Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Um die Ausfallquote zu senken, hat die Armee das Konzept «Progress» entwickelt. Die Idee dahinter: Den Rekruten soll der Einstieg in das Soldatenleben so sanft wie möglich bereitet und die Belastung danach sukzessive gesteigert werden. Das neue Konzept wird seit mehreren Jahren in den Infanterieschulen von Colombier NE angewandt und soll nun schrittweise auf die ganze Armee ausgedehnt werden. Schulkommandant Luca Bottesi ist begeistert: «Wir wollen die jungen Männer gewinnen – und nicht ihren Willen brechen.» Von der früher in der Armee oft angewandten Doktrin, den Rekruten zu Beginn der RS möglichst scharf den Tarif durchzugeben, hält der Oberstleutnant nichts. «Den Rekruten von heute müssen Sie überzeugen und begeistern, anders geht es nicht», sagt Bottesi. Die Gesellschaft und mit ihr die Jugend habe sich gewandelt, «ob wir das wollen oder nicht».

Beitrag auf tagesanzeiger.ch – watson.ch – blick.ch

Kommentar:
Natürlich wird sich der Krieg auch an die neuen Begebenheiten anpassen…

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Soldat alter Schule

So ein Schwachsinn. Die Armee verkommt zu einer Lachnummer. Eine Weicheier-RS für die Generation Y. Da kann man auch gleich aufhören, oder will man im Ernstfall ein „sanftes Soldatenleben“ und die Truppe „für den Einsatz begeistern“? Wir brauchen wieder Leute wie Gunnery Sergeant Hartman.

Andy Marin

Schade – liebe Giardinos. Mit Ihren Kommentaren bestätigen Sie, dass Sie nur noch alt werden, alt im Denken, alt wohl auch in Bezug auf das Lebensalter. Sonst würden Sie Berichte im Tagi ganz lesen oder einmal eine RS besuchen, wenn sie am Schluss der Ausbildung angelangt ist. Aber nein, die „Weicheier“ werden aufgrund Vorurteilen als solche abgestempelt. Unsere Jungen, die jungen Bürger unseres Landes, unsere Söhne und Töchter sind engagiert, gut ausgebildet und druchaus gewillt, sich einzusetzen. Nur wollen Sie ernst genommen werden und nicht wie wir in früheren Zeiten angebrüllt und sinnlos herumkommandiert … Ich finde das gut. Geht… Weiterlesen »

Wo haben Sie diese Aussagen von uns gelesen?

Marc Dutoit

Absolut einverstanden mit Andy Marin!
Es ist traurig, wie die angeblichen Armee-Freunde von Giardino anscheinend total weltfremd leben: wenn man sich durch die Seiten liest könnte man gerade meinen man sei am Sonntagnachmittag-Stammtisch in einem abgelegenen Altersheim.
Immer nur negativ, alle machen angeblich alles falsch, alle andersdenkende sind dumme Weicheier: unterstes Niveau.

Stahel Albert A.

Dekadent! Keine Zukunft!
Albert A. Stahel

Peter Bosshard

Der sukzessive Niedergang unserer einst stolzen Armee, N.B. mit Dissuasionswirkung, schreitet schnell Voran. Die „Weicheier- und Turnschuh“- Mentalistät wird durch solche dekadenten Verweichlichungsmassnahmen der Armeeführung auf sträfliche Weise gefördert. Der Sinn unserer Landesverteidigung wird damit unverantwortlich verwässert, ja sogar untergraben. Kapitulation auf der ganzen Linie im Gleichschritt mit dem „Mainstream“ des sog. unaufhaltsamen Wandels unserer Gesellschaft. „Die Gesellschaft und mit ihr die Jugend habe sich gewandelt“, so der Schulkommandant Luca Bottesi und gibt an vorderster Front ein denkbar schlechtes Vorbild ab. Und ich soll Vertrauen haben in eine Armee, dessen „Vorbilder“ im Krisenfall Art. 58 BV sicherstellen sollen? Weit haben… Weiterlesen »

Wozu Drill? Wer kennt denn schon Sinn und Notwendigkeit von Drill. Lacher: Die Alten zumindest so einige fanden das wie das heute ganz salopp ausgedrückt wird einfach Geil. Ein anderer Teil fand und findet das einfach Scheisse. Nun zum Kern der Sache. Krieg ist nun einmal kein Spiel, da kann man schnell einmal draufgehen. Müsste auch logo sein jeder Mensch hängt an seinem Leben, gilt denn auch zu recht als sehr sehr hohes Gut. Der natürliche Lebens und Überlebenswille jedes Menschen wird natürlich auch logo nicht abgeschaltet, nur weil grad eben Krieg auf der Agenda steht. Der Grundsätzliche Zweck des… Weiterlesen »

Feuz Marcel

Ja meine Herren, Ich bin da geteilter Meinung. Als Schiessplatzverantwortlicher, habe ich viel zu tun mit unserer Armee. Und so schlimm wie es da von gewissen Kommentatoren dargestellt wird, ist es nun doch nicht. Man sieht auf dem Platz, dass da gewisse verwöhnte Muttersöhnchen (werden wohl heute als Weicheier betitelt) anwesend sind, aber man sieht auch das Gegenteil, und das bei weitem in der Mehrzahl. Ich habe 1982 meine RS absolviert, mein Kadi war damals unser BR Ueli Maurer. Auch in dieser Zeit gab es sogenannte weiche Rekruten, aber einen so grossen Unterschied sehe ich da doch nicht. Ob mehr… Weiterlesen »

Alexander Steinacher

Ja, unsere jungen Bürger können ja am wenigsten dafür, wenn Ihnen statt ernsthafte und glaubwürdige Vorbereitung auf die dissuasive und allenfalls ernste Verfassungsaufgabe Spielsachen verteilt und Kuschelseminare versprochen werden. Weil wir die Konsequenzen der verwirrten Strategien und Führungen sehen und kritisieren, sind wir halt „alt im Denken“. Mit anderen Worten, unbrauchbar, die neue Zeit zu verstehen. Für ein paar Farbenblinde nur ein Generationenproblem! Ver(w)irrte Führungen mit „Strategien“ die in der Falle des Kurzzeitdenkens und der Verantwortungsschwäche stecken, hatten wir auch schon, z.B. Ende 18. und Anfang 19. Jahrhunderts. Gewinner war damals Herr Napoleon. Die Kritiker waren dann auch nicht älter… Weiterlesen »