Wirbel um Armee-Drohnen: Zu schwerer Motor

Die Flügel der neuen Drohne müssen wegen Problemen mit dem Schwerpunkt anders positioniert und zudem je um ungefähr 90 Zentimeter verbreitert werden. Sie erhalten auch ein neues Profil. Das ist die Folge davon, dass die Schweizer Armee die sechs neuen israelischen Drohnen des Typs Hermes 900, die sie für 250 Millionen Franken kauft, mit Diesel betreiben will. Die Motoren dafür sind fast doppelt so schwer wie die im hergebrachten System benutzten Antriebe, die mit Flugbenzin funktionieren.

Beitrag auf NZZ.ch

Kommentar:
Selbstverständlich ist die Politik wieder einmal überrascht…

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13 Kommentatoren

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Willy Stucky

„Ach, wie gut, dass niemand weiss, dass ich Rumpelstilzchen heiss“, singen Corina, Ida und Prisca, während sie ums Feuerchen tanzen. Und weiter: “Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind.“ Sicherheitspolitikern müssen nichts von Sicherheit verstehen. Hauptsache, sie haben kein Rumpelstilzchen. Und wenn es kritisch wird, eilt ihnen Jacqueline von der Armasuisse zu Hilfe.

Rudolf P. Schaub

Ist nicht schon unzählige Male erklärt worden, man müsse und wolle Produkte ab Stange kaufen, Helvetisierungen könne man sich nicht mehr leisten? Weshalb muss es jetzt ein Dieselmotor sein? Will man einen Beitrag an den Umweltschutz leisten oder kann die Drohne etwas länger in der Luft bleiben?

Felix Lambrigger

Das reiht sich ein in die unendlich lange Liste von kleineren und grösseren Debakeln der Rüstungs-Beschaffung für unsere Armee. Glauben die Pajasse in Bern etwa, sie würden diese Extrawurst nicht extra bezahlen müssen. Erinnert mich etwas an die seinerzeitige Beschaffung der Duro I. Man wollte einen Benziner, weil man riesige Benzin-Vorräte hatte. Die grossen Motoren-Lieferanten winkten aber ab. „Wir liefern Diesel-Motoren, aber keine Benziner für LKW’s“. Dann schwenkten die Intelligenz-Bestien in Bern im letzten Moment doch noch auf einen Diesler um. Da das Fahrzeug-Konzept aber stand, musste man einen hochdrehenden Industrie-Dieselmotor in Italien kaufen. Deshalb der Übername „Heuler“ für den… Weiterlesen »

Lukas Zähner

Die Mirage-Mehrkosten resultierten in erster Linie daraus, dass die amerikanische Taran-Elektronik in den französischen Mirage integriert wurde (mit allen Folgeänderungen, die sich daraus ergaben). Als Folge wurden nur 57 (nicht 60) Mirage beschafft.

Hansjurg Kohler

Richtig Herr Zähner. Und diese Übung wurde nur veranstaltet um die Hughes AIM-26 „Falcon“ Raketen einsetzen zu können. Im Nachhinein vermutlich eine weise Entscheidung, da die Originalbewaffnung mit 2x Matra R.550 Magic und 1× Matra R.530 nicht wirklich mit der Kombination von AIM-9 und AIM-26 mithalten konnten. Die Israelis hatten ihre Siege gegen arabische Flieger bis und mit Sechs-Tage Krieg nur mit den Bordkanonen erzielt.

Steinacher Alexander

Dieselmotoren – für kleine Flugzeuge!? Die neuste Entwicklung aus der grande cuisine des experiences de Berne? Und danach? neue Kampfstiefel mit Dampfantrieb?

Hansjurg Kohler

Dieselmotoren für Flugzeuge sind nicht wirklich neues Konzept: Schon die Junkers Ju-86 in der Ausführung als Höhen-Aufklärer P-1 waren mit Dieselmaschinen ausgerüstet. Die deutsche Luftwaffe setzten diese Flieger 1941 – 1943 über England/Schottland, dem Atlantik und Nordafrika ein. Der Einsatz dieser Antriebseinheit kann schon Sinn ergeben. Ob es bei der Hermes 900 eine Notwendigkeit ist, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden. Insbesondere, da dieser Umbau eine quasi Neukonstruktion des Fliegers beinhaltet.

Hohermuth

Die grünen Fuzzis sind doch wirklich überall. Verteuern oder verunmöglichen alles. Zum Kotzen. Hab langsam echt genug von solchem Unsinn!!!! Alles lassen wie es ist und mit Flugbenzin fliegen. Kanns wirklich kaum fassen wo wir hier gelandet sind. Wir brauchen Beamte mit Füdli, die nicht jeden Quatsch aufnmehmen. Hallo!
Als nächstes sollen die Panzer auf Elektromotoren umgerüstet werden.

Hansjurg Kohler

So, so, der SVP BR Maurer und die Armeeleitung sind also grüne Fuzzis. Selten so einen unqualifizierten Kommentar gelesen, wertes Fräulein Hohermuth.

Hohermuth

Wenn sie diese Anpassung aufgrund von Umweltschutzüberlegungen beantragen, dann ja. Dann haben sie sich von den Umweltschützern beinflussen lassen nur um „im Trend“ zu sein. Das ist Führungsschwäche. Sollten andere Gründe für die Anpassung sprechen, nehme ich den Kommentar zurück. Aber andere Gründe sind aus dem Text der Meldung nicht ersichtlich.

Oberstlt i Gst aD Roger HARR

So einfach ist es leider nicht. Dieselmotoren kommen vermehrt auf, können mit verschiedenen Treibstoffen betrieben werden (auch Jetfuel) und das AVGAS, der alte Treibstoff für Kolbenmotoren, ist langsam vom Aussterben bedroht. Im Norden von Kanada ist er z.B. nur nur zu Apothekerpreisen erhältlich und muss eingeflogen werden. Diesel haben eine grössere Reichweite, haben jedoch oft ein grösseres Leistungsgewicht und sind komplexer und wartungsintensiver. Es geht aber gar nicht primär darum. Es geht um folgende Fragen: 1) Haben die Parlamentarier gewusst, dass eine andere Drohne beschafft wird als jene die evaluiert wurde? 2) Nach welchen Kriterien wurde der Mitbewerber ausgebootet? 3)… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Herr Harr: Ich bin diesbezüglich eher bei Herrn W. Roth. Aber die von Ihnen genannten 4 Fragen sind es auf jeden Fall wert, näher diskutiert zu werden. zu 1) wahrscheinlich nicht, denn sonst hätte sicher einer der Informierten aus dem Nähkästchen geplaudert. zu 2) Da behalte ich meine Meinung (vorerst) besser für mich. zu 3) natürlich der Steuerzahler. Wer denn sonst? zu 4) Die technischen Risiken müssten wohl eher „Beschaffungsrisiko“ genannt werden. Denn siehe dies: „Beschaffungsumfang und -zeitraum Die Beschaffung erfolgt hauptsächlich im Zeitraum 2016 – 2019. Sie umfasst 6 Drohnen inklusive Bodenkomponenten, Simulator und Logistik.“ Den Beschaffungszeitraum kann man… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

MATTO REGIERT
in der armasuisse
Transparenz: null Prozent
Korruption: gegen 100 Prozent
Effizienz: nix, nada, rien
Ergebnis: Geldvernichtungs-Moloch

Bin ja mal gespannt auf den Kommissions-Bericht Ende Jahr zur Korruptionsbekämpfung.

Robert Hänggi

Meister! Die Arbeit ist fertig! Kann ich sie gleich flicken?

Felix Lambrigger

Leute, wir haben gar kein Heer und keine Luftwaffe mehr. Jedenfalls, wenn man auf die Homepage des VBS geht. Da gibt es seit kurzem keinen direkten Zugang mehr zu den Seiten der Armee, des Heeres und der Luftwaffe. Man muss quasi „aussen rum“, um dorthin zu gelangen. Dafür ruckelt die HP des VBS nun ständig auf und ab. Wie das Häschen, das hin und her springt, um nicht abgeschossen zu werden. Einziger Sinn dahinter ist wohl, die Suche nach Infos zu erschweren. Eine Info habe ich dennoch entdeckt. Der durchschn. Stellenbestand bei der armasuisse hat im 2015 gegenüber den Vorjahren… Weiterlesen »

Walter Roth

Oberstlt i Gst aD Roger HARR 5. September 2016 at 13:09 · Reply ——————————————— Herr Harr. Ihr Kommentar ist sicher gut. Aber, es ist für ein Hochtechnologie-Land wie die Schweiz keinerlei Problem den Treibstoff zu bevorraten. Wird er nicht mit Ethanol angereichert, hält er nahezu unbegrenzt. 20 Jahre sind kein Problem. – Also Israel ist ein kleines Land und ein führender Entwickler was Drohnen angeht. Und sie fliegen mit Benzin. Dort ist es machbar, bei uns nicht ? – Nein, ich denke in der Tat auch das das ein Unsinn ist hier nun Diesel zu benutzen. – Sollte es in… Weiterlesen »

Willy P. Stelzer

Aus den Lektionen der vergangenen „Helvetisierungen“ hat man nichts gelernt. Eine der besten Beschaffungen ab Stange war der Kauf der Schützenpanzer M113. Diese werden auch heute noch in verschiedenen Armeen in Kampfgebieten eingesetzt. Was ordnete das Duo Maurer/Blattmann in Turtmann an? 365 Spz (KAWEST mit neuem Motor, neuem Getriebe und Zusatzpanzerung)verschrotten! Heul Dir Helvetia!

Felix Lambrigger

Wie obskur dieser Entscheid zur Abwrackung der M113 ist, zeigt ein andereer „Pro-Entscheid“. Nämlich dieser:

„Nutzungsverlängerung 35-mm-Mittelkaliber-Fliegerabwehrsystem“ welcher ein Teil des RP 2015+ ist.

Bis diese Kanonen an ihren Einsatzort (fremdgezogen) gebracht, aufgestellt, und einsatzbereit sind, ist ein allf. Gegner längst zum Schuss gekommen, und wieder verduftet. Solche Kampfmittel müssten m.M.n. entweder fix installiert, und/oder aber selbstfahrend sein. Eigentlich sind sie nur noch für den Objektschutz einsetzbar. Also fix montiert.
Dem hingegen wären M113 zumind. für gewisse Aufgaben noch gut zu gebrauchen.

Felix Lambrigger

P.S.: Wie veraltet die 35mm-Flak als System ist sieht man man auch auf YouTube.

A) Munition wird am Einsatzort ausgepackt und bereit gestellt. D.h. viel Material liegt dann herum.
B) Die leeren Hülsen werden einfach ausgespickt, und liegen dann auch rundherum (Unfallgefahr). Bei modernen Geschützen gelangen die nach dem Abfeuern in einen Auffangbehälter, der dann von einem Entsorgungs-Fz. abtransportiert wird.

Hallooo? Die Zeiten des 2. WK sind längst vorbei. Das Geld für die erwähnte Nutzungsverlängerung wäre besser in die Entwicklung eines modernen Systems investiert, das dann effizienter funktionieren kann.

Peter Bosshard

Roger Harr ist beizupflichten und die vier Punkte sind in der Tat zentral! Und wo ist jetzt NR A.Amstutz, der vor Jahresfrist mediengerecht und zu Recht gegen teure Helvetisierungen gepoltert hat? Hat jemand etwas gehört?

Felix Lambrigger

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. So auch bei mir. Unter Einbezug meiner weiter oben plazierten Meinungen habe ich bez. der Anschaffung neuer Kampfflugzeuge etc. noch einige Hoffnung. Wie das? Die beiden von Parmelin eingesetzten Gremien sollen bis Ende d.J. oder Anfangs 2017 Ergebnisse liefern. Besonders jener über die Beschaffung erwarte ich mit viel Hoffnung. Endlich einmal hat unsere Regierung einen richtigen Entscheid getroffen, und dann wurde er von einer unheiligen Allianz torpediert. Es wird sich eventuell zeigen, dass die Wahl P’s eine glückliche Fügung war. Es braucht dort jemand, der nicht in alten Seilschaften verstrickt ist, um gute Ergebnisse zu… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Ich mache mir nichts vor. Um den Personalbestand der Armee wieder auf einen akzeptablen Stand, und die benötigten Rüstungsgüter (nicht nur bei der LW) zu beschaffen, die es braucht, wird ein wesentlich grösserer Zahlungsrahmen nötig sein. Und um die nötigen Beschaffungen nicht ins unendliche zu verzögern, muss man mind. die Summe von 7,5 Milliarden nennen (eher mehr). Und was machen unsere Intelligenzbestien des Mitte/Links Parlamentsteils im Juni d.J.? Sie stocken die sogenannte „Entwicklungszusammenarbeit“ auf 11.11 Mrd. auf. Entgegen des Wunsches der SVP. Und selbst der Kürzungsantrag der FDP um 430 Mio. wird von wem sabotiert? Richtig. von einigen FDPlern. Das… Weiterlesen »

Max Zimmermann

Israelische Drohnen?
Eigentlich stellt sich nur die Frage, ob beim Kaufpreis der 6 Drohnen ein Umbau zur Helvetisierung eingerechnet war. Wenn ja, dann hätte erklärt werden müssen, dass zu modifizierende, israelischen Drohnen beschafft werden. Wenn nein, dann zeigt sich einmal mehr, dass sich teuer bezahlte Staatsdiener einmal mehr ein Objekt zur lustvollen Umbaubastelei auf Kosten der Steuerzahler unter den Nagel reissen konnten, selbstredend mit voller Überzeugung, nur das Beste für das Vaterland herausholen zu können.
Wer einmal in einem Staatsbetrieb gearbeitet hat, reibt sich kaum mehr die Augen!