Abgeschossen: SP torpediert die eigene Un-Sicherheitspolitik

Die Schweizer Armee kämpft gegen Stress

Resilienz ist derzeit ein Boom-Thema in der Psychologie. Sie beschreibt die Fähigkeit, belastende Erlebnisse zu bewältigen und sich in herausfordernden Situationen besonnen zu verhalten. Eine regelrechte Industrie mit Angeboten zur Verbesserung der psychischen Widerstandskraft hat sich bereits etabliert, die etwa Burnouts im stressigen Arbeitsalltag vorbeugen soll. Die US-Army hat seit 2009 ein Resilienztraining in die Ausbildung integriert. Etwas Ähnliches schwebt auch dem Militärpsychologen Hubert Annen vor. Unter seiner Leitung wird in einem Forschungsprojekt ein Resilienztraining erarbeitet, das an die Gegebenheiten des Schweizer Militärs angepasst ist, das Army Resilience Training (ART). «Damit wollen wir die mentale Gesundheit fördern und zur Stressprävention und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Armee beitragen», sagt er. Denn die Korrelation sei klar: «Wer einen tiefen Resilienzwert hat, scheidet eher aus.»
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Militärischer Schengen-Raum

Das Thema «Military Schengen», so nennen es die Amerikaner, wird deshalb innerhalb der Nato und auch in den EU-Staaten seit Wochen und Monaten diskutiert. Das Vorhaben für einen «militärischen Schengen-Raum» liegt auf Druck der US-Streitkräfte auf dem Tisch sämtlicher Nato-Staaten Europas. Bis 2020 wollen die Amerikaner freie Fahrt für westliche Nato-Truppen.
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Sind die Schweizer Kampfjets kurzlebiger als die der Amerikaner?

Jetzt flammt sie wieder so richtig auf, die Debatte um neue Kampfjets. Heute beraten die Delegierten der SP Schweiz in Olten ihr «Konzeptpapier Luftwaffe». Eine zentrale Forderung darin: Bloss keine Eile bei der Beschaffung neuer Kampfjets. Denn die Nutzungsdauer der heutigen Schweizer Jets, der F/A-18, könne ohne weiteres bis «weit über 2030 verlängert» werden. Nach der bereits beschlossenen Erhöhung der Nutzungsdauer von 5000 auf 6000 Flugstunden (Kosten: 450 Millionen) sei eine weitere Erhöhung um nochmals bis zu 2000 Flugstunden möglich. Also gebe es keinen Grund, dass Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) die Evaluation neuer Jets «völlig überhastet» voranzutreiben.
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Schweizer pfeifen auf ihre Armeewaffe im Haus

Noch im Jahr 2004 wollte fast jeder zweite Armeeangehörige auch nach den absolvierten Tagen im Militär nicht auf sein Gewehr oder seine Pistole verzichten. 43 Prozent lagerten die Dienstwaffe lieber daheim. Insgesamt machte das rund 32’000 Exemplare. Laut einem Bericht der Sendung «Echo der Zeit» von Radio SRF ist dieser Trend aber vorbei. Mittlerweile wollen nur noch elf Prozent aller Ausgeschiedenen ihre Dienstwaffe behalten.
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Monsieur Fehlschuss

Flüchtige Anekdoten erzählen meist mehr über einen Bundesrat als voluminöse Regierungsgeschäfte. Als Guy Parmelin, bodenständiger SVP-Mann und Verteidigungsminister, im letzten März von einem Arbeitsbesuch in Berlin nach Bern zurückflog, löste er über Schweizer Boden kurzerhand den Luftpolizeidienst aus. Er habe nur wissen wollen, wie es sei, in einem Passagierflugzeug von zwei F/A-18-Kampfjets eskortiert zu werden, gab er später zu Protokoll. Sein Fazit: «Sehr beeindruckend.» Parmelin musste sich daraufhin einigen Spott wegen seines naiv-unkonventionellen Selbstversuchs gefallen lassen. Doch das Beispiel zeigt auch, dass der einstige Weinbauer aus dem waadtländischen Bursins bemüht ist, sein Departement zu verstehen – und, wo nötig, einzugreifen. […]

