Für Offiziere ist nur der Tarnkappenbomber gut genug

Divisionär Andreas Bölsterli, Chefredaktor der von der Schweizer Offiziersgesellschaft herausgegebenen Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift (ASMZ), erklärt im neusten Editorial: Rafale und Eurofighter seien zu alt, ihre Technologie nicht mehr auf dem neusten Stand. Es gehe bei den geplanten Milliarden-Investitionen in die dritte Dimension «nicht nur um den Ersatz von Flugzeugen, sondern um die eigentliche Existenz der Luftwaffe und damit auch um das Gesamtsystem der Armee», so der Zweisternegeneral.

Beitrag auf basellandschaftlichezeitung.ch – 20min.ch20min.ch

Kommentar:
Die Diskussion um einen Typ ist verfrüht! Zunächst gilt es Politik und Volk davon zu überzeugen, für welche Leistungen (Missionen, Durchhaltefähigkeit, etc.) solche Flugzeuge gebraucht werden. Da bestehen ja offenbar noch Differenzen. Sich jetzt schon mit möglichen Typen auseinanderzusetzen, spaltet nur wieder die Armeefreunde und gibt viel Raum für solche Beiträge, die aber nicht hilfreich sind – wie die Reaktion der GSoA zeigt.

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8 Kommentatoren

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Wenn das tatsächlich zutreffend sein sollte, dann ist es um den, Militärstrategisch-Taltischen Ausbildungsstand der Offiziere na ja ??? bestellt. Was soll das, mit F 35 im Schweizer Luftraum. Rundkerve fliegen oder was? Mit so Dingern kann man den wohl kaum unter ausnutzung der Alpen und Voralpen sinnvole Abfang-Operationen Fliegen. Die Aussage schreit es doch direkt ins Land hinaus. So F 35 machen nur mit einer Vollintegration der CH Armee, in die NATO Sinn. Inklusieve einem Einsatz Zb. gegen Russland im Rahmen eines erneuten Russisch Europäischen Krieges, egal von welcher Seite eingeleitet.( Gruss von der Beresina) Auch wenn das bis dato… Weiterlesen »

Pasci

Was spricht denn aus Ihrer Sicht als – anscheinend selbsternannten – Luftkriegsexperten aus taktischer Sicht gegen die F-35? Können Sie hier bitte mal ein vernünftiges, fachlich korrektes Argument gegen den F-35 bringen? Und ja, ich bin auch der Meinung, dass es zu früh ist für einen Typenentscheid. Trotzdem ist der F-35 im Moment der modernste westliche Kandidat für die Schweiz.

Felix Lambrigger

Lieber „Pasci“. Schlage vor, sie beschaffen sich die Bewertungen und Abhandlungen selbst im Internet