Finanzkontrolle rüffelt Rüstungsbeschaffung des Bundes

Vor exakt zwei Jahren versenkte das Stimmvolk den Kauf des Kampfjets Gripen. Wie nun ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zeigt, behalten Deals zwischen der Schweiz und Schweden, die vor der Abstimmung mit dem Hersteller Saab eingefädelt wurden, ihre Gültigkeit. «Saab und seine Zulieferer können bis 2018 in der Schweiz Gegengeschäfte geltend machen, obwohl die Beschaffung des Gripen-Kampffliegers in der Volksabstimmung gescheitert ist», schreibt die EFK. Diese Praxis sei zu hinterfragen. Befürchtet wird, dass Beschaffungen nicht ordnungsgemäss erfolgen.

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Hanspeter Kocher

Wen wundert’s ? Das ist ja wirklich nichts Neues. Das könnte zum Beispiel laufen unter „Konventionalstrafe für eine gebrochenen Vertrag“. Und irgendjemand hat dazu forfait seinen Segen gegeben, und jetzt kommt das grosse Gejammer. Vielleicht (und hoffentlich) schafft’s die EFK, den richtigen Leuten mal einen währschaften Tritt in den Hintern zu versetzen.

Nachsatz:
Und die Schweden (und einige andere auch noch) lachen sich ins Fäustchen, dass die Schweizer so blöd sind (wobei ich ihnen leider recht geben muss).

Lambrigger Felix

Habe ich schon erwähnt, dass ich am Sonntag an einem Anlass war, wo Herr Andreas Glarner zum Thema „Sicherheit“ einen Vortrag hielt? Er kritisierte dabei die WEA ziemlich deutlich. Unter anderem sagte er, dass es ein Witz sei, der Schaffung einer dritten Panzerbrigade als Trostpflästerli zuzustimmen, um die WEA-Gegner einzulullen. Das er damit recht hat, wusste ich schon vorher. Habe mich aber nun noch genauer auf den Seiten des VBS und der Pz-Brigade 11 informiert. Gesamtbestand Pz87 Leo2 WE: 134 Stück. Davon sind 84 der Pz-Brigade 11 zugeteilt. Bleiben als für die Einser noch genau 50 Stück übrig. Und wie… Weiterlesen »

Ueli Gruber

„Îch glaube, es wird Zeit, dass man diese Journalisten-Baggage hinter Stacheldraht-Zäunen versorgt. Nur zu deren eigener Sicherheit, natürlich.“

Solche Ideen haben unsere nördlichen Nachbarn im letzten Jahrhundert verwirklicht.

Die Menscheit scheint wenig gelernt zu haben. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu bewahren und zu schützen gilt – auch wenn es um Meinungen geht, die mir gar nicht passen, die unbequem sind und mit denen ich absolut nicht einverstanden bin.

Lambrigger Felix

Na Bravo, Herr Gruber. Mich würde interessieren, ob Ihr unerschütterlicher Meinungsfreiheitsglaube auch noch dreht, wenn jemand die Meinung vertritt, Ihre ganz persönlich Freiheit, und Ihr Wohlergehen zu beschneiden. Und wenn es nun um die Freiheit und Selbstbestimmung unseres ganzen Landes geht? Auch dann noch? Es ist peinlich und stossend, wenn „Toleranz“ in Blödheit umkippt.

Ueli Gruber

Ja, absolut. In einem Land, das diese nicht zulässt, möchte ich nicht leben müssen. Dafür hätte ich auch nicht 1200 Diensttage geleistet.

“Meinungsfreiheit ist die Grundlage der Menschenrechte, die Quelle der Menschlichkeit und die Mutter der Wahrheit. Die Meinungsfreiheit zu strangulieren, tritt die Menschenrechte mit Füßen, erdrosselt die Menschlichkeit und unterdrückt die Wahrheit.”
Liu Xiaobo

S. Gerber

Ich stimme U. Gruber zu. Ich mag zwar weder SP noch GSoA. Es gehört aber zur Stärke unseres Landes, dass wir auch Organisationen zulassen, die gegen unsere Armee sind.

S. Gerber

Das die Schweizer bei jeder Verhandlung mit dem Ausland jeweils über den Tisch gezogen wurden, weiss man seit der Sache mit den Holocaust Geldern und den Banken.

Hohermuth

Das ist Fact. Schweizer (Beamte oder aus Privatindustrie) können schlichtweg nicht verhandeln. Und viele unserer Juristen sind ebenfalls unfähig oder unwillig (liebe und nette eben) für die CH gute Verträge zu verfassen und die Manager entsprechend zu briefen auf was sie pochen müssen. Ist nichts neues.

Lambrigger Felix

S.Gerber und Hohermuth sprechen da die wohl grösste Schwäche „bei uns“ an. Ein Beispiel ist z.B. auch der „Euro“Airport Basel. Die Franzosen gaben ein bisschen Land, die Schweizer übernahmen die gesamten Baukosten (wie viele Mrd. bis heute?), und das Sagen haben die Franzosen ganz alleine. Zoll- und Telecom-Fragen usw. Blöder konnten sich“unsere“ Leute nicht über den Tisch ziehen lassen.