Gruppe GIARDINO prüft Idee einer neuen Sicherheits-Partei

Am Samstag, 30. April 2016 hat die Generalversammlung der Gruppe Giardino in der Mannschaftskaserne Bern stattgefunden.

Die armeefreundliche «Gruppe GIARDINO» prüft die Idee zur Gründung neuer politischer Gruppierungen in der Schweiz, die der zentralen Staatsaufgabe «Sicherheit» wieder zu gesteigerter Beachtung verhelfen werden.

Alle grossen Parteien unterstützen die Halbierung der Armee.
Die Gruppe Giardino nimmt mit grosser Besorgnis zur Kenntnis, dass sämtliche grossen Parteien die Halbierung der Armee gutheissen. Das Parlament handelte nach Auffassung der Befürworter einer verfassungsmässigen, mannschaftsstarken und somit glaubwürdigen Miliz-Armee völlig verantwortungslos, wenn es ausgerechnet in der derzeitigen, sich stetig verschlechternden Sicherheitslage am 18. März 2016 beschliesst, den Bestand der Armee zu halbieren, in grossem Stil noch einsatzfähiges Armeematerial zu vernichten, zahlreiche militärisch wichtige Infrastrukturen (u.a. operativ entscheidende Flugplätze) und unterirdische Anlagen aufzugeben und rückzubauen. Damit schwächt das Parlament nicht nur die Sicherheit der Schweiz, sondern vernichtet gleichzeitig enorme Mengen an Steuergeldern. Der Kahlschlag bei den Infrastrukturen werde unwiederbringlich und später nicht mehr korrigierbar sein, warnt die Gruppe Giardino.

Bürgerliche Wählerbasis wird Preisgabe der Sicherheit kaum goutieren.
Präsident Willi Vollenweider: «Viele besorgte Bürger und Bürgerinnen nehmen diese verantwortungslose Abkehr von eigenen bürgerlichen Parteiprogrammen mit grosser Bestürzung zur Kenntnis und wenden sich von den Parteien ab. Die grossen Parteien lassen diese Leute einfach im Stich!» Willi Vollenweider erwartet mit grossem Interesse, wie die grossen bürgerlichen Parteien ihrer Wählerschaft im Vorfeld der Volksabstimmung (Nov. 2016) erklären werden, weshalb ausgerechnet die Halbierung der Armee die richtige Antwort auf die stetig unsicherer werdende Sicherheitslage sei und wieso dieser Weg «alternativlos» sein soll.

Neue politische Gruppierungen werden in die Lücke springen. Wenn die grossen bürgerlichen Parteien bei der Halbierung der Armee nicht rasch zur Vernunft zurückfänden, würden sich neue politische Gruppierungen bilden. Diese würden sich der nun verwaisten und vernachlässigten Staatsaufgabe «Sicherheit» annehmen und die hier entstandene „Repräsentationslücke“ ausfüllen. Diese neuen politischen Kräfte würden kaum den Fehler begehen, nur mono-thematisch aufzutreten. Sie würden sich aber zweifelsfrei der sehr grossen Sorgen vieler Bürger und Bürgerinnen um die vernachlässigte Sicherheit annehmen und dieses Thema faktenreich in die öffentliche Diskussion tragen.

Die Gruppe Giardino begrüsst die Idee der Bildung solch neuer politischer Bewegungen und hofft, dass sie bei den nächsten Wahlen antreten werden. Es verbleibe ihnen genügend Zeit, um sich warmzulaufen. Und mit der kommenden Volksabstimmung über die Halbierung der Armee eröffne sich eine einmalige Chance, sich auf der politischen Bühne in der ganzen Schweiz markant in Szene zu setzen, so GIARDINO-Präsident Willi Vollenweider.

