Empfehlungen zur Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges

Die Schweiz braucht für Überwachung, Schutz und Verteidigung ihres Luftraums neue Kampfflugzeuge und ein neues bodengestütztes Luftverteidigungssystem. Zu diesem Schluss kommen die vom Vorsteher des VBS zur Evaluation und Beschaffung neuer Kampfflugzeuge eingesetzten beiden Gremien: Die Expertengruppe beleuchtet in ihrem Bericht die Frage des Schutzes des Luftraums umfassend und zeigt auch die Rolle der bodengestützten Luftverteidigung auf, die diese im Verbund mit den Kampfflugzeugen zu erfüllen hat. Die Begleitgruppe formuliert für den Vorsteher des VBS insgesamt 16 Empfehlungen.

Mitteilung VBSBericht (PDF)Empfehlungen (PDF) – Sicherheit im Luftraum

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Kommentar:
Wir wünschen den Verantwortlichen viel Erfolg in der politischen Diskussion. Nun werden wir anhand der Luftwaffe erleben, wie die Schweizer Neutralität aus finanziellen Gründen langsam aufgegeben wird – bzw. „alternativlos“ aufgegeben werden muss. Genauso wird es auch mit der Artillerie, den Panzern und anderen grossen Systemen ergehen. Am Schluss wird der Bundesrat beantragen, uns der NATO anzuschliessen, um wenigstens im Verbund den verfassungsmässigen Auftrag erfüllen zu können. Dann ist das Ziel einiger Internationalisten erreicht.

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Pavlao Kitanovic

Ich finde den Kommentar nicht nur zynisch, sondern höchst defätistisch. Besser wäre es, die anstehenden Grossprojekte tatkräftig zu unterstützen, wie es sich für Befürworter einer starken Armee gehört.

Vielleicht haben wir aber auch einfach nur eine realistische Einschätzung der Lage. Natürlich wird Giardino eine Luftwaffe mit mindestens 70 Flugzeugen unterstützen. Nur sehen wir eben auch schon die Probleme, die auf uns zukommen. Diese Umstände müssen zunächst eingesehen werden, bevor echte Lösungen entstehen können.

Der erste Schritt zur Lösung ist das Eingestehen des Problems.

Stefan Zurbuchen

Ich finde den Kommentar aber gut, denn er lässt tief blicken und zeigt klar auf, dass die Gruppe Giardino keine wirklich armeefreundliche Gruppe ist, sondern in erster Linie ein Sammelsurium an rechtsnationalen Wirrköpfen, die durchaus bereit wäre, die Armee auf dem Altar ihrer Verschwörungstheorien zu opfern. Darum ist die Gruppe auch kein glaubwürdiger Partner in sicherheitspolitischen Diskussionen und darum wird die Gruppe sowohl von Politikern wie auch von der Armeeführung ignoriert.

…wir ignorieren Sie ja auch… ;->

Rechtsnationale Wirrköpfe ???
Autsch mein Bauch schmerzt, vor Lachen.
Links- Internationalistische Phantasten, Traumtänzer geht doch auch in diese Richtung= Wirrköpfe.
Seit 30-50 Jahren laufen auf diesem Planeten einige ganz fundamentale Dinge,leider in die falsche Richtung,
unvermeidlich, das erzeugt Konsequenzen,Gegenreaktionen.

Beda Düggelin

Sorry Herr Zurbuchen, Sie sind auf der falschen Webseite! Ihre geistigen Ergüsse werden auf http://www.gsoa.ch auf bedeutend mehr Echo stossen. Auf der Seite von Giardino sind sie allerdings als Pausenclown zur Abwechslung willkommen. – „Niemand hält uns davon ab, über die Zeit klüger zu werden“, sagte einst Konrad Adenauer, das empfehle ich Ihnen und der GSoA. Auf jeden Fall werde ich Sie beim Sekretär Lewin Lempert als Ehrenmitglied der GSoA empfehlen, Mitglied werden Sie ja als Militärexperte schon sein…..

Alexander Steinacher

Es ist ja herrlich, einmal eine ganz andere Sichtweise auf uns selbst zu erleben. Herr Zurbuchen ist vermutlich schon mit der roten Taucherbrille geboren worden. Er kann also gar nichts dafür, wenn er eine Art Negativbild von uns wahrnimmt.

