Der Ausverkauf geht weiter: Artilleriewerk zu verkaufen – für 200’000 Franken

Aktuell hat die armasuisse das Artilleriewerk A1680 La Braye (Château d’Oex) für 200’000 Franken zum Verkauf ausgeschrieben. Inbegriffen ist das dazugehörige «Chalet». Die Grundstückfläche beträgt fast 20’000 Quadratmeter. Die Eingabezeit ist mit 22. Juli im Vergleich zu anderen Objekten sehr kurz angesetzt.

Informationen auf homegate.ch (!) – Infos auf festung-oberland.ch

Kommentar:
Der Abbau geht weiter – auch ohne einen demokratischen Entscheid.

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Marc Dutoit

Sehr gut, wenn solche alten und unnützen Bauten verkauft werden, der Armee dienen sie eh nicht mehr. Schade nur, dass solch wichtige Bunker nicht obligatorisch als Museen erhalten werden, da besteht immer die Gefahr, dass ein wichtiger Teil unserer Geschichte verloren geht

Unnütz? Die geografische Lage dürfte jeweils pro Werk einmalig sein. Will man eines Tages an diesen Stellen (welchen sonst?) wieder eine Sperre errichten, hätte das Werk als Ausgangslage hervorragende Dienste leisten können.

Kuede

Sicher wieder ein Werk von Botschafter Catrina.
Es reicht langsam mit der Verschleuderung von Armee-Material und -Bauten.
Wann bietet der Verteidungsminister endlich Einhalt?

Beda Düggelin

Nur bedingt einverstanden, diese Bauten sind Zeugen einer einstmals glaubwürdigen Schweiz, nun ist die Glaubwürdigkeit in Punkto Sicherheitspolitik längst verloren. Es gibt bereits genügend Anlagen, welche besichtigt werden können. Irgendwie beschleicht einem bei der Besichtigung ein merkwürdiges Gefühl der heutigen Ohnmacht, wenn man diese bewundernswerten Anlagen besucht.
Dies ist wohl eine falsche Art der Fremdverkehrsförderung. Die Schweiz macht auf ihre eigenen heutigen Schwächen geradezu aufmerksam.
Aber ein Artilleriewerk zum kommenden 1. August, das wär doch was!

Adrian Murer

Sie wissen schon das die gesamte Kampfinfrastruktur (Festungen, Bunker, Speeren) und 3 Flugplätze mit der WEA geschlossen werden? Sollte in den nächsten 20 Jahren in Europa ein Krieg ausbrechen (ist meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich, siehe Ukraine), wird die Schweiz völlig schutzlos sein!!! Wir haben 2. Weltkriege überstanden, aber nicht weil die Bürger zu Hause Tee tranken und Zeitung lasen sondern weil sich unser Land in allen Bereichen (Wirtschaft, Militär, Versorgung, Bildung etc., etc.) auf den Krieg vorbereitete!! Heute haben viele das Gefühl das wir die nächsten 100 Jahre in Europa keinen Krieg mehr haben werden, das ist eine absolut… Weiterlesen »

Willy P. Stelzer

An Adrian Murer: Sie haben vollkommen recht mit Ihrer Ansicht und Einschätzung der Lage. Im 2. Weltkrieg wurden wir von Nazi-Deutschland hauptsächlich darum nicht angegriffen, weil unsere damalige Armee eine Dissuasions-Wirkung hatte und sich die Wehrmacht keine 12 Angriffs-Divisionen auf die Schweiz leisten konnte. Wer in der heutigen Bedrohungslage unser Land und seine Bevölkerung mit einer Luftschloss-Armee von 100’000 Mann verteidigen will, gehört zur Gilde der Traumtänzer.

Hansjurg Kohler

Ich habe ernsthafte Zweifel, dass solche permanente Befestigungen in der heutigen Situation noch einen Sinn ergeben. Wenn man sich die “Behandlung” der gehärteten irakischen Ziele durch die Amerikaner während der Operation Iraqi Freedom im Jahre 2003 anschaut, ist es eigentlich klar, dass solche Ziele mit relativ geringen Kosten erfolgreich bekämpft und vernichtet werden. Man muss davon ausgehen, dass sämtliche relevante Ziele in der Schweiz bei einem potentiellen Gegner bekannt sind, inklusive den nötigen GPS Daten. Mit diesem Wissen und den heute erhältlichen sogenannten Abstandswaffen wie die JDAM oder auch eine BLU-116 kann ein solches Artilleriewerk oder auch ein Bison Geschütz… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Von der Technik der heutigen (möglichen) Kampfmittel her gebe ich Ihnen Recht. Wenn ich den Faden aufnehme, und weiterverfolge, gebe ich allerdings zu bedenken, dass nicht unbedingt jeder Angreifer über die von Ihnen erwähnten Kampfmittel verfügen muss (z.B. bei losgelösten Kampfverbänden, die keine Luftunterstützung, wohl aber schwere Waffen wie Panzer haben). Man kann nicht jedes Werk über den gleichen Kamm scheren. Über den Nutzen des La Braye kann ich nichts sagen. Aber es gibt Werke, die ich nicht weggeben würde. Einfach abschliessen und versiegeln. Die fressen sicher nicht so Heu weg, dass die Beschaffung moderner Geräte in Gefahr wäre. Da… Weiterlesen »

Adrian Murer

Aber die Luftwaffe existiert ja bald nicht mehr!! Ob neue Kampflugzeuge einmal kommen ist fraglich und wenn sie kommen gibt es zu wenig Flugplätze, weil viele mit der WEA geschlossen werden….

Ausserdem sind ja nicht nur Festungen betroffen. Egal was sie für eine Armee haben (Konventionell oder Anti- Terror) es braucht immer gesicherte Bunker für Munition, als Kommandozentralen, als Spitäler, als Unterkünfte etc.)

Zu den GPS Daten: Ja aber dann müssen sie halt eine Flab haben die solche Raketen abfangen kann. Bodluv ist momentan sistiert…

Willy P. Stelzer

Antwort an Adrian Murer: Vollkommen einverstanden. Und deshalb gilt es die Umsetzung der WEA-Armee mit allen Mitteln zu verhindern. Was ist zu tun? Erste und in den nächsten Tagen einzige Priorität: Sich engagieren und umgehend weitere Unterschriften gegen die Halbierung der MILIZ-Armee sammeln und sofort ans Bürgerkomitee absenden. Die Zeit drängt! Ueber das kommende Wochenende finden überall Anlässe statt. Beste Gelegenheit Unterschriften zu sammeln – immer sechs aus der gleichen politischen Gemeinde. Ihre tatkräftige Unterstützung ist mehr denn je gefragt!