Der weiterentwickelte Hof – ein Drama in vier Reformen

Es war einmal ein Bauer. Willy hiess er. Er hatte einen Hof, 65 Kühe, seine Frau Vreneli, einen anständigen und allseits respektierten Fuhrpark, war glücklich, zufrieden und wohlhabend. Dann kam die Wende auf dem Milchmarkt: Milch kam ausser Mode. Er wusste nicht wie weiter und suchte Rat bei seinem Knecht Christian. Christian empfahl im Rahmen des Fitnessprogramms “Farm95” einen Teil der Kühe zu verkaufen. Es blieben noch 42. Der Milchertrag war noch gut.

Nach der Jahrtausendwende kam Christian mit glänzenden Augen zu Willy und legte sein neues Konzept “FarmXXI” auf den Tisch. Er hatte es zusammen mit Vreneli in vielen Nachtstunden entwickelt. Radikal sollte mit der Vergangenheit abgeschlossen werden. Statt in Futter sollte das Geld lieber für anderes ausgegeben werden. Vreneli lud von da an viele Leute zu sich ein, baute eine Solaranlage auf das Dach und gab Geld an alle die sie um Geld fragten. Der Schuldenberg wuchs.

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Hanspeter Kocher

Sehr gut und treffend geschrieben. Da man aber sofort weiss, auf welche andere Situation dies aktuell auch noch angewandt werden kann, könnte einem aber glatt das Lachen im Hals steckenbleiben.

F. Lambrigger

Mal was zur Auflockerung. Man muss nicht lange hirnen, was mit NOTA-Bene und wer mit Uriella gemeint ist. Dem Armee-Abbau liegt ein gesellschaftliches Problem zu Grunde. Besonders in der Finanzbranche wurden nicht nur Offiziere im Kader immer weniger geschätzt und gar belächelt. Auch aktive Soldaten wurden nicht mehr gerne eingestellt. „Wie viele WK’s haben Sie noch zu absolvieren? Was? So viele? Das sind für uns zu viele Fehltage. Für den Job suchen wir „flexiblere“ Leute.“ Da müsste sich auch was ändern. Zürich zum Besseren.

Robert Hänggi

Einer meiner Chefs meinte schon vor bald 50 Jahren zu diesem Thema:“Es ist gar nicht immer gesagt, dass die Führungskräfte in der Privatwirtschaft immer auch noch eine militärische Karriere vorweisen müssen, denn sie sind viel zu teuer und, wenn man sie am dringendsten nötig hätte, dann sind sie im Militär. Da sind andere Leute sicher viel gefragter, denn die stehen dem Unternehmen das ganze Jahr zur Vefügung. Die Arbeitgeber zahlen nämlich nicht gerne hohe Gehälter für Kaderleute, die im Militär sind.

Hanspeter Kocher

@ F. Lambrigger und Robert Hänggi Wir kommen hier zwar ein Bitzeli vom Thema ab, aber 2 Punkte möchte ich doch noch erwähnen. Erstens mal, wegen dem Lohn, resp. wegen den Lohnkosten für den Betrieb, wenn ein Mitarbeiter in den Dienst geht…. Es ist so, dass in dem Fall die EO den Erwerbsausfall zu einem Teil entschädigt, d.h. der Arbeitsgeber bezahlt schon mal nicht den ganzen Lohn für diese Zeit. Es liegt dann halt beim betreffenden Betrieb, entsprechende Zahlen (welche ja planbar sind) im Lohnsummenbudget zu berücksichtigen. Das wäre mal das eine. http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/militaerdienst/allgemeines/finanzielle.html Der andere Punkt ist die Verfügbarkeit (resp.… Weiterlesen »

Kaufmann Gotthard Major aD

Toll geschrieben, leider wahr und deshalb sehr traurig.
Für meine kleinen Enkel, ganz, ganz schlimm !!!