Referendum NEIN zur Halbierung der Armee ist gut unterwegs
Dem Referendums-Komitee haben sich bereits zahlreiche besorgte Schweizer und Schweizerinnen angeschlossen, welche mit der brandgefährlichen und verantwortungslosen Vernachlässigung der Sicherheit durch das Parlament ganz und gar nicht einverstanden sind («Bürgerkomitee für unsere Sicherheit – NEIN zur Halbierung der Armee, Postfach, 6302 Zug, www.armee-halbierung-nein.ch, facebook.com/ArmeehalbierungNEIN/, twitter.com/WEA_NEIN). Bisher wurden knapp 10’000 Unterschriftsbogen über die Kampagnenwebseite bestellt bzw. als PDF heruntergeladen.

Die Gruppe GIARDINO hat bekräftigt, das durch dieses überparteiliche Bürgerkomitee lancierte Referendum weiterhin tatkräftig personell und finanziell zu unterstützen.

******

Reaktionen in den Medien: blick.ch20min.ch – handelszeitung.ch

Print Friendly, PDF & Email
11 Kommentar Themen
10 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
11 Kommentatoren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Hohermuth

Die Idee der neuen politischen Kraft ist super. Hoffe das kommt zustande. Die normalen politischen Kräfte wie AfD und Front Nationale sind gute Beispiele von erfolgreichen Programmen. Nur Sicherheit als Programm greift allerdings zu wenig weit.
Wichtig wäre, dass vorgängig ein CH TV Kanal gegründet wird und eine gute Internetzeitung. Ohne mediale Unterstützung würde das Konstrukt von den heute alles beherrschenden linken und neokommunistischen Medien im Keime zerstampft. Unterschätzt endlich die unsägliche Macht der Medien nicht. Wer die Medien beherrscht, hat die Macht.

Felix Lambrigger

Bin ganz der Meinung von Herrn Hohermuth. Insbesondere in Bezug auf einen TV-Kanal und eine Internet-Zeitung. Auch in Bezug auf eine gewisse Diversivizierung. Aber das Thema „Sicherheit / Armee“ sollte schon prioritär bleiben. Denn dieses Thema, diese Probleme werden nicht in wenigen Jahren verschwinden. Ob die Trägerschaft nun eine Partei, eine Bewegung, oder ein Verein sein sollte, wäre zu diskutieren. Aber ich möchte hier noch ein anderes Thema anschneiden. Da las ich doch gerade diesen Text wieder: „Die Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK) stellt in ihrem Bericht fest, die Aussenministerin Calmy-Rey und der damalige Finanzminister Merz hätten in der Libyen-Affäre ihre… Weiterlesen »

Hanspeter Kocher

Ah, ich wusste es doch….Herr Lambrigger hat wieder etwas gefunden, wo er gegen sein kann…

Felix Lambrigger

Um was „streiten“ wir uns hier eigentlich? Hauptsächlich doch um den Bestand an AdA’s. Und eines ist sicher. Bei einem richtigen Krieg, in den wir vielleicht hinein gezogen werden, ist selbst ein Bestand wie ihn die Armee 95 noch vorsah zu wenig. Wenn sich die Elefanten fetzen, wird unsere Wirtschaft sowieso zu grossen Teilen herunterfahren müssen, und viele Menschen werden ohne Job dastehen. Aber die können wir nicht einfach über Nacht zu Soldaten/Soldatinnen machen. Da braucht es schon ein gewisses Mass an Ausbildung. Mir sind dann aber 100’000 Infanteristen „2. Klasse“, die nur mit einem StGw und ein par Magazinen… Weiterlesen »

Martin von Orelli

Es wäre vielleicht an der Zeit, die Mär von der Halbierung der Armee zu stoppen. Theoretisch ist es richtig, dass die Schweizer Armee von 200’000 auf 100’000 reduziert werden soll. Fakt ist aber, dass bereits heute die Armee einen Bestand von ca 170’000 AdA umfasst. Dies ist das Resultat der demographischen Entwicklung der letzten Jahre in der Schweiz. Das Ziel der WEA ist es, eine Armee von 140’000 AdA Effektivbestand zu haben. Daraus ergibt sich keine Halbierung der Armee, sondern eine Reduktion um knapp 18%. Man kann auch das als unbefriedigend erklären, aber dann müsste man eine neue Diskussion um… Weiterlesen »

Hanspeter Kocher

Vielen Dank, Herr von Orelli……endlich mal jemand, der kopfrechnen kann ! 🙂

Felix Lambrigger

Jaa, der Herr Kocher wieder. Wo drückt denn heute der Schuh?

Hanspeter Kocher

Noch etwas zu den Zahlen: Schlimm finde ich auch, dass sogar auf dem Referendumsbogen des Komitees Armee-Halbierung-nein mit diesen Zahlen geworben wird (von 220’000 runter auf 100’000 Mann).
Ich habe einfach etwas Mühe, vor fremden Leuten zu stehen und um eine Unterschrift zu werben mit Argumenten, die durch eine einfache Recherche wiederlegt werden können.

http://armee-halbierung-nein.ch/wp-content/uploads/2016/04/RefBogen_d.pdf
http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/zahlen/armee.html
http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/themen/defence/wea/faq.html (Etwa Mitte des Dokuments, Abschnitt „Sollbestand“ Zitat:“Der Effektivbestand beträgt rund 140’000, und auch darin ist der Rekrutenjahrgang nicht inbegriffen.“
(Und viele andere)

Nicht 100% glaubwürdig, meiner Menung nach.

Peter Braun

Man könnte noch ergänzen, dass von den erwähnten 170’000 AdA rund 41’000 Angehörige der Reserve sind, die ihre Dienstleistungspflicht absolviert haben und nur noch in der Armee eingeteilt bleiben, aber keinen Dienst mehr leisten (zB in WK oder Einsätzen). Dass es sich bei der WEA NICHT um eine Halbierung der Armee handelt, wird auch ersichtlich, wenn man auf andere Parameter schaut. So bleibt beispielsweise der Bestand an Offizieren gleich gross wie heute (wodurch die verbleibenden Trp Kö und Stäbe der Gs Vb – anders als heute – personell alimentiert werden können), der Bestand an Hauptwaffensystemen bleibt gleich wie heute (damit… Weiterlesen »

Peter Braun

Die Botschaft zur WEA spricht in der Tat davon, dass der SOLLBESTAND gegenüber heute halbiert werden soll; diese Tatsache ist ja auch völlig unbestritten (100’000 sind die Hälfte von 200’000). Dies heisst aber nicht, dass es sich bei der WEA um eine Halbierung der ARMEE handelt. SOLLBESTAND und ARMEE sind eben nicht dasselbe. Wie Div aD von Orelli richtig schreibt, handelt es sich hierbei um eine Mär, die notabene auch der Bundesrat nie so vertreten hat.

Die Entwicklung der Bestände wird in der jährlich erhobenen Armeeauszählung dargestellt. Diese Berichte werden jeweils veröffentlicht.

Felix Lambrigger

Sie schreiben: „SOLLBESTAND und ARMEE sind eben nicht dasselbe“. Wie, bitte, ist das zu verstehen? Auf der HP des VBS werden für das Jahr 2015 genau 128’962 AdA’s (ohne Rekruten) ausgewiesen. D.h.: der Soll- resp. Mindestbestand wäre sogar unter 100 T., da es gem. VBS für einen Mindest- oder Sollbestand von 100T einen Effektivbestand von 140T braucht. Der Bestand (wie immer man den nennt) könnte durch zwei Massnahmen erhöht werden (so man denn will). 1. Die Leute länger in der Armee halten (höheres Entlassungsalter ect.) 2. Weniger in den Zivi stecken. Ich kenne einige Zivi’s die nicht Dienstuntauglich sind. Man… Weiterlesen »

Adrian Murer

Herr Braun sie sagen es ja selber, Der Sollbestand wird halbiert, Punkt! Die Angaben auf dem Referendumsbogen sind also korrekt. Wenn sie jetzt argumentieren, dass die Armee sowieso bereits jetzt nur einen Effektivbestand von 170’000 hat ändert dies nichts. Der heutige gesetzliche Sollbestand ist 200’000 Mann…Wir wollen nicht das ein Sollbestand von 100’000 Mann ins Gesetz geschrieben wird!! Lieber steht ein Sollbestand von 200’000 Mann im Gesetz und wir haben 170’000 Mann, als das ein Sollbestand von 100’000 Mann im Gesetzt steht, wovon wir dann noch 70’000 Mann haben….(Ich weiss es wird ein Effektivbestand von 140’000 Mann versprochen aber daran… Weiterlesen »

