Armee: Ohne Uniform ins Wochenende?

Soldaten, die zu laut sind, zu viel Alkohol trinken oder älteren Menschen im Zug ihren Platz nicht freigeben: Weil es immer wieder Armeeangehörige gibt, die auf dem Weg ins Wochenende oder auf dem Rückweg negativ auffallen, hat eine Experten-Begleitgruppe des Ausbildungskommandos kürzlich über eine Lockerung des Uniformzwangs diskutiert. Entsprechende Informationen bestätigt die Armee auf Anfrage.

Konkret ging es um die Frage, ob die Armeeangehörigen künftig in zivil und nicht wie jetzt noch üblich in Uniform ins Wochenende entlassen werden könnten. Das schlechte Verhalten der Soldaten würde so nicht mehr auf die Armee abfärben. 

Beitrag auf luzernerzeitung.ch

Kommentar:
Damit würde die Armee nochmals weniger in der Zivilgesellschaft erkannt. Vermutlich braucht es dann noch mehr PR-Kampagnen, um die Sichtbarkeit der Armee zu gewährleisten.

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Beda Düggelin

Hat denn die Armee in den Augen des VBS so einen schlechten Ruf, dass sie das VBS um seinen Ruf im Ausgang und am Wochenendurlaub seiner Soldaten fürchten muss?
Ist dies auch der Grund, warum gescheiterte Manager sich in der Schweiz nicht mehr blicken lassen und sich ins Ausland absetzen?

Alexander Steinacher

Spiegel einer schwindenden Motivation – gesellschaftliche Zerrüttung – und Ratlosigkeit von oben? Auch da – Ausbildungsdefizite? Danach Symptombekämpfung, wie in weiteren Departementen auf oberster Ebene!

Hohermuth

Es scheint bereits Sommerflaute im Pressewesen. Diese Verhetzung der Soldaten von einer Luzernerzeitung ist ehrverletzend und der Artikel ist nicht korrekt recherchiert, denn er erwähnt nicht, dass Soldaten im Ausgang manchmal von anderen „Bürgern“ angepöbelt werden. Aus nichts ein Thema zu machen ist sehr schlechter Journalismus. Der einzige Grund wieso man nicht mit der Uniform in den Ausgang gehen sollte, ist, dass die Ausgangs-Uniform modisch katastrophal aussieht. Besser wäre der Ausgang im „Kämpfer“. Macht eher was her.

Fiona Dreyfuss

Mehr PR-Kampagnen? Vielleicht braucht es zuerst auch mal einen entführten und von iregendwelchen Freaks geköpften Soldaten bis man es auch in der Schweiz begreift, dass der Schutz der Truppe das wichtigste sein sollte. Entweder alle gehen mit Waffe und Munition in den Ausgang (dann natürlich im Kämpfer) oder wir lassens gleich bleiben!