100’000 Flyer für die schnellste Armee Europas

Die Armee hat ein Problem: Sie ist nicht attraktiv genug. Mit einer Charmeoffensive wollen Verteidigungsminister Guy Parmelin (57) und Armeechef Philippe Rebord (60) ändern. Sie nehmen die 14- bis 18-Jährigen ins Visier – mit einer Propaganda-Schlacht. In 100’000 Flyer, die in Schulen und Bildungszentren verteilt werden, will das VBS den Teenagern den Dienst in der Armee schmackhaft machen.

„Nach der letzten Reform, der in die Kritik geratenen «Armee XXI», ist die Armeespitze nun sichtlich bemüht, diesmal auch Kritiker mit ins Boot zu holen. An einer aufwendig organisierten Veranstaltung schworen Rebord und Parmelin gestern Militärkader, Truppenchefs sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf die Reform ein. Diese hatte auch in Armeekreisen Widerstand ausgelöst, etwa bei der Gruppe Giardino. Sie stört sich an der Verkleinerung der Truppenbestände. Rebord und Parmelin riefen dazu auf, die Reform «ohne Wenn und Aber» umzusetzen. Diese sei Frucht vieler Kompromisse, sagte Verteidigungsminister Parmelin. Es gelte nun, vorwärts zu gehen – und nicht wieder alte Ideen hervorzuholen. «Im Bereich der Sicherheit bringt Nostalgie nichts», sagte er.“

„Die «Armee XXI» sei gescheitert, weil die Finanzierung ungenügend gewesen sei, sagte er. Das Parlament hat bis 2020 zwanzig Milliarden Franken zugesagt – laut Rebord ist das ausreichend.“

Beitrag auf blick.chluzernerzeitung.chluzernerzeitung.ch – Mitteilung des VBS

Kommentar:
Ist die (Teil-)Mobilmachung nicht eine „alte Idee“, die man wieder hervorholt? Oder das Abverdienen einer ganzen RS? Uns was ist mit der Vernichtung von Rüstungsgütern, Festungsanlagen und der Aufgabe von Infrastuktur? Nostalgie oder nicht doch eher längerfristiges Denken, um in der Not Reserven zu haben?

Und liebe Politiker, die 5 Mia. reichen offenbar auch für die Beschaffung von BODLUV und einem Neuen Kampfflugzeug – so jedenfalls die Worte des CdA und des C VBS…

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Felix Lammbrigger

Mobilisierung der Schweizer Armee 1939–1945:

Das schweizerische System der Mobilisierung galt als das weltweit schnellste. Da die Milizsoldaten Waffe und Munition zu Haus aufbewahrten, konnten die Grenztruppen innerhalb 4 Stunden, die ganze Armee innerhalb 24 Stunden mobilisiert werden. Das waren damals 450’000 Mann plus 200’000 HD’s
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen