Die Nato umwirbt die Schweiz

Die Nummer zwei der Nato, der amerikanische Vizegeneralsekretär Alexander Vershbow, weiss um die ausgeprägte Nato-Skepsis in der neutralen Schweiz. Das hindert ihn aber nicht an Avancen: «Das Gute an den Nato-Partnerschaften ist ihre Flexibilität – deshalb können auch neutrale Staaten vieles gemeinsam mit der Nato machen.»

Schweden, Finnland und inzwischen sogar Österreich bewegen sich auf die Militärallianz zu. Die Schweiz zögert jedoch. Vershbow bedauert das. «Wir hoffen, dass die Schweiz erkennt, wie auch sie von mehr Kooperation profitieren kann.» […]

«Ich könnte die Liste mit Kooperationsmöglichkeiten problemlos verlängern», sagt Vershbow. Der Zusammenarbeit ist aus Sicht der Nato kein Limit gesetzt, oder wie Versbow es ausdrückt: «Der Himmel ist das Limit.»

Beitrag auf SRF.ch

Kommentar:
Die mächtige NATO will uns? Oh, wie schmeichelhaft…!“ Solche Avancen werden in Bern bestimmt bei einigen heimlichen NATO-Turbos auf offene Ohren stossen und die Grossmachtgelüste befriedigen. Das passt exakt ins Gesamtkonzept. Mit der WEA erfüllt die Schweizer Armee die Anforderungen an eine Annäherung: Zu klein für die eigenständige Verteidigung und damit auf „Partnerschaften“ angewiesen. Selbst der SOG-Präsident hat im Interview eine engere Zusammenarbeit begrüsst.

Wer diese Gefahr am Horizont erkennt, muss nun unbedingt das Referendum gegen die Halbierung der Armee unterschreiben.

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8 Kommentatoren

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Adrian Murer

Jetzt ist es offensichtlich was hinter den Kulissen abläuft! Es wird ein NATO-Betritt ohne Volksabstimmung vorbereitet – das ist einfach unerhört! Die WEA ist genau das richtige Projekt für einen NATO-Betritt. Hinterher wird man sagen, mit 100’000 Mann können wir uns nicht mehr autonom verteidigen also sind wir auf die Kooperation mit der NATO angewiesen… Dabei sind sicher 70%-80% der Schweizer und Schweizerinnen gegen einen Beitritt. Das ist wirklich skandalös! Daher: aufwachen und Referendum unterschreiben!

Via dalla NATO.La Nato é solo il braccio lungo dell`America sull`Europa.E l`Europa é diventata una colonia degli Stati Uniti,senza poter più decidere il proprio destino.Svegliamoci che è ora!

Felix Lambrigger

Die Schlange auf dem Baum hat zu uns gesprochen! Es ist eine Riesen-Natoconda. Hat sie uns erst einmal da, wo sie uns haben will, wird sie sich um uns schlingen und erdrücken. Unsere Jungs müssten dann wie im Russland-Feldzug des kleinen Korsen die Drecksarbeit machen.
1798, als dessen „gloriose“ Truppen Bern von norden her zu Fall brachten, taten tausende von Bernern und andere Eidgenossen Kriegsdienste in anderen Staat. Auf dem ganzen Kontinent. 18’000 sollen es gewesen sein. Die fehlten an der Heimatfront. Das soll sich nicht wiederholen.
Könnte jemanden diesen Vershbow zu einer „Besichtigung“ der Holen Gasse einladen?

Rudolf P. Schaub

Wer wissen will, was von einem NATO-Beitritt zu halten ist, bestelle die Schrift „Verteidigung der Schweiz in Kooperation mit westeuropäischen ‚Partnerstreitkräfte‘ bzw. der NATO – Eine untaugliche Option!“ Adresse: schaub@schaub-law.ch; Kosten: CHF 5.00 + Versandkosten

Beda Düggelin

The sky is not the limit Mr. Alexander Vershbow, but there is no Swiss airforce ordered from the United States! We would rather buy a russian version.

S. Gerber

Dream on, Mr. Düggelin.

Die Schweiz hat bis jetzt noch jeden Kniefall vor den USA gemacht: Holocaust Gelder, einseitiges Freihandelsabkommen, Codes der Stinger, Steuerstreit mit den Banken, Sanktionen gegen Iran und Kuba, usw.

Beda Düggelin

Sie haben natürlich absolut recht, Herr Gerber, meine Bemerkung war auch ironisch gemeint.
Bundesrat und Parlament lassen das VBS weiter träumen!

