Armeereform auf der Zielgeraden – Kommt das Referendum?

Das langwierige parlamentarische Seilziehen um das Projekt «Weiterentwicklung der Armee» (WEA) wird aller Voraussicht nach in der Frühjahrssession zum Abschluss kommen. Am Freitag ist die Sicherheitskommission des Ständerats einstimmig zum Schluss gekommen, dass Armeeangehörige künftig sechs dreiwöchige Wiederholungskurse leisten sollen. Sie rückt damit von ihrer ursprünglichen Auffassung ab, dass fünf Wiederholungskurse genügten. Der rasche technologische Fortschritt bedinge eine längere Ausbildungszeit, um die Einsatzbereitschaft der Truppe sicherzustellen. […]

Das Säbelrasseln kommt allerdings auch zur Rechten nicht nur gut an. Der Schwyzer SVP-Ständerat und Sicherheitspolitiker Alex Kuprecht fand am Donnerstag am Jahresrapport der Logistikbasis der Armee wenig schmeichelhafte Worte für jene Milizorganisationen, die fundamentalen Widerstand gegen die WEA leisten. Er erachte die Referendumsdrohungen aus bürgerlichen Kreisen als «unverständlich und der Sache nicht förderlich».

Beitrag auf NZZ.ch – aargauerzeitung.ch –  Mitteilung der SiK-S

Kommentar:
Wenn der Unsicherheitspolitiker Alex Kuprecht uns noch immer nicht verstanden haben sollte, müsste er das Gespräch suchen. Natürlich muss er unseren Standpunkt nicht teilen. Zudem würden wir ihn gerne fragen, welcher „Sache“ unser Widerstand nicht förderlich ist? Schliesslich fordert Giardino nichts weniger als die Einhaltung der Verfassung. Was ist daran nicht verständlich?

Zur Begründung der SiK bezüglich Anzahl WK schreibt die Kommission im Original:

Gemäss Kommission sind sechs WK notwendig, damit die Leistungs- und Einsatzfähigkeit der Truppen gewährleistet werden kann. So kann auch angesichts des technologischen Fortschritts das hohe Ausbildungsniveau erhalten werden.

Sechs WK sind gegenüber heute aber noch immer ein WK weniger. Wer den WK-Betrieb kennt, weiss dass infolge der grossen personellen Fluktuation (Gast-WK, „Hamburger“, Studium, Urlaube, Dispensationen) jeweils über 50% des Bestandes gegenüber dem letzten WK anders sind. Die internen Abläufe und die Kenntnis über Fähigkeiten und Kompetenzen in den Einheiten beginnt also für viele AdA in jedem WK wieder bei Null. Wenn zudem ganze Truppenkörper seit Jahren keinen anderen WK geleistet haben, als für das WEF eingesetzt zu werden (= kein „Ausbildungs-WK“), so fragt man sich schon, ob es primär an der Anzahl WK liegt, welche für die „Leistungs- und Einsatzfähigkeit“ der Truppe verantwortlich ist. Die Begründung tönt gut, aber sie hat mit dem Entscheid im Kern wenig bis nichts zu tun.

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Adrian Murer

Ich bin überzeugt, dass es spannend wird!! Und das ist gut so 😉

S. Gerber

Es gibt zur Zeit keine Organisation (auch GG nicht), welche finanziell, organisatorisch oder personell dazu in der Lage wäre, das Referendum gegen die WEA zu erhreifen. Am Schluss wird das ganze wohl oder übel durchgewunken werden.

Adrian Murer

Da bin ich mir nicht so sicher, wer wagt gewinnt. Siehe Buch von GG „Mut zur Kursänderung“. Jetzt müssen Worten Taten folgen. Ausserdem: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

Willy P. Stelzer

Antwort an Herrn S. Gerber: Sie sind nicht im Kernteam der GG. Warten Sie ab was in den nächsten Wochen geschehen wird. Es gibt in unserem Land Männer und Frauen welche bereit sind bis zur letzten Patrone zu kämpfen, wie die Schweizer-Regimenter an der Beresina! Die jüngeren Generationen beginnen zu erwachen.

S. Gerber

Sehr geehrter Herr Willy P. Stelzer

Das bin ich in der Tat nicht.

Ich kenne mich aber in Logik, Arithmetik und Buchhaltung aus.

Falls Sie da nicht ein paar finanzstarke Mäzene im Hintergrund haben, wird es nach der Gripen Abstimmung ein weiteres Armee Desaster an der Urne geben.

Vir Janic

@Willy P. Stelzer: Wenn sich die GG mit den Schweizer Regimentern an der Beresina vergleicht, dann habe ich keine Sorge, dass das Referendum scheitern wird – zum Wohl der Armee, die die WEA braucht!

Erwin Markus

@ Janic
Leute wie, Sie sind eines der grössten allgemeinen Probleme die wir gegenwärtig hierzulande haben. Ich möchte hier weder mutmassen, moch beleidigen. Seien Sie aber dessen bewusst, dass Sie hier am total falschen Ort sind. Provokation ist etwas schäbiges und unnützes, enthalten Sie sich doch Sie nichtsnutziger Provokateur, für wen arbeigen Sie eigentlich, was versprechen Sie sich davon….?

Bruno Steinegger

Sicherheitspolitisch liegen wir sehr weit daneben….. Etwa 90000 IS Schlaechter stecken in Europa, eher mehr und es geht um folgendes, was eigentlich im Internet immer wieder geloescht wird.
Islamic Invasion W open Gates The Forced Collective Suicide of European Nations…..

Gruss aus Asien, wir wissen mehr als Europa oder koennt auch Arirang News anhoeren oder posten und unter Videos da Neuste hoeren….. ohne Luegen…

Walter Roth

Also ich wäre beim Referendum sicher mit dabei.

Man sollte das mal Grundsätzlich klären und bei Annahme, eben auch eine Zielrichtung vorgeben.

Eine Armee mit 200-tausend und 7 Milliarden Finanzen.

Wir werfen das Geld in Afrika zum Fenster raus das wir benötigen um eine Einsatzfähige Armee zu halten.

Ums mal etwas polemisch auszudrücken……….

Bis 2050 wird sich Afrika in der Bevölkerungszahl verdoppeln, bis 2100 vervierfachen, also was wir denen auch an Geld geben, es wird spurlos verpuffen.
Deutschland zu einer Muslimischen Kolonie samt Schariagesetzgebung.

Also für was sollten wir vorsorgen, etwa für Flüchtlingsunterkünfte ?

Hohermuth

Sie haben vollkommen Recht.

Sehe schwarz für Deutschland. Reisen sie mal in Deutschland in die Städte. Abends fest in Arabischer/Türkischer Hand.

Ungewollt hat Merkel mit ihrer unsäglichen Willkommenspolitik den Grundstein zum 4. Reich gelegt. Die CH tut gut, endlich aufzurüsten.

Schaub Rudolf P.

Hoffentlich kommt das Referendum. Wenn wir schon über den Gripen abstimmen durften und mussten, ist es auch angebracht, dass wir über die Halbierung und Entwaffnung der Armee abstimmen können. Die Abstimmung wird Klarheit darüber schaffen, was das Volk verlangt: Sicherheit oder Wehrlosigkeit.