 Mann auf

Aus Furcht vor einer Bedrohung durch Russland hat die finnische Regierung am Donnerstag angekündigt, dass die Truppen des Landes für den Konfliktfall von 230.000 auf 280.000 Soldaten aufgestockt werden. Damit solle die „Fähigkeit zur Verteidigung des gesamten nationalen Territoriums verbessert“ werden, hieß es in einem Regierungsbericht. Die Rede ist darin von der Absicht des Nachbarstaats Russland, seinen „Status als Großmacht zu festigen“.
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Emmen: Harsche Kritik wegen Verdoppelung der Flüge

Jetzt ist also klar: Beim Militärflugplatz Emmen wird die Anzahl Flugbewegungen von heute 3500 auf 6500 zunehmen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesrates auf einen Vorstoss der Luzerner SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo hervor. Grund ist die Schliessung des Militärflugplatzes in Sion auf Ende 2017. Obwohl das VBS dies erst an einer unter Lobhudeleien angesetzten Medienkonferenz heute Freitag verkünden wollte. In Luzern ist man entsprechend überrumpelt und schiesst gegen die «offene und transparente Informationspolitik», wie die Militärs dies nennen.
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Parmelins Kampfbomber stossen auf Widerstand

Eigentlich wollte Guy Parmelin der Öffentlichkeit gestern Mittwoch präsentieren, welche Rüstungsgüter er 2017 für die Armee beschaffen will. Doch der Medienauftritt platzte, weil der Verteidigungsminister es vorerst nicht schaffte, seine sechs Bundesratskollegen von seiner 990 Millionen Franken schweren Einkaufsliste zu überzeugen. Der Bundesrat, teilte die Bundeskanzlei nach der Sitzung mit, werde sich noch einmal mit der sogenannten Armeebotschaft 2017 befassen müssen. Weitere Erläuterungen zu der unerwarteten Verzögerung gab es auf offiziellem Wege nicht.
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VBS – Departement der Unruhe

Kein zweites Departement generiert verlässlicher negative Schlagzeilen, und keines wird dabei von Freund und Feind mit abschätzigeren Qualifizierungen – «Sauladen», «Chaos-Truppe», Intrigantenstadl» – bedacht als das Verteidigungsdepartement (VBS). Das vergangene Jahr war keine Ausnahme.
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Alternativer Militärdienst wird immer beliebter

Der alternative Militärdienst wird unter jungen Schweizern immer populärer. Nahmen ihn im ersten Jahr seit seiner Einführung 40 Männer wahr, waren es 2016 immerhin schon 130 dienstwillige Personen – eine Verdreifachung der Zahlen, wie das SRF berichtet. Dennoch ist die Zahl, gemessen an 18’000 neu Aufgebotenen für die Rekrutenschule, sehr gering.

Der alternative Militärdienst ist eine Möglichkeit für Personen, die wegen einer Behinderung oder eines medizinischen Problems für dienstuntauglich erklärt wurden, aber keinen Wehrpflichtersatz zahlen wollen. Die Männer müssen unter 26 Jahre alt sein, dürfen niemanden gefährden und werden etwa in der Militärverwaltung oder in einem Armee-Logistikcenter eingesetzt, wie Mirco Baumann, Sprecher beim Verteidigungs-Departement, zum SRF sagt.
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Retten Sie die Tiger F-5

Erinnerungen an die Armee 61

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