Die Voraussetzungen für eine konstruktive Militärpolitik wären jedenfalls so gut wie lange nicht mehr: Das Reformprojekt WEA ist finanziell gesichert und startet nächstes Jahr.
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Die Schweizer Schützen rüsten sich für den nächsten Kampf

Die Schweizer Schützen lassen also wieder einmal ihre Muskeln spielen, doch Fakt ist auch: Sie verlieren zusehends an Bedeutung. Das zeigt sich etwa an ihrem Nachwuchsproblem. In einer Untersuchung des Observatoriums Sport und Bewegung Schweiz kann man nachlesen, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen in den Schützenvereinen deutlich tiefer ist als in anderen Sportvereinen im Land. Und dass in den Schützenvereinen der fehlende Nachwuchs das grösste Problem ist. Dazu kommt, dass ihnen nicht nur die Jungen, sondern auch ­andere Mitglieder abhandenkommen. Noch 1985 waren im Schweizer Schützenverband, der 2002 im Schweizer Schiesssportverband (SSV) aufging, fast 590’000 Personen organisiert. Heute hat der SSV noch 130’000 Mitglieder. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass bis 1995 jeder Mann, der das Obligatorische schiessen musste, automatisch Mitglied eines Schützenvereins war. Als diese Praxis geändert wurde, verloren die Schützenvereine rund 300’000 Mitglieder. Allein damit lässt sich der Mitgliederschwund allerdings nicht erklären. Noch 2002 hatte der SSV 220’000 Mitglieder, 90’000 mehr als heute.
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Die halbe Luftwaffe soll lahmgelegt werden

Die Armeespitze hat sich verrechnet. Für die künftige, neu organisierte Armee fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Ungewiss ist damit, ob die grossen Versprechen vor der letzten Armeereform überhaupt eingehalten werden können. Die «weiterentwickelte Armee» (WEA) soll noch gut 100 000 Angehörige umfassen, 35 000 von ihnen sollen in kurzer Zeit aufgeboten werden können – etwa für Schutz- und Bewachungsaufträge bei Terror. Die personell ausgedünnte Armee soll dafür top und vollständig ausgerüstet sein, haben der frühere Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) und Armeechef André Blattmann versprochen. Doch die neusten Berechnungen zeigen: Die fünf Milliarden Franken jährlich, die der Armee zur Verfügung gestellt werden sollen, reichen nicht aus. […]

Der Tag kommt näher, an dem Generalität und Politik dem Volk reinen Wein einschenken muss. Es geht um die Frage, ob die Schweiz sich die bewaffnete Neutralität noch leisten kann oder will.
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Bürgerliche wollen Kampfjet-Referendum verhindern

Geht es um Kampfjets, ist jeder ein bisschen Experte: Soll die Schweiz die Flieger bei den Schweden, den Franzosen oder doch den Amerikanern kaufen? Müssen sie Ziele am Boden bombardieren können? Hat sich das Modell bewährt oder drohen Kinderkrankheiten? Und wie viele Milliarden darf es maximal kosten? Einflussreiche bürgerliche Sicherheitspolitiker finden: Fragen wie diese gehören nicht vors Volk. Unter National- und Ständeräten von CVP, FDP und SVP regt sich Widerstand gegen das Vorhaben von Verteidigungsminister Guy Parmelin, die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und eines neuen Fliegerabwehrsystems dem Referendum zu unterstellen.
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Bundesrat verschärft Waffenrecht

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die EU ihr Waffenrecht verschärft. Als Schengen-Land muss die Schweiz nachziehen. Der Bundesrat hat am Freitag seine Vorschläge in die Vernehmlassung geschickt.

Unter anderem geht es um automatische Feuerwaffen, die zu halbautomatischen Handfeuerwaffen umgebaut worden sind. Diese sind in der Schweiz schon heute verboten. Eine Ausnahme gilt für die Dienstwaffe von Armeeangehörigen. Nach den Vorschlägen des Bundesrats dürfen diese das Sturmgewehr auch in Zukunft mit nach Hause nehmen. Besondere Bedingungen wie etwa eine Vereinspflicht sind damit nicht verbunden.
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Erinnerungen an die Armee 61

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