Die Armee im Kampf mit sich selber

Eigentlich hätten die Chefs der Schweizer Armee allen Grund für einen Triumphzug. Denn eigentlich läuft es für die Armee so gut wie seit über einem Vierteljahrhundert nicht mehr: politisch, finanziell, stimmungsmässig.

In der jüngsten sicherheitspolitischen Umfrage der ETH Zürich erklärten 80 Prozent der Befragten, die Schweizer Armee sei «unbedingt» oder «eher notwendig». Derart hohe Zustimmungswerte gab es letztmals 1983, im Kalten Krieg. Wie damals stimmen die Bürgerlichen im Parlament heute wieder geschlossen für das Militär. Soeben haben sie den Bundesrat gezwungen, beim Militärbudget die Trendwende nach oben einzuleiten. Auch der Weiterentwicklung der Armee (WEA) stimmte das Parlament klar zu. «Eigentlich», sagt Stefan Holenstein, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG), «läuft für die Armee alles wie gewünscht.»

Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Kommentar:
Danke dem Tagesanzeiger für diese sehr gute Lagebeurteilung und die erhellende Grafik.

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Felix Lambrigger

Als ich heute morgen (Montag) den Tages Anzeiger (online) aufsuchte, traute ich meinen Augen nicht. Tatsächlich ein guter Artikel. Wer den noch nicht gelesen hat, sollte es online tun. Da ist die Talfahrt „eindrücklich“ zu sehen. Finanziell, Personell wie auch materiell. Was mir da fehlt, ist der Hinweis, dass das nun aktuelle Verteidigungs-Budget von 5 Mrd. auch nicht ausreicht, um die mindest nötige Armee zu finanzieren. Was den Hackerangriff anbelangt, so wachsen bei mir die Zweifel, dass da überhaupt was war. Und warum ausgerechnet durch die Russen? Was hätten die davon? Wenn überhaupt, dann schon eher die Nato, als „Russe“… Weiterlesen »

Richtig Herr Lambrigger!La Nato persegue solo gli interessi politici americani!Mosca é più vicina dell`America ed é ancora in Europa!E molta politica che persegue la Russia é a livello più democratico che la rispettiva America. Vedremo le prossime elezioni questo autunno del nuovo presidente americano. La Svizzera neutrale e armata, deve rimanere fuori da tutte queste associazioni come la Nato ecc.Vediamo come molti stati vengono comandati da burocrati e tecnocrati senza scrupoli che vogliono mandare a combattere e morire dei soldati solo per i loro interessi. Se dobbiamo lottare dobbiamo lottare solo per la Nostra nazione.Non voglio che i nostri figli… Weiterlesen »

Rudolf P. Schaub

Die Aussage von Oberst i Gst Stefan Holenstein, Prsäsident SOG, ist bemerkenswert. Sie zeigt, wie bescheiden die wichtigsten Repräsentanten der militärischen Verbände geworden sind. Für die kaputt gesparte Armee sollen in Zukunft jährlich CHF 5’000’000.00 ausgegeben werden, was nicht geschehen wird. Aber selbst wenn der genannte Betrag zur Verfügung stehen würde, könnte der bestehende Investitionsstau nicht abgetragen werden. Ein neues Kampfflugzeug und eine neue terrestrische Flab sind unerschwinglich. Demzufolge funktioniert die WEA-Armee zum Vorneherein nicht. Es handelt sich um eine Luftschloss-Armee, welche mit einem erfolgreichen Referendum beerdigt werden muss. Wer meint die kaputt gesparte Armee finde Partner-Armeen, welche ihr bei… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Ein Leserkommentar von heute im der BaZ zum Thema:
von Franz Zimmerer, 13:13 Uhr
„Je höher der relative Wohlstand und die Finanzkraft eines Staates, desto sinnfreier sind Investitionen in die militärische Verteidigung. Sicherheit schafft man heute mit einem absoluten Verhandlungswillen sowie grosszügigen Finanzhilfen. Merkel und Juncker weisen den Weg.“
Wenn ich solche Kommentare lese, wird mir richtig schlecht (kotzübel).
Dieser feine Herr hat noch nie was von Chamberlain (seinerzeit Aussenmin. von GB) gehört. Der dachte nämlich gleich wie der Herr Zimmerer. Er glaubte mit A.H. verhandeln zu können. Ergebnis: Polen wurde zerschmettert. Aber es gehört ja zur freien Meinungsäusserung, solchen Zinnober zu verbreiten.

Das Erfreuliche an diesem Bericht sind die 80% der Leute, die eine Armee für
notwendig halten – was sich mit meinen Erfahrungen beim Unterschriften-
Sammeln für unser Referendum deckt. Das ist tagtäglich auf Schritt und Tritt
ein sehr erbauliches Erlebnis und gibt grosse Zuversicht für die Abstimmung!
„Noch ist Polen nicht verloren!“

S. Gerber

Das mit dem Unterschriften sammeln entwickelt sich offenbar leider nicht so, wie das angedacht war. Da scheint noch etwas mehr Effort von allen Seiten notwendig zu sein. 8’300 ist auf alle Fälle keine sehr berauschende Zahl!

Beda Düggelin

Da scheint jemand aber besonders gut informiert zu sein, ich habe ganz andere Zahlen gehört!

Adrian Murer

1. Wie kommen sie auf 8’300?? Ich bin mit einer anderen Zahl informiert worden, welche ich für realistischer Halte….

Xm

Na dann hilft vielleicht wecollect.ch – die Initiative für den Vaterschaftsurlaub knackt mit dieser Plattform gerade 10’000 Unterschriften in 24 Stunden.

S. Gerber

Da müssten wir unbedingt drauf. Es helfen ja auch die Unterschriften der Linken und der GSoA. Wir müssen hier schamlos diese Karte ausnützen.

Wenn wir nicht Vollgas geben, haben wir hier ein Desaster und die WEA wird einfach durchgewunken. Zudem ein massiver Schaden für uns alle.

Hanspeter Kocher

Das sind dort online Unterschriften, ohne jegliche Identifikation und Unterschrift….und damit ohne jeglichen Wert für ein Referendum! Zudem ist das Ganze nicht gratis für ein Referendumskomitee. Ich wage auch gar nicht, daran zu denken, was da alles an Kosten zusammenkommt mit Webinfrastruktur, Aufschaltkosten, Portokosten, und Projektmanagement. Zudem dauert es mindestens 4 Wochen, bis der Prozess läuft (siehe https://wecollect.ch/de/initiate )! Was als als brauchbares Resultat einzig dabei herauskommt, ist der Referendumsbogen, den man per E-Mail zugeschickt bekommt. Das kann man aber einfacher haben unter http://armee-halbierung-nein.ch/wp-content/uploads/2016/04/RefBogen_d.pdf Tip: Die folgenden 2 Links an die Freunde und Bekannten in den E-Mail Kontakten verschicken mit… Weiterlesen »

Thomas Müller

Kleine Ergänzung Herr Kocher: Man kann den Referendumsbogen direkt ausdrucken, ohne eine richtige E-Mail-Adresse anzugeben. Diesen ausgedruckten Unterschriftenbogen mit Namen und Unterschrift ergänzen, falten, zukleben und portofrei in den nächsten Briefkasten. Eine einfache und praktische Art eine Initiative oder eine Referendum zu unterstützen – zeitgemäss und modern.
Richtig ist aber, dass auf das Referendungskomitee ein paar Kosten zurückfallen.
Wenn man das Referendum jedoch gratis haben will, sei auf die genannten Links verwiesen.

Und ja, die frischen, jungen Betreiber der Website wecollect, nehmen nicht alle und alles was Unterschriften sammelt.

Robert Hänggi

S. Gerber Sie hören wohl sogar noch das Gras wachsen!

Felix Lambrigger

Wer sich – wenn auch nur teilweise – einer „unentgeltlichen“ Organisation ausliefern möchte, sollte zuerst eruieren, wer denn da wirklich dahintersteht. Habe ich gemacht. Und was ich gesehen habe, verstärkt mein Misstrauen. Würde mich dann doch interessieren, wie viele Unterschriften denn nun die Herren „Xm“ und „S.Gerber“ selbst gesammelt haben. Ist nur eine Frage.

S. Gerber

Wahrscheinlich mehr als Sie!

Besonders einfach bekomme ich Unterschriften von Linken. Warum? Die unterschreiben alles, ohne das Kleingedruckte zu lesen. Wenn man dann noch erklärt, es gehe „GEGEN die Weiterentwicklung der ARMEE“ hat man sie auf sicher.

Hanspeter Kocher

So clever ! 🙂

Gotthard Frick

Zum von Rudolf P. Schaub zitierten Satz:
Wer meint die kaputt gesparte Armee finde Partner-Armeen, welche ihr bei der Verteidigung der Schweiz schon beistehen werden, ist ein Tagträumer.

Nein schlimmer: Ein völlig dekadenter Mensch, der erwartet, dass BürgerInnen anderer Völker für ihn sterben und die Kosten einer glaubwürdigen Armee tragen sollen.

Gotthard Frick