Flugplatz-Gegner befürchten doppelt so viele Flüge

Der 92 Seiten lange Sachplan Militär 2017 ist eine trockene Lektüre, die allerdings für Zündstoff sorgt. Darin wird erwähnt, dass die militärische Nutzung des Flugplatzes Sion bis spätestens in fünf Jahren eingestellt wird. Dies bedeutet, dass sich der Kampfjetbetrieb ab dem Jahr 2022 auf die Flugplätze Payerne, Meiringen und Emmen beschränken wird. Der «Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen» (SFE) übt darum massive Kritik am Sachplan.

Der Verband befürchtet, dass sich die Flugbewegungen in Emmen verdoppeln werden – und somit auch der Fluglärm zunimmt. «Was harmlos daherkommt, hat einschneidende Konsequenzen für die Zentralschweiz», schreibt Luzius Hafen, Präsident des SFE, in der gestrigen Medienmitteilung. In dieser informiert er über die einzelnen Kritikpunkte, welche der Verband zum Sachplan äussert – und ruft zudem zum Widerstand gegen die Pläne des Bundes auf. Der Sachplan ist derzeit in der Vernehmlassung, für die Bevölkerung bis zum 8. Dezember und für die Kantone bis Ende Januar 2017.

Beitrag auf luzernerzeitung.ch

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Kuede

Alles hat eine Kehrseite. Und schon zeigt die WEA einmal mehr wie untauglich das Ganze ist. Man möge doch nun die WEA-Befürworter in Bern in die Pflicht nehmen. Das ist erst der Anfang. Die Liquidation der so guten Militär-Infrastruktur wird den Schweizer Bürger noch ganz viele Millionen kosten. Zudem wird unsere Verteidigungs-Politik immer wie unglaubwürdiger.

Tatsächlich müssen die drei verbleibenden Standorte Emmen, Meiringen und Payerne mit diesem Szenario rechnen. Eine Konsequenz des unsäglichen Stationierungskonzeptes der Luftwaffe, auf das das Forum Flugplatz Dübendorf – http://www.forum-flugplatz.ch – seit vielen Jahren verweist. Das Duo Schmid/Keckeis lässt grüssen! Wenn die Luftwaffe dereinst 55-70 Kampfflugzeuge der leistungsfähigeren Generation haben dürfte, wird sich das Problem auf den genannten drei Flugplätzen zweifellos akzentuieren. Der Flughafen Zürich-Kloten dürfte bei LP24 ab kommendem Jahr mit grosser Wahrscheinlichkeit zudem als Alternate in der Ostschweiz in Frage kommen. Früher war das der Militärflugplatz Dübendorf, dessen Bevölkerung in den Anrainergemeinden keinerlei Probleme mit dem Fluglärm mehr hatten,… Weiterlesen »

Willy P. Stelzer

Nur eine Motion welche die Annullierung des unglaublichen Stationierungs-Konzeptes der WEA-Armee verlangt, kann die Eliminierung von wertvollsten Infrastrukturen und schwerem Armee-Material stoppen. Was einmal zerschlagen ist, bleibt für immer eliminiert. Jetzt, in der Wintersession, ist der Mut einiger mutiger bürgerlicher Parlamentarier gefragt. Wo sind sie? Muss zum x-ten Mal die Bundesverfassung, Art. 58, in Erinnerung gerufen werden? Die WEA-Armee kann den Auftrag nicht erfüllen!

saf21th

Diese Zahl von 22’000 Flugbewegungen basiert auf einer viel höheren Anzahl von Jets, als effektiv in Betrieb sind. Auf dem Flugplatz Meiringen finden pro Jahr 3000-3’500 Flugbewegungen mit einer F-18 Flugstaffel statt. Das bedeutet, die drei Berufsstaffeln benötigen ungefähr 11’000 Flugbewegungen pro Jahr. Die RUAG/Armasuisse benötigt für ihre Werk-und Testflüge ca. 1’200 Bewegungen. Somit sind wir bei 12’000. Die restlichen 10’000 Flugbewegungen wären für die Tiger reserviert. Diese brauchen aber viel weniger Flugstunden, da ihr Bestand von 54 auf 26 gesunken ist. Das bedeutet somit, dass die Luftwaffe selbst mit 5 Berufsstaffeln etwa 15’000-18’000 Flugbewegungen benötigt. Folglich kann man sagen,… Weiterlesen »