Hauptleute und Majore verzweifelt gesucht

Die Schweizer Armee befindet sich im Wandel. Mit der laufenden Reform Weiterentwicklung der Armee (WEA) wird das Heer verkleinert und besser ausgerüstet. Einige Probleme lassen sich aber nicht über Nacht lösen. So leidet die Armee seit Jahren unter einem notorischen Offiziersmangel. Jetzt schlägt die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) Alarm. «Gut ausgebildete Offiziere fehlen an allen Ecken und Enden», sagt Präsident Stefan Holenstein. Die Politik hat sich des Themas angenommen, heute diskutiert der Nationalrat darüber. Eine Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission fordert den Bundesrat zum Handeln auf.

Beitrag auf blick.ch – Debatte im NR

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Willy Stucky

Wie soll der Bundesrat handeln? Die tonangebenden Kreise der Schweiz verachten ja Offiziere, wogegen der beste Bundesrat nichts tun kann, geschweige denn ein schlechter wie der momentane. Die ideologisch motivierte Respektlosigkeit gegenüber allem, was damals Rang und Namen hatte, begann in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als es noch angesehene Familien gab, die in der Folge systematisch dekonstruiert wurden. In solchen Familien war es eine Frage der Ehre, dass möglichst alle Söhne Offiziere wurden. Jetzt ist es bald eine Schande, wenn die Söhne Offiziere werden. Mit der grössten Selbstverständlichkeit wurde eine meiner beiden Grossmüttern noch Frau Oberst genannt –… Weiterlesen »

Beda Düggelin

«Gut ausgebildete Offiziere fehlen an allen Ecken und Enden», sagt Präsident Stefan Holenstein. Wie soll sich ein junger zielstrebiger Mann heute für die Armee interessieren, wenn diese laufend verkleinert wird (WEA wird umgesetzt) und man im Beruf nur Steine in den Karriereweg gesetzt bekommt? Das Milizprinzip wird in der Schweiz längst missachtet, dies betrifft auch Milizaufgaben ausserhalb der Armee. Doch eine Bonsai-Armee braucht auch weniger Personal und auch weniger Führungskräfte. Das VBS hat dies noch nicht realisiert, deshalb werden noch immer rund 50 HSO’s (Ein- Zwei und Dreisterne) „beschäftigt“. Die Situation nimmt bereits groteske Züge an. Bald gilt die Devise:… Weiterlesen »

Willy P. Stelzer

In meinem NZZ-Beitrag im Jahre 2007 habe auf die Auswirkungen des Abbaus der MILIZ-Armee hingewiesen, ferner in zwei Beiträgen in ASMZ. Mit meinem Gastbeitrag in der NZZ vom 5. Januar 2017 habe ich das Problem nochmals angesprochen und erneut den Abschied von der MILIZ-Armee dokumentiert. Die SVP, FDP und SVP und insbesondere die SOG haben das Problem über ein Jahrzehnt hinweg negiert. Diejenigen, welche die Problematik und deren Auswirkungen voraus gesehen haben, wurden belächelt und mit Schimpfwörtern bedacht. Die ehemalige Spitze von Giardino kann davon ein Lied singen.

Schaub Rudolf P.

Herr Holenstein, an Ihrem gesunden Menschenverstand habe ich schon bei vielen Ihrer Äusserungen gezweifelt, am meisten als Sie die WEA-Luftschloss-Armee in der ASMZ als alternativlos bezeichnet und befürwortet haben. In einer Armee, hinter welcher die Mehrheit von Landesregierung und Parlament nicht steht, will niemand mehr Dienst leisten und persönlich finanzielle Einbussen erleiden. Vielleicht wäre es vorteilhaft, wenn Sie sich einmal überlegen würden, welche Übungen den unteren Chefs der Armee zugemutet werden, weil man das Land mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr verteidigen kann, was gemäss Verfassung die Hauptaufgabe der Armee wäre. Ich amüsiere mich immer wieder, wenn ich… Weiterlesen »