Oesterreich: Mehr Soldaten und Kasernen

Für viele Menschen ist es die lang ersehnte Trendwende beim Bundesheer: Es wird wieder mehr Soldaten und Kasernen geben. Die Militärkommandos in den Bundesländern werden gestärkt, und die Fähigkeiten für Auslandseinsätze verbessert. Das sind Eckpfeiler der Strukturreform, die Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil am Freitag präsentierte.

Kurz nach seinem Amtsantritt stoppte Doskozil den Verkauf von Kasernen. Jedes Militärkommando soll künftig ein Jägerbataillon unterstellt bekommen. Dafür müssen fünf zusätzliche Bataillone formiert werden. Es ist für die Soldaten eine neue Erfahrung. Die letzten Verbände wurden 1978 aufgestellt. Seither wurde nur mehr reduziert und stillgelegt. […]

Wohl ist ein Infanterist mit 35 Jahren zu alt für den Knochenjob am Maschinengewehr. Und es kann nicht jeder ein General werden. Die bisher ungelöste Frage: Wohin mit ihnen? Auf Basis der allgemeinen Wehrpflicht hat Doskozil darauf eine Antwort. Künftig sollen diese älteren, erfahrenen Soldaten als Ausbildner für die Rekruten eingesetzt werden. […]

Möglich macht Doskozil dieses Neuerungen unter anderem durch Einsparungen im Verteidigungsministerium und bei der Kommandostruktur. Im Ministerium wurde unter anderem eine Sektion gestrichen.

Beitrag auf kurier.at – salzburger24.at

Kommentar:
Neidisch blicken wir gegen Osten. Da werden sogar kreative Lösungen gefunden! Gut ausgebildete und erfahrene Soldaten werden in der Ausbildung eingesetzt. Der Rotstift wird beim Wasserkopf angesetzt. Und die Schweizer Armee? „Wir“ rennen in die umgekehrte Richtung und schreien beglückt vom eigenen Schulterklopfen ‚Hurra WEA!‘
Und noch etwas: Hier gibt es eine „Bundesheerreform“ innert Monaten…!

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4 Kommentatoren

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Felix Lambrigger

Aufrüsten und mehr Soldaten, wohin man auch blickt. Nur bei uns nicht? Es wird Zeit, dass man diese WEA-Klotzkoöfe bei uns unsanft aus ihrem Geschnarche erweckt, und die übrigen Armee-Gegner zur Seite schiebt. Auf demokratische Art und Weise, versteht sich. Wer Volksentscheide missachtet (durch ignorieren, verwässern, verzögern), muss umgehend aus seinem (allzu) bequemen Sessel gejagt werden. Muss man noch Namen nennen?

Adrian Murer

Ihre klaren Worte werden wohl den einen oder anderen höheren Offizier klar treffen, dennoch haben sie absolut recht! Danke!

Es müssen nun endlich die Zeichen der Zeit erkannt werden! Es kann doch nicht sein das wir das einzige Land in Europa sind, dass die eigene Armee nicht aufrüstet.

Peter Steiner

Gut die Österreicher machen aber auch aus jedem Fliegenschiss eine Reform und dass eine solche Bonsaiarmee wie Österreich sie hat, nicht weiter schrumpfen kann versteht sich ja auch von selbst. Also ein Neid auf das Bundesheer von Österreich kann nur gelogen sein, denn das Bundesheer steht auf Messer’s Schneide.

Robert Hänggi

@Peter Steiner Sie haben in allen Punkten vollkommen Recht. Das Bundesheer ist von der SPÖ hauptsächlich aus ideologischen und nicht etwa aus Spargründen zerstört und an die Wand gefahren worden. Das Bundesheer ist sogar nicht einmal mehr in der Lage seinen gesetzmässigen Auftrag „Land und Volk in einem Krieg zu beschützen und zu verteidigen“. Und dies betrifft ebenfalls auch den Katastrophenschutz. Es ist mir deshalb schleierhaft warum wir jetzt plötzlich auf eine solche Rumpfarmee, welche nicht einmal mehr die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und einhalten kann, neidisch sein sollten. Was jetzt in Österreich eigentlich passiert ist ein Mindestmass an Aufrüstung und… Weiterlesen »

Robert Hänggi

@ Peter Steiner Ich kann Ihre Ansichten voll und ganz bestätigen hier sind noch einige Informationen https://www.youtube.com/watch?v=RKiUHGmdNOI
Es gibt also keinen einzigen ersichtlichen Grund neidisch nach Osten zu blicken. Viel mehr blicken wir wohl eher gemeinsam in die Röhre.

Robert Hänggi

@Peter Steiner Könnte nicht nur für Sie interessant sein https://www.youtube.com/watch?v=W87cW1Pyf1g

Robert Hänggi
Robert Hänggi