Die Armee lockt angehende Offiziere mit Geld

Der Schweizer Armee fehlt es an Offizieren. Diesen Mangel will Verteidigungsminister Guy Parmelin mit einem Griff in die Militärkasse bekämpfen: Wer sich zum höheren Unteroffizier oder Offizier ausbilden lässt, dem soll die Armee mehrere tausend Franken an eine zivile Aus- oder Weiterbildung zahlen – an ein Studium etwa oder auch an eine Sprachschule im Ausland.

Die Armee rechnet für 2018 bis 2021 mit Kosten von zirka 23 Millionen Franken, wie Armee-Sprecherin Delphine Allemand erklärt. Eine entsprechende Verordnung soll der Bundesrat noch dieses Jahr verabschieden. Obwohl dieser Schritt noch aussteht, informiert das Verteidigungsdepartement online bereits detailliert über die Gutschriften. Anträge dafür könnten schon gestellt werden, heisst es – immerhin mit dem Hinweis, die Angaben seien ohne Gewähr, da die Verordnung noch in Bearbeitung sei.

Während die Behörden die Internetseite aktualisierten, gingen die Sicherheitspolitiker offenbar vergessen. CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler (LU) etwa ist überrascht über die ­geplante Einführung der Ausbildungsgutschriften. Die Sicherheitspolitische Kommission sei nicht über die Pläne informiert worden, sagt sie: «Das ist störend.» 

Beitrag auf luzernerzeitung.ch

Kommentar:
So schlecht kennt also die „Sicherheitspolitikerin“ die WEA-Vorlage..! (Art. 29a Ausbildungsgutschrift)

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Beda Düggelin

Interessanter Vorschlag, aber leider falsche Vorgehensweise. Doch die Attraktivität einer militärischen Weiterausbildung kann nicht am Geld liegen.

Hohermuth

Völlig, total absurder, falscher Ansatz. Komme nicht drum herum zu sagen, dass es nicht optimal ist wenn Beamte zu denken versuchen. Würde mich wirklich mal freuen, endlich mal wieder etwas positives vom Militär zu hören.

Pasci

Sehr konstruktiver Beitrag. Herzlichen Dank!

Peter Meier

Geld ist der falsche Motivator. Wer nicht aufgrund von Vaterlandsliebe und Aufopferungswille Offizier werden will, ist am falschen Ort.

Pasci

Genau, deshalb am besten auch noch den Sold und die EO streichen. Wenn man sich schon dem Vaterland zuliebe aufopfern will, dann richtig. Früher, als die Gamaschen noch aus Holz waren, haben wir das auch so gemacht. Und weil es früher richtig war, dürfen wir es auf keinen Fall und Nie-aber-auch-gar-nie ändern.

Pavlao Kitanovic

Niemand wird wegen des Geldes Offizier, so wie früher niemand Offizier wurde, weil er eine massgescheiderte Uniform erhielt und erste Klasse Zug fahren durfte. Aber unsere jungen Offiziere sollen im Vergleich zu denen, die nicht weitermachen, zumindest keine finanziellen Nachteile haben, indem sie beispielsweise während der Semesterferien nicht arbeiten können. Eine Ausbildungsgutschrift ist da durchaus eine gute Massnahme, um die finanzielle Benachteiligung unserer jungen Kader etwas zu mildern.