Felix Lambrigger

In der heutigen NZZ-Onlineausgabe (Mittwoch) ist ein Interview mit G. Parmelin zu lesen. Interessant und grössten Teils vernünftige Äusserungen. Irritierend fand ich einzig seine Ansicht bezüglich des WEA-Referendums (er sei enttäuscht). Sehr geehrter Herr Parmelin: diesbezüglich bin ich enttäuscht von Ihnen ! Sehr enttäuscht. Wenn Sie wirklich informiert sind, müssten Sie wissen, dass die ganz grosse Mehrheit der SVP schon unterschrieben hat (das Referendumgs). Langjährige Mitglieder haben mir versichert, dass auch die meisten Parlamentarier der SVP schon unterschieben hätten. Dass der Zahlungsrahmen für das Armeebudget beim Zustandekommen auch nicht mehr sicher sei, halte ich für eine Mär, Herr Bundesrat. Um… Weiterlesen »

Thomas Müller

@Felix Lambrigger
betr. WEA-Referendum : Ihr Kommentar: „Wenn Sie wirklich informiert sind, müssten Sie wissen, dass die ganz grosse Mehrheit der SVP schon unterschrieben hat (das Referendumgs)“. Meinen rechnerischen Fähigkeiten gemäss, sollten dies bereits mehr als die lächerlichen 50’000 Unterschriften ergeben.
Herr Vollenweider, dipl. Ing. ETH, Kantonsrat ZG, Präsident GG, schrieb mir noch vor drei Tagen, dass “ Trotz enormem Mittel-Einsatz haben wir die bis zum 7. Juli notwendigen Unterschriften aber bisher noch nicht erreicht. “
Herr Lambrigger, offenbar ist eine der Aussagen falsch oder „Um nicht zu sagen – eine Lüge.“
Ich amüsiere mich tagtäglich an den Beiträgen in diesem Forum.
Keep on rockin‘!

Felix Lambrigger

Herr Müller: Es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Nämlich die, dass Ihre Behauptung eine Lüge ist !

S. Gerber

Es wäre dann am Schluss einfach beschämend, wenn das Gros der Unterschriften dann doch von der GSoA Splittergruppe gegen die WEA kommt.

Die Leute taugen militärisch zwar nichts, aber Unterschriften sammeln, das können sie (besser als wir). Das müssen wir neidlos zugestehen.

Felix Lambrigger

Kurze Frage, Herr Gerber: Wie viele Unterschriften haben Sie denn schon bei den GSoA-Leuten eingeheimst?

S. Gerber

Ich bin nicht direkt mit der GSoA Splittergruppe in Kontakt. Da müssen Sie GG fragen, aber besser nicht öffentlich auf diesem Forum.

Es gibt keine Kontakte zur GSoA.

S. Gerber

😉

Beda Düggelin

„Beurteile den Menschen nicht nach seinen Worten, sondern nach seinen Taten“, wie treffend.
Es ist Ihnen natürlich freigestellt, Herr Müller, sich an den Beiträgen in diesem Forum zu amüsieren, es wäre allerdings ihre Bürgerpflicht, einen wirklich kosntruktiven Beitrag zu leisten. Sie leisten zumindest mit ihren Kommentaren keinen Mehrwert!

Thomas Müller

Um bei Ihren geliebten Zitaten zu bleiben hätte ich da auch grad ein treffendes – sozusagen als (von Ihnen vermissten) Mehrwert:
„Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten.“
Stammt übrigens von Mahatma Ghandi, der zwar schon 1948 gestorben ist, jedoch einiges mehr für das Wohl und den Frieden in unserer Gesellschaft beigetragen hat als es sämtlichen GG-Mitglieder zusammen je möglich sein wird.
Soviel mal etwas zu unseren „Bürgerpflichen“.

Beda Düggelin

In der Tat Herr Müller, mit Ihrer Verfechtung der Armeehalbierung übernehmen Sie das Gedankengut Mahatma Ghandis, seine Grundhaltung Satyagraha, das beharrliche Festhalten an der Wahrheit, umfasst neben Ahimsa, der Gewaltlosigkeit, noch weitere ethische Forderungen wie etwa Swaraj, was sowohl individuelle als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung bedeutet. – Warum aber, so frage ich Sie braucht denn die Schweiz noch knapp 50 Generäle wenn Sie doch die Armee ganz abschaffen wollen? Wenn Sie die Gedanken von Gandhi aufmerksam lesen, werden sie feststellen, dass Gewaltlosigkeit und politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung einander widersprechen. – Jedes Volk hat eine Armee, entweder die eigene, oder… Weiterlesen »