Oesterreichs Verteidigungsminister will Einsatztruppen fast verdreifachen

Um „die Territorialkräfte“ im Hinblick auf die aktuellen Anforderungen zu stärken, soll konkret der Anteil der rasch einsatzbereiten Berufs- und Zeitsoldaten zuerst von 2.200 auf 2.500 und à la longue auf 6.000 gesteigert werden. Zum Vergleich: Aktuell sind zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs rund 1.500 Mann im Einsatz – „und wir merken schon, wo unsere Kapazitätsgrenzen liegen“, sagte Doskozil.

Deswegen sollen die mitunter personell ausgedünnten Militärkommanden in den Ländern nun wieder auf Vordermann gebracht und ihnen die Ausbildung der Grundwehrdiener überantwortet werden. Klares Ziel ist, dass die Burschen wegen der geänderten Bedrohungslage „weniger Zivildienst“ machen, wie es Commenda ausdrückte. […]

Die im Sparpaket von Doskozils Vorgänger Gerald Klug (SPÖ) vorgesehenen Kasernenschließungen und Liegenschaftsverkäufe wurden jedenfalls bereits gestoppt, […].

Verständnis für sein Ansinnen bekommt Doskozil hingegen von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). „Die derzeitige Situation bedarf einer Neubeurteilung der Landesverteidigung auf Basis der Sicherheitsstrategie„, erklärte sie der APA in einer schriftlichen Stellungnahme, und: „Es braucht jetzt mehr Schlagkraft, um die vielfältigen neuen Herausforderungen gemeinsam bestmöglich zu bewältigen.

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Kommentar:
Wer lacht jetzt noch über die Oesterreicher?

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Hanspeter Kocher

Da gibt es auch noch diesen Artikel: http://derstandard.at/2000031139073/Dem-Bundesheer-laufen-die-Piloten-davon?ref=rec

Besonders interessant daran ist der erste Teil des Kommentars von Tiegerauge vom 17. Februar 2016, 02:39:51: http://derstandard.at/permalink/p/1009443623

Felix Lambrigger

Ebenso interessant ist der Kommentar von „likearollingstone“ gleich nach „Tigerauge“. Bad News machen schnell die Runde….

Kuede

Hört, hört liebe Schweizer!
Und bei uns will man die Armee halbieren.
Der Tag der Wahrheit ist nicht mehr weit und wir werden die unsinnigen Militär-Reformen büssen.

Robert Hänggi

Die Österreicher können ihr Bundesheer nicht schon wieder halbieren, denn das haben sie nämlich bereits schon zweimal getan. Von ursprünglich 110.000 auf 55.000 und jetzt aktuell noch auf 27.300 schlecht ausgerüsteten Soldatinnen und Soldaten. Und nimmt man die Reserven noch hinzu, dann sind es insgesamt 50.000 AdAs. Das Bundesheer ist schon längst nicht mehr in der Lage seinen gesetzmässigen Auftrag „Land und Volk in einem Krieg zu beschützen und zu verteidigen“. Das Bundesheer kann sogar nicht einmal mehr den Katastrophenschutz aufrechterhalten und gewährleisten. Schuld daran ist aber hauptsächlich die SPÖ und die ÖVP, welche mit der SPÖ gemeinsame Sache macht… Weiterlesen »

Robert Hänggi

Die Bundesheer-Gewerkschaft nimmt Stellung

https://www.youtube.com/watch?v=9j6umjy-egg

Robert Hänggi

Die Bundesheer-Gewerkschaft äussert sich auch über Gerald Klug

https://www.youtube.com/watch?v=RKiUHGmdNOI

Oscar E. Wyss

Wer den „Standard“-Artikel im Original liest, wird aber nebst der Verdreifachung der sofort einsetzbaren Berufs- und Zeitsoldaten auf 6’000 noch einen weiteren interessanten Aspekt entdecken. So soll „das bisherige Streitkräfteführungskommando in ein ‚Kommando Luft‘ und ein ‚Kommando Land‘ aufgeteilt, um in ernsten Situationen raschere Entscheidungsabläufe zu erzielen“ werden. Mit der WEA wird in der Schweiz genau das Gegenteil angestrebt.