Die Armee weiss nicht, wohin mit dem vielen Geld

Das Bundesparlament möchte der Schweizer Armee pro Jahr 5 Milliarden Franken zuhalten. Doch das Verteidigungsdepartement (VBS) von Bundesrat Guy Parmelin hat grosse Mühe, diese Summe auszugeben. Dabei mangelt es nicht an Investitionsbedarf. Im Gegenteil: Die Armee schiebt heute schon eine hohe Bugwelle an Rüstungsinvestitionen vor sich her. Aber weil das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) überlastet ist, fehlen beschaffungsreife Projekte. Kurz: Die Armee weiss nicht, wohin mit dem vielen Geld.
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Luftwaffe oder Heer – was braucht es mehr?

Eine Menge grundsätzlicher Fragen kommen in nächster Zeit auf Verteidigungsminister Guy Parmelin und die Armeeverantwortlichen zu:

  • Wie à jour ist das Material der Schweizer Armee?
  • Braucht die Schweiz neue Kampfflugzeuge? Und wenn ja, welche?
  • Braucht die Armee auch anderes neues Material?
  • Welche Sicherheitsrisiken bestehen überhaupt?

Ob die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge oder die Erneuerung der Artillerie Vorrang hat, muss der Bundesrat entscheiden.
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Neues Kampfflugzeug: Es droht eine totale Kontrolle durch die USA

Weil nun gewisse Kreise in der Schweizer Armee gerne das US-Tarnkappenflugzeug F-35 anschaffen würden, kommt postwendend Kritik: Etwa von SP-Nationalrätin und Sicherheitspolitikerin Priska Seiler Graf. Sie befürchtet eine totale Abhängigkeit von den USA. Der F-35 verfüge über ein Datalink-System, das vollständig von den USA gesteuert werde. «Ich finde es keine angenehme Vorstellung, wenn die USA unsere Flugzeuge vom Himmel holen könnten», sagt Seiler Graf.
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Hans-Ueli Vogt will die Gewissensprüfung wieder einführen

Die Armee hat in der Schweiz einen immer schwereren Stand. Jedes Jahr wenden sich mehr junge Menschen dem Zivildienst zu. Dem bürgerlichen Lager im Parlament ist genau das ein Dorn im Auge. Uniformzwang, in Unterkünften übernachten, mehr Diensttage – dauernd kommen neue Vorstösse, um den Zivis das Leben anstrengender zu machen.
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Markt-Rundschau: Bodengestützte Luftverteidigung

Die bodengestützte Luftverteidigung (BODLUV) der Schweizer Armee ist in die Jahre gekommen: Die Wirkungshöhe ist mit rund 3’000 m über Boden zu gering, das Gleiche gilt für die Reichweite und auch die Unwirksamkeit gegenüber Lenkflugkörpern sowie Artilleriegeschossen ist heutzutage kaum mehr akzeptierbar. Ein neues System sollte jegliche Flugobjekt – also auch Drohnen, Lenkflugkörper und Artilleriegeschosse – bei Tag und bei Nacht sowie bei jedem Wetter bis auf eine Höhe von rund 15 km und einer Reichweite von rund 50 km erfolgreich bekämpfen können. Die flächenmässige Abdeckung eines solchen Systems sollte bei rund 6’000 km2 liegen. Ausserdem sollte es problemlos in den momentan bereits bestehenden Systemverbund aus Sensoren, Effektoren, Führungssystemen, Flugplätzen, Kommunikationsmitteln und Luftfahrzeugen integriert werden können, mobil einsetzbar und nicht bloss transportabel, möglichst günstig zu beschaffen (max. 800 Millionen SFr) und politisch unverfänglich sein.
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SVP-Amstutz will 55 Kampfjets

Die SVP tritt bei der Beschaffung von neuen Kampfjets für 55 oder mindestens 40 neue Kampfflugzeuge ein. «Sicherheit duldet keine Halbheiten», sagte der abtretende Fraktionschef Adrian Amstutz in einem Zeitungsinterview.
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Abgeschossen: SP torpediert die eigene Un-Sicherheitspolitik

Die Schweizer Armee kämpft gegen Stress

Resilienz ist derzeit ein Boom-Thema in der Psychologie. Sie beschreibt die Fähigkeit, belastende Erlebnisse zu bewältigen und sich in herausfordernden Situationen besonnen zu verhalten. Eine regelrechte Industrie mit Angeboten zur Verbesserung der psychischen Widerstandskraft hat sich bereits etabliert, die etwa Burnouts im stressigen Arbeitsalltag vorbeugen soll. Die US-Army hat seit 2009 ein Resilienztraining in die Ausbildung integriert. Etwas Ähnliches schwebt auch dem Militärpsychologen Hubert Annen vor. Unter seiner Leitung wird in einem Forschungsprojekt ein Resilienztraining erarbeitet, das an die Gegebenheiten des Schweizer Militärs angepasst ist, das Army Resilience Training (ART). «Damit wollen wir die mentale Gesundheit fördern und zur Stressprävention und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Armee beitragen», sagt er. Denn die Korrelation sei klar: «Wer einen tiefen Resilienzwert hat, scheidet eher aus.»
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Militärischer Schengen-Raum

Das Thema «Military Schengen», so nennen es die Amerikaner, wird deshalb innerhalb der Nato und auch in den EU-Staaten seit Wochen und Monaten diskutiert. Das Vorhaben für einen «militärischen Schengen-Raum» liegt auf Druck der US-Streitkräfte auf dem Tisch sämtlicher Nato-Staaten Europas. Bis 2020 wollen die Amerikaner freie Fahrt für westliche Nato-Truppen.
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Sind die Schweizer Kampfjets kurzlebiger als die der Amerikaner?

Jetzt flammt sie wieder so richtig auf, die Debatte um neue Kampfjets. Heute beraten die Delegierten der SP Schweiz in Olten ihr «Konzeptpapier Luftwaffe». Eine zentrale Forderung darin: Bloss keine Eile bei der Beschaffung neuer Kampfjets. Denn die Nutzungsdauer der heutigen Schweizer Jets, der F/A-18, könne ohne weiteres bis «weit über 2030 verlängert» werden. Nach der bereits beschlossenen Erhöhung der Nutzungsdauer von 5000 auf 6000 Flugstunden (Kosten: 450 Millionen) sei eine weitere Erhöhung um nochmals bis zu 2000 Flugstunden möglich. Also gebe es keinen Grund, dass Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) die Evaluation neuer Jets «völlig überhastet» voranzutreiben.
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Erinnerungen an die Armee 61

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