Wegen Kauf von Kampfjets: Offiziere wollen Schliessung von Militärflugplatz stoppen

Jahrzehntelang starteten in Sion Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe. Ende 2017 soll damit Schluss sein. Ab dem 31. Dezember wird die Armee nach dem Willen des Bundesrates den regelmässigen Militärflugbetrieb im Wallis einstellen und den Standort nur noch in Ausnahmefällen nutzen. Sion wird zu einem rein zivilen Flughafen. Zum Beispiel für die wachsende Zahl an superreichen Wintertouristen, die mit dem Privatjet ins Wallis fliegen.

Doch nun regt sich Widerstand. Die Schweizerische Offiziersgesellschaft und zahlreiche weitere armeenahe Gruppierungen wollen die Schliessung des Sittener Militärflugplatzes in letzter Minute stoppen. Sie kritisieren, der Schritt schränke den Spielraum für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge erheblich ein. Ihre Befürchtung ist, dass der Kauf von 55 bis 70 neuen Kampfjets nicht mehr möglich sein wird, wenn die Luftwaffe nur noch über die Flugplätze Payerne, Meiringen und Emmen verfügt. […]

Weniger verständnisvoll äussert sich das Verteidigungsdepartement (VBS) zum Vorpreschen der Offiziere: Die Schliessung des Sittener Militärflugplatzes sei bereits «mehrfach kommuniziert» worden. Ob dies den Entscheid über die Anzahl der zu kaufenden Kampfjets präjudiziert, will Sprecher Renato Kalbermatten nicht kommentieren.

Beitrag auf aargauerzeitung.ch

Kommentar:
Während der Diskussion um die WEA war dies natürlich nie ein Thema für die SOG und Co. Kein Wunder verweist das VBS auf die längst erfolgte Kommunikation. Die Gruppe Giardino forderte schon lange den Stopp der Zerstörung militärischer Infrastruktur, u.a. der militärischen Flugplätze. Die SOG konnte sich aber nie unserer Forderung anschliessen… das „Stationierungskonzept“ war Teil der WEA und diese musste unbedingt durchgebracht werden. Daher ist die Empörung der SOG heute mehr als scheinheilig! Der Zug ist längst abgefahren.

Print Friendly, PDF & Email
3 Kommentar Themen
1 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
3 Kommentatoren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Felix Lammbrigger

Wen interessiert denn schon die SOG. Das „G“ scheint für Gewerkschaft zu stehen. Der ganze Verein hat sich im Laufe der Zeit von einer patriotischen zu einer Karriereförderungs-Organisation gewandelt, könnte man meinen. Für mich interessanter ist der Bericht der eingesetzten Expertenkommission für die Luftwaffe und -Abwehr. Auf dessen 184 Seiten wurde alle Aspekte berücksichtigt. Auch wurde der Mangel an Flugplätzen (etwas getarnt) zur Sprache gebracht. Dies im Zusammenhang mit Senkrechtsarter-Maschinen. Diese Version wurde allerdings als nicht zielführend bewertet. Also Negativ. Das einzige was mich stört, ist einerseits die zu lange Vorlaufzeit für eine Bestellung, andererseits die rund 200 Millionen, die… Weiterlesen »

Kuede

So schnell stellt man fest, dass die WEA meist untauglich ist. Die Verantwortlichen sitzen in Bern (VBS und Parlament). Nun ist es an der Zeit Grösse zu zeigen, d.h. Mut zur Umkehr! WEA hin oder her, die Liquidation von militärischen Ressourcen, egal ob beschlossen oder nicht, sofort zu stoppen.
Die neuen Kampf-Flugzeuge kann man nicht einfach draussen im Regen und gegen Zerstörung ungeschützt stehen lassen. Es gibt noch genügend Möglichkeiten, wie Sion, Turtmann, Buochs usw. Man muss nur wollen.

Ihre Ausführungen sind voll richtig. Die volle Infrastruktur braucht es sicher nicht auf allen Flugplätzen. Jedoch sollten alle Flugplätze in einem Reaktivierbaren Zustand gehalten werden.Ganz klar aus Strategischen Gründen. Ausweich und verteilbarkeit der Maschienen auf mehrere Plätze, für den Fall eines Grosskonfliktes. Das mindeste sollte innert nützlicher Frist vor Ort verfügbar sein Auftanken und Aufmunitionieren. Alternatiev sollte auch das vormals vorhandene wieder in Erwägung, gezogen werden. Geeignete Autobahn und Autostrassenabschnitte die auch Kurzfristig in Flugpisten umfunktioniert werden können. Das ervordert jedoch eine entsprechende Zahl an Mobilen Einheiten, LKW für das Feldmässige aufmunitionieren und betanken. Im Zeitalter der hochwirksammen hochpräzisen Fernwaffen… Weiterlesen »

Was hat doch damals der Villiger schwadroniert? Kleinere Armee mit mehr Muskeln. Auch kleinere Armee ,,Modernere,, Armee mit mehr Muskeln braucht eben die ganze Palette von Infrastruktur,Logostik, Nachschub und und. Zudem die aktuelle neueste Technik ist sehr aufwändig, anspruchsvoll, teuer. Nur mit einem neuen Flieger allein ist das nicht in trokenen Tüchern. Tja die vormalige Armee radikal zu demontieren war ein Kinderspiel. Eine ,,Neue,, ist ja nicht einmal konkret, tatsächlich brauchbar, kaum richtg Angedacht geschweige denn in konkreter Planung. So alle paar Jahre wieder eine Reform XXXX Knall Pffff. Ich habe kaum noch Zweifel, was da bevorstehen kann. Wenn wir… Weiterlesen »