Firma sucht Bewerber ohne militärische Verpflichtungen

Das türkische Erdölunternehmen KTM sucht in Genf per Inserat nach einem Ölhändler – und zwar nach einem ohne Wehrdienstpflilcht. Am Ende der Ausschreibung auf dem Online-Netzwerk Linkedin steht: «Keine militärische Verpflichtungen für männliche Bewerber.»

Beitrag auf blick.ch20min.ch – 20min.ch (Hintergrund) – 20min.ch (Interview)

Kommentar:
Die Empörung mag gross sein. Das Problem hat sich das VBS selbst geschaffen: Wer die Armee ständig verkleinert, die Dienstzeit reduziert und damit Kaderangehörige schlechter stellt als die „gewöhnlichen“ Soldaten (nach 5-6 Jahren ist ein Soldat heute fertig, Offiziere leisten bis zum Alter von 50 Jahren Dienst – früher waren alle bis 50 dienstpflichtig [Landwehr, Landsturm]), muss sich nicht wundern, wenn Wirtschaftsunternehmen dies bei ihrer Rekrutierung berücksichtigen.

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Sicher eine unschöne Sache.
Doch da gibt es noch einiges mehr an ganz hässlichen Faktoren.
Die rein Militärischen Faktoren an sich sind schon massiev,da gibt es noch weitere Komponenten, die insbesondere in einem
ganz konkreten Kriegsfall katastophale Wirkung entfalten werden.
Wer da etwas mehr Durchblick will?
Empfehlung:
1.Aktuelle CH-Staatsverfassung aufmerksam Lesen und mit der alten abgleichen.(Grins, die meisten sind bereits damit übervordert.)
2. Armee Regl. 51.7 d .
3. Einen guten Titel zum Thema Völkerrecht.
Alles entsprechend abgeglichen und eingeordnen?
Die Suppe ist happig.

Stefan Zurbuchen

Schon wieder ein völlig sinnfreier von Atzigen-Kommentar, der überdies keinen Bezug zum eigentlichen Thema hat. Somit hat sich von Atzigen endgültig als typischer Internet-Troll geoutet. Ich empfehle, ihn ab jetzt konsequent zu ignorieren, was ich ebenfalls ab sofort tun werde.

Stefan Zurbuchen

Und jetzt mein Kommentar zum eigentlichen Thema: unschön, ja, aber konsequent. Was allerdings nicht gesagt wird: die Firma stellt nicht nur keine Militär-, sondern generell keine Dienstpflichtige ein (also Zivis werden auch diskriminiert, sogar noch mehr, da sie mehr Diensttage leisten müssen, und 98% der Zivis wirklich alle Tage auch leisten, wovon die Armee weit entfernt ist). Ich finde diese Firma lobenswert: immerhin steht sie dazu, während viele andere diese Diskriminierung einfach schweigend vornehmen (bei gleicher Qualifikation stellt man den Nicht-Dienstpflichtigen, die Frau oder den Ausländer an und der AdA bekommt einfach den Absagebrief, ohne Begründung). Ein weiterer Grund, wieso… Weiterlesen »

Was ist der zweck, Auftrag der Armee? Ein Verein in dem man in welchem, Umfang und Ausgestaltung Dienstzeit abspult? Oder eine Institution, zur Notfalls gewaltsamen, Verteidigung der Freiheits und Souveränitätsrechte,in unserem Fall, der Schweizerischen Eidgenossenschaft? Die Welt ist leider kein Ponyhof. Souveränität,Selbstbestimmung,Freiheit= Völkerrechtsstaatus, wird nicht mit dem Abspulen von Dienstzeiten erhalten,errungen, sondern notfalls im Feld auf dem Schlachtfeld. Krieg ist KEIN Spiel, es geht um Sein oder nicht Sein, Leben und Tod der Nation der Individuen, Bürger. Genau darum nicht einen Beschäftigungsverein sondern eine Armee, die bei Bedarf,eben dies Leisten kann. Genau darum die klassische Schweizer Wehrdoktrin. In Friedenszeiten runter… Weiterlesen »

Hurni Philippe

Solche ausländischen Firmen profitieren meistens von massiven Steuervergünstigen in der Schweiz oder zahlen sehr wenig Steuern. Ausländische Firmen die Schweizer Bürger aufgrund der Militärpflicht diskriminieren gehören entsprechend massiv höher besteuert! Das gleiche sollte man mit Schweizer Firmen machen, die aufgrund der Militärpflicht lieber Grenzgänger als Schweizer Bürger einstellen oder bevorzugen!

Stefan Zurbuchen

Genau. Und dann zieht die ausländische Firma einfach nach Luxemburg und zählt in der Schweiz gar keine Steuern mehr. Und der Schweizer Dienstpflichtige hat immer noch keinen Job. Versteht es endlich: wir stehen im globalen Wettbewerb, und das Schweizer Milizsystem mit WK-Modell ist ein entscheidender Nachteil gegenüber anderen europäischen Arbeitnehmern, die mindestens so gut ausgebildet sind, idR für weniger Lohn arbeiten und entweder nicht dienstpflichtig sind oder (wenn sie aus einem europäischen Land mit Wehrpflicht wie Österreich, Schweden, Norwegen oder Finnland stammen), den Dienst als Durchdiener schon geleistet haben und nicht mehr Pflichtig sind, wenn sie auf den Arbeitsmarkt kommen.… Weiterlesen »

Schweizer Wehrmodell Wirtschaftsschädlich???
Die nachprüfbare Realität zeigt etwas anderes.
Einige Fakten.
Ein pro Kopf einkommen an der Weltspitze.
Seit 50 Jahren Masseneinwanderung rund 3,5 Millionen.
Taj und allen auch den Eingewanderten steht das zu.
Leider abnehmend auch in anderen Bereichen gehört
die Schweiz zur Weltspitze.
Och da müssten aber die mit den Bürger und
Wirtschaftsfreundlichen Wehrmodellen deutlich besser dastehen.
Klartext:
Die Wirtschaft geniesst die vorzüge der Schweiz,
doch um die Verpflichtungen gegenüber den Wehrpflichtigen
den Staats- Bürgern will sie sich drücken.
Ob sich das langfristig auszahlt und kann ???
Ist da vieleicht etwas von Schmarozern oder so,
logo muss nicht, kann aber sein, soll sich
jeder dazu seine eigene Meinung bilden,
ist und soll jedem seine Freiheit sein.