Hermann Graf

Nur kurz zum Rechnen. Vergleichen Sie bitte die Zahlen vom CdA, André Blattmann, vom 29. April 2016, also letzten Freitag in Bern, beim Treff der Miliz-Organisationen auf seiner PPP „Herausforderungen – Die Schweizer Armee heute/morgen“ auf Seite 17. Da heisst es: Sollbestand heute plus Reserve = 200’000. Effektivbestand heute 170’000 und mit der WEA 140’000 = minus 20 %. Also keine Halbierung. Dann: Sollbestand heute 200’000 und WEA 100’000 = minus 50 % = Halbierung. Nur muss man die Halbierung von was im Vergleich zu was ins richtige Licht rücken. Es gibt auf dem Sparguthaben nur noch wenig Zins im… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Habe erst jetzt Herrn Düggelins Antwort auf meine diesbez. Frage gelesen (Beda Düggelin, 28. April 2016 at 16:46). Danke für dieses Statement. Gebe Ihnen da zu 100% Recht. Die von Ihnen genannte nötige Summe würde auch die von mir schon mehrmals gestellte Forderung nach bestimmten Rüstungsgüter besser ermöglichen, als meine fast zu tief angesetzten 7 – 8 Mrd. per Jahr. Denn es ist nicht nur wichtig, was wir kaufen. Sondern auch, in welchem Zeitrahmen. Denn eines ist sicher: wenn es doch mal zum „Super-Bäng“ zwischen Nato und Russland kommt, würden wir grösste Mühe haben, noch alles nötige Material überhaupt zu… Weiterlesen »

Robert Hänggi

Das Grosi aus Genf ist eine fanatische Pazifistin und Armee-Abschafferin der übelsten Sorte und hat schon immer eigenmächtig gehandelt. So hat sie auch die Neutralität der Schweiz auf das Schlimmste verletzt als sie ganz eigenmächtig – was denn sonst?! – im Kosovo die Schweizer Botschaft eröffnet hatte. Im Parteiprogramm der grössten und achlimmsten Landesverräter-Partei heisst es schliesslich nicht umsonst: Abschaffung der Armee, Abschaffung der Neutralität, Überwindung des Kapitals, einen raschmöglichsten EU-Beitritt. Auch ihr Kopftuchauftritt bei Ahmadinedschad in Teheran war typisch für eine solche Querschlägerin und Selbstdarstellerin wie die Calmy-Rey aus Genf. Und dann wollte sie sogar auch noch unsere Soldaten… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Danke für Ihren Post, Herr Hänggi. Auch und ganz besonders für jenen über den „geschniegelten Kater“ aus Neuenburg. Sie sprechen mir aus der Seele.

Robert Hänggi

Auch Didier Burkhalter ist nur ein Günstling der marxistisch-leninistisch orientierten SP sonst wäre er nämlich nie Bundesrat geworden.

Come dice il signor Martin Von Orelli,le persone che non prestano servizio militare per un servizio civile,potrebbero per esempio prestare servizio militare nel sostegno e nella logistica,così che si ha la possibilità di aumentare gli effettivi delle truppe da combattimento!

Willy P. Stelzer

Wir können so lange diskutieren wie wir wollen. Denn eines steht fest: Die WEA-Armee kann ihren Auftrag gemäss Bundesverfassung, Art. 58, nicht erfüllen. Siehe ASMZ Nr. 07, Juli 2013, Seite 6, oben links – Interview von BR Ueli Maurer durch Peter Schneider, Chefredaktor und Hans Wegmüller, Redaktor ASMZ. Daraus folgt: Referendums-Bogen gegen die Halbierung der Armee mit sechs Unterschriften aus der gleichen politischen Gemeinde ausfüllen und SOFORT zurück senden.