Beda Düggelin

Die SOG liegt absolut richtig. Es ist unverständlich, dass vier Varianten zur Auswahl vorliegen, denn es gibt nur die Variante mit 70 Kampfflugzeugen, alles andere ist Flickwerk und nicht glaubwürdig. Und das reiche Land Schweiz muss sich 70 Kampfflugzeuge leisten können! Nun wird man im „freundeidgenössischen“ Kompromiss wieder auf eine Schmalspurvariante einbiegen. Die WEA hat ja dazu längst das Terrain geebnet und da hat die SOG leider nicht opponiert! Bleiben noch als „pièce de résistance“ die Finanzen. Um jede dieser Varianten zu finanzieren, reicht das ordentliche Budget ohnehin nicht aus. Deshalb ist eine Bundesanleihe gefordert, wie dies auch NR Walter… Weiterlesen »

Felix Lambigger

Vier Varianten sind tatsächlich übertrieben. Die beiden kleineren sind überflüssig. Wenn sich eine bürgerliche Mehrheit zusammenrauft, und bei den Finanzen endlich Tacheles redet, liesse sich was vernünftiges auf die Beine stellen. Vielleicht sollte man mal 40+ Flugzeuge und die grössere Variante Bodluv durchbringen. Mit der Option, in ca. 3 Jahren beide Projekte auszuweiten. Mit Einsparungen von 2,5 bis 3 Milliarden bei anderen Departementen (ist absolut möglich) pro Jahr liesse sich dieses Szenario durchziehen. 18 Milliarden auf einen Zeitraum von 10 Jahre verteilt, ist also möglich, und auch die Modernisierung anderer Teilstreitkräfte wäre möglich. Ein interessantes Detail im Exp.Bericht ist mir… Weiterlesen »

Felix Lambigger

Einige massgebliche Personen bei G.G. sollten wohl tatsächlich ihre Haltung überdenken. Den Experten-Bericht finde ich überraschend gut. Was daraus entsteht, wird sich zeigen. Das einzige was mich stört ist, dass es nochmals eine Evaluation geben soll. Es hat sich seit der letzten nicht geändert. Ausser, dass nun eine grössere Summe in der Diskussion ist, und deshalb andere Player wieder gierig aufkreuzen, weil sie ein Geschäft wittern. Meine Forderung: Evaluation weglassen, und Entscheid noch in diesem Herbst fällen. Erspart uns viel Geld, das man für andere Armee-Belange einsetzten könnte. Hält man am Evaluations-Szenario fest, könnten wir das sehr bald schmerzlich bereuen… Weiterlesen »

Beda Düggelin

Leider wird nie ein Bundesrat über eine Variante Nato-Anschluss sprechen oder sich verlauten lassen, aber seine Politik wird deshalb nicht glaubwürdiger…..! Aber schliesslich ist man ja nicht sein ganzes Leben Bundesrat oder Bundesrätin und die Mehrheit der Bürger ist leider sehr vergesslich.- Alzheimer beim Schweizer Stimmvolk?

Felix Lambigger

P.S.
Es gibt nach wie vor viele Probleme Punkto Armee, die man Kritisieren soll und muss. Aber man sollte auch Tendenzen zur Besserung anerkennen. Sonst wird man womöglich unglaubwürdig.
Immer schön geschmeidig bleiben !

Dem Kommentar kann man nur beipflichten. Dazu eine etwas andere Hintergrundsichtweise. Der Grundsatzentscheid Anbindung an die NATO ist auch wenn das viele immer noch nicht wahrhaben wollen längst gefallen. Dies bereitz in den 80 iger Jahren. Warum, man dem Kommentar trotzdem beipflichten muss? Es Zeichnet sich immer deutlicher ab, das die Nach- Kaltekrieg- Weltordnung in Richtung Auflösung driftet. Der Allgemeinzustand des sog. Westens USA und EU, sind gelinde gesagt nicht besonders.Auf einen einfachen Nenner gebracht in etwa so, der Rote Ostblock hat es hinter sich, der Westen hat es vor sich, ein erhebliches sicher im Ablauf etwas anders gelagertes Desaster.Das… Weiterlesen »

Unsere Luftverteidigung hat selbstverständlich aus Sicht des Volkes implizit den klaren Auftrag, die Luftüberlegenheit über der Schweiz zumindest für mehrere Wochen auch in einem grösseren Konflikt mit eigenen Mitteln sicherzustellen. Die Armee ist noch immer unsere «Versicherung» gegen Grossrisiken und nicht gegen Bagatell-Fälle. Den Auftrag nur teilweise oder ohne Durchhaltefähigkeit zu erfüllen ist sinnlos und eine Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen. 70 oder mehr neue Kampfflugzeuge auf den beiden verbliebenen Kriegsflugplätzen Meiringen und Payerne zu massieren, lässt sich militärisch/taktisch nicht vertreten. Wer 70 oder mehr neue Kampfflugzeuge will, muss konsequent sein und auch die Anzahl der Kriegsflugplätze wieder erhöhen. Ich fordere die… Weiterlesen »

@Willi Vollenweider Sehr guter Beitrag. Mit einem neuen Flieger allein ist das noch lange nich in guten Tüchern. Da sind eben auch noch die Taktisch Strategischen Komponennten. Beispiel: (Eines von einer langen Reihe) Im Zeitalter der Sattelitenaufklärung weiss die ganze Welt wo die Schweiz ihre Flieger Parkt. Ein paar Lenkwaffen oder Marschflugis, und die Herrlichkeit ist ausgeschaltet. Tja innzwischen haben wir ja jede Menge Flugitaugliche Start und Landebahnen= Autobahnen. Nur eben dafür braucht es eben auch, eine Mobile Auftank und Aufmunitionierungs, ,,Infrastruktur,,. Alles Dinge über die, die Geschleifte Armee verfügte. Ja sicher, die Flugis kann man immer noch Landen, nur… Weiterlesen »

Küde

Als ehemaliger Luftwäffeler kann ich Willi Vollenweider mehr als nur beipflichten.
Buochs und Turtmann sind gemäss Insider-Angaben reaktivierbar, wenn auch mit einigem Aufwand (Kosten) und Zeit.

Adrian Murer

Ich unterstütze die Meinung der SOG, dass es 70 Kampfflugzeuge braucht. Wenn man die geopolitische Situation anschaut, frage ich mich schon wie Politiker einen Kampf in unserem Luftraum für die nächsten 30 Jahre (in denen diese Jets wohl im Einsatz stünden) verneinen können. Die Probleme sehe ich in der Finanzierung und der Logistik. Es sind gar nicht mehr genügend Flugplätze vorhanden, um diese Staffeln unterzubringen. Auch das Personal (Piloten, Flugzeugwartung, Lotsen, Flugplatzsicherung, etc.) ist kaum vorhanden.Des weiteren stehen in den nächsten Jahren hohe Investitionen an (Panzer, BODLUV, Fahrzeuge, Cyberabwehr, etc.) Das Problem ist, dass in den letzten Jahren generell viel… Weiterlesen »

Willy P. Stelzer

Willi Vollenweider hat das Projekt „Erneuerung der Flugwaffe“ zu Ende gedacht. Mit dem Kauf neuer Kampf-Flugzeuge ist es tatsächlich nicht getan. Dazu gehören die Bereitstellung der Kriegs-Flugplätz und vor allem die Sicherstellung des Piloten-Kaders, deren Rekrutierung und langjährige Ausbildung. – Dann trifft Adrian Murer den Nagel auf dem Kopf: Während zwei Jahrzehnten haben Bundesrat, das Parlament und insbesondere die verantwortlichen Spitzen des VBS das kostbare Armee-Material abgebaut und die Armee „verlottern“ lassen. Wir müssen, ob wir wollen oder nicht, die Ausgaben für die Aufrechterhaltung einer glaubwürdigen Armee auf mindestens 1,2 % des BIP anheben. Das Studium des Buches „Mut zur… Weiterlesen »

Hohermuth

Nur eine Variante mit 70+ Flugzeugen ist sinnvoll und zielführend. Man sollte nicht schon heute inb der Diskussion andeuten, dass ev. auch eine mittlöere Variante machbar sein könnte. Das bedeutet: aufgeben bevor man angefangen hat. Man sollte das ganze mal im Vergleich sehen, damit man realisiert, auch die Variante mit 70+ Fliegern ist eine kleine Variante. Vergleich: auf einem Flugzeugträger hat es bis zu 100 Kampfflugzeuge! Wenn die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt sagt, sie könne sich eine gute Armee nicht leisten, ist das Defätismus (Der Begriff Defätismus (französisch défaitisme, von défaite, „Niederlage“; schweizerisch auch Defaitismus) kann… Weiterlesen »

Michael Waldvogel

Möchte hier wieder einmal an die von Gruppe Giardino, anlässlich der Generalversammlung am 9. Mai 2015, verabschiedete Resolution in Erinnerung rufen: „Die Schweizer Luftwaffe besteht quantitativ aus minimal 70 Kampfflugzeugen für die Luftverteidigung (Flugzeuge für Erdkampf, Aufklärung nicht inbegriffen). Diese Anzahl soll in den kommenden Jahrzehnten sichergestellt werden“ „Die Anzahl Jetflugplätze muss den Einsatz aller Kampfjets (inkl. Erdkampf- und Aufklärungsflugzeuge) unter Konfliktbedingungen, 24h und über Monate bei sämtlichen Wetterlagen (Ausweichflugplätze) sicherstellen können. Im Hinblick auf den Betrieb unter Konfliktbedingungen, also zwecks Erhalt der Aufwuchs Fähigkeit, sind deshalb neben den 4 aktuell in Betrieb stehenden Jetflugplätzen mindestens 6 weitere Jetflugplätze als… Weiterlesen »

Thomas Müller

Diese „immerwährende Neutralität“ ist, wenn man ehrlich ist, schon seit einiger Zeit relativiert und keineswegs absolut. Deshalb ist es fragwürdig diese mit großem Aufwand und ebensolche Engagement zu verteidigen.

Beda Düggelin

Ihr „immerwährendes Geplapper“ ist, wenn man ehrlich ist, schon seit langer Zeit relativiert und völlig belanglos. Deshalb sollten Sie nach Venezuela auswandern!