Gruppe Giardino will «Generäle» vor den Kadi zerren

«Bankrotterklärung», «Riesen-Saustall», «katastrophales Logistik-Debakel»: Willi Vollenweider wählt deutliche Worte. Was den Präsidenten der Gruppe Giardino und parteilosen Zuger Kantonsrat derart in Rage bringt, ist ein Passus aus der Broschüre zur Armeebotschaft 2017, die der Bundesrat vergangenen Mittwoch verabschiedet hat. Auf Seite 12 steht da geschrieben: «Die heutigen Munitionsvorräte sind zu klein. Sie wären bereits nach kurzen Einsätzen verbraucht. Die Armee könnte bei einem entsprechenden Einsatz ihren Auftrag nur über wenige Tage erfüllen.» Damit werde erstmals zugegeben, dass die Armee seit geraumer Zeit nicht einsatzbereit sei, folgert Vol­lenweider.

Beitrag auf luzernerzeitung.ch

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Alain Vincent

Schön wär’s. Die Staats-Juristen haben doch schon längst die Gesetze und Verordnungen so geschrieben, dass auch den Armeeoffizier-Staatsangestellten fast nichts passieren kann. Die Ausnahme bestätigt die Regel.

Hohermuth

Wo Vollenweider Recht hat, hat er Recht.

Willy Stucky

Mein jüngster Sohn ist gerade im WK. Er wird sich freuen zu vernehmen, dass zwar gute Infanterie-Waffen vorhanden sind, aber vermutlich nicht genügend Munition dafür. Wäre ich ein Bürger der USA, so hätte ich Trump gewählt, denn es ist gut, wenn einer mal die wirklichen Probleme beim Namen nennt: So zum Beispiel auch bezüglich der Verteidigungsanstrengungen der europäischen Staaten, zu denen die neutrale (?) Schweiz bekanntlich gehört. Auch in dieser Hinsicht ist Trumps Botschaft klar. Sie lautet: Auf uns ist Verlass, aber auf euch ist kein Verlass! Europa ist (inklusive der Schweiz) infantil geworden, und infantile Eliten lügen halt, und… Weiterlesen »

Generäle vor den Kadi? Nun mal schön sachte der Reihe nach. In der Schweiz ist trotz nicht so gescheiter aktueller Staatsverfassung, immer noch mehr oder weniger der Stimmbürger das Parlament, der Bundesrat der Entscheidungsträger. Die ,,Generäle,, sind lediglich Befehlsempfänger, resp. haben die Funktion der, sollte sein, kompetenten beratenden Funktion. Zur Erinnerung: Die Schweiz hatte im wesentlichen eine sehr gute Armee,mit allem drum und dran, sowie teilweise sehr gute Führungsoffiziere. All das wurde nach dem Ende des kalten Krieges geschleift. Gute weitsichtige Militärisches Personal wurde faktisch ausgebohtet, und durch NATO EU freundliches ersetzt, die Politik hat die Weichen gestellt und nicht… Weiterlesen »

Noch ein Nachtrag:
Das eine und ander was damals sinnlos Verschrottet wurde währe,
sehr kostengünstig konservierbar gewesen.
Mit dem seit rund 60 Jahren bekannten Vakumierungsverfahren.
Lacher.
Eine alte Kanone und anderes ist, auch mit etwas Rost immer
noch eine Kanone.
Keine Kanone ist eben schlicht und ergreifen das absolute Nix.
Eine Alte taktisch gut eingesetzte Kanone, ist eben immer noch deutlich mehr als Nix.
Wird eine solche Kanone durch passendes Neues ergänzt, um so besser.

KOHLER Eugen

Man darf eben nicht allein den Politikern den Entscheid darüber lassen, was nun für die Milizarmee sinnvoll und nötig wäre!Die wehrpflichtigen Milizler – das sind wir – müssen logischerweise ein Mitentscheidungs- und sogar eine Vetorecht haben. Das setzt wiederum eine volle und qualitativ gute Information über alle wesentlichen Militärbelange voraus. Für diese einwandfreie Kommunikation sind in erster Linie die Politiker verantwortlich. Wenn die Journalisten falsch informieren oder Informationen über ein neues Flugzeug unterschlagen, dann hat die Politik hier zum Rechten zu sehen. Das Thema ist zu wichtig als dass man dies dem Zufall überlassen darf. Es sind der Armee die… Weiterlesen »