Finnische statt Schweizer Boote fürs Militär

Die Schweiz hat auch eine «Seestreitkraft». Die Motorbootkompanie 10 überwacht auf dem Lago di Lugano und Genfer- und Bodensee die Grenze mit 11 Patrouillenbooten 80. Sie sollen nun für 49 Millionen durch 14 Patrouillenboote 16 ersetzt werden. Das Geschäft kommt in der Herbstsession. Dass die Boote aus Finnland stammen, stösst den Schweizer Bootbauern aber sauer auf. «Die Beschaffung ist abzulehnen», schreibt der Schweizerische Bootbauer-Verband in einem Brief an 24 National- und Ständeräte.

Beitrag auf schweizamsonntag.ch

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Felix Lambrigger

Mit Verlaub. Als ich diese „News“ las, musste ich doch ein wenig kichern. Diese schweizerischen „Bootsbauer“ sind doch in Wahrheit praktisch nur noch Händler ausländ. Hersteller. Gar kein Vergleich zum finnischen Hersteller „Marine Alutech“, welcher schon über ca. 400 Boote hergestellt hat. Alles für prof. Anwender. Marine, Küstenschutz, Polizei, Zollbehörden, ect. Die Schweiz will da den Typ Watercat 1250 (Zwischengrösse) bestellen. Diese Boote werden um einiges grösser, stärker, und schneller sein als die P80. Rumpf und Aufbau vollständig aus Spezial-Alu hergestellt. Nach VBS Angaben kommen aber auch bei diesem Projekt einige Innenausbauteile und Ausrüstungen von CH-Firmen.

Felix Lambrigger

Rüstungs – Rüstungsgeschäfte Es wäre ein Vorteil, mehr Rüstungs-Firmen im Land zu haben. Dies ist aus bekannten Gründen nicht (mehr) möglich. Unser Land hat viele Chancen für den Aufbau von KnowHow aus der Hand gegeben. Angefangen bei der Entw. von Kampfflugzeugen (N20/P16), über die Pz11/68 die Internat. nicht mithalten konnten, etc. Der Duro I gehört auch in die Kategorie der Krüppel-Beschaffungen. Das kommt eben dabei heraus, wenn man einen Branchenfremden für so ein Projekt ins Boot holt. Teile des Duro I sind durchaus sehr gut. Aber im Gesammten…. Unter diesem Aspekt ist es von Vorteil, sich mit leistungsfähigen (kleineren) Ländern… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Unser neuer CVBS hat den Kampf gegen Korruption und für mehr Transparenz auf „seine“ Fahne geschrieben. Hört sich gut an. Was davon realisiert wird, werden wir ja in den nächsten Monaten sehen. Bei der Transparenz scheint man eher einen Schritt zurück gemacht zu haben. Bei den Booten wird zwar erwähnt, dass ein Teil des Ausbaus u. d. Ausrüstung in der Schweiz anfallen werden. Aber nicht, wie viel der Gesamtsumme dies ausmacht. Auch bei den zu beschaff. Schulter gestützten Infanteriewaffen wird nichts über die einzelnen Posten verlautet (andere Staaten wissen längst, was und wie viel genau wir da einkaufen). Warum lässt… Weiterlesen »

Hohermuth

Habe noch nie davon gehört, dass die CH irgend welche Erfahrung hat im MILITÄRISCHEN Schiffsbau. Also scheint mir die getroffene Auswahl ok. Wenn mal was recht läuft bei einer Beschaffung soll man dies nicht künstlich verteufeln sondern auch mal sogar loben. Scheint mir hier angebracht. Über das System detaillierter zu informieren (z.B. was die Boote alles können, wie die Bewaffnung ist etc.) wäre einmal mehr, zumindest für Interessierte, hilfreich und angemessen.

Dass die Informationspolitik des VBS massiv verbessert werden muss, wurde an dieser Stelle schon mehrfach gefordert.