F. Lambrigger

Hier noch ein Staat und seine Verteidigung zum Vergleich. Singapur: so gross Wie unser Kanton Glarus. 5 Mio. Einwohner. Aktive Soldaten: 71’000. Dazu Reserven: >1’386’000. Wehrpflicht: 24 Monate. Milit.Budget: 12,3 Mrd. US-Dollar (2011). Anteil am BIP: 4,9%.
—————————————-
Und noch was zu unserer verschwundenen Armee.
Schweden geht’s fast gleich wie uns. Die hatten über die letzten Jahrzehnte meist eine Sozialdem.Regierung, welche den Sozialstaat bis zum geht-nicht-mehr ausbaute, und die Armee abbaute. Wenigstens haben sie die eigene Rüstungsindustrie im Vergleich zu uns nicht derart redimensionert wie wir. Nachfolgend ein Link zu einem sehr interessanten Artikel.
http://de.gatestoneinstitute.org/6334/schweden-militaer

F. Lambrigger

Übrigens laufen wir auf ein sehr „interessantes“ Jahr zu. Im 2020 läuft nämlich die zeitliche Begrenzung der Direkten Bundessteuer ab. Sie ist mit mehr als 20 Mrd. die zweitgrösste Einnahmequelle des Bundes. 1916/17 erstmals als „Kriegssteuer“ erhoben, hiess si dann später „ausserordentliche Kriegssteuer“ 1921 bis 1932). Ab 1934 kam sie wegen der Weltwirtschaftskriese wieder als „Krisenabgabe“, um dann ab während des WKII bis 1949 als Wehrsteuer weiter zu bestehen. 1958 wurde sie dann per Volksentscheid als Direkte Bundessteuer ermöglicht. Ich vermute ganz stark, dass spätestens ab 2018 der Kampf um die Weiterführung dieser Einnahmequelle und der Zweckbestimmung entbrennen wird. Spätestens… Weiterlesen »

F. Lambrigger

Beim Kampfblatt der Linken (Tagi) ist man schon am jubeln. „Was passiert mit den 700 Millionen des Flugabwehr-Projekts? Das Bodluv-Projekt ist gescheitert – das gibt Luft im Armeebudget. Werden nun die heiss umkämpften Militärausgaben doch wieder ­gekürzt?“ An vorderster Front im Jubelchor: die alte Fetz. Erklärte Armee und Schweiz abschafferin. Ein Nat.Kons. kommt dann zwar auch noch zu Wort „Der Nachholbedarf ist viel zu gross, um beim V-Budget zu kürzen“. Aber so ein „Debakel“ ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Linken.

Kuede

Diese Zeilen stammen von einem neuen Gotthelf. Sehr gut geschrieben!
Hoffe, dass die gnädigen Herren zu Bern diese Zeilen auch lesen.

F. Lambrigger

Text aus der NZZ von heute: „Putinismus als politische Gefahr Mit seiner brachialen Machtpolitik scheint Putin derzeit auch international auf der ganzen Linie zu triumphieren. Seine Methoden finden im Westen Anklang bei denen, die sich nach dem starken Mann sehnen.“ Der Autor scheint nicht gemerkt zu haben, dass die USA Putin ja alles vorgemacht haben, und dass die USA seit einiger Zeit gegen Länder wie die Schweiz einen Wirtschaftskrieg führen. Sie greifen mit fadenscheinigen, heuchlerischen Begründungen nach und nach alle unsere erfolgreichen Branchen und Firmen an. 1. Grund: Geld generieren. 2. Grund: Konkurrenz zurück binden, resp. kaputt machen. Wer das… Weiterlesen »

Steinacher Alexander

Das Drama in vier Reformen! Es entlarvt treffend die grassierende Fahrlässigkeit und Dummheit, die wie eine schleichende Epidemie über unsere „Hofverwaltung“ gekommen ist. Die Geschichte ist jedenfalls lesenswert. Wir werden täglich und zunehmend damit konfrontiert, dass Dummheit (eben wie eine Krankheit) nicht strafbar ist. Sie kann aber ihre Aktivisten eines Tages selber einholen und stsrafen. Und sie kann aber von grobfahrlässig bis zu vorsätzlich – Schaden anrichten, genau wie in der Geschichte beschrieben – Totalschaden! Wir sind nicht mehr weit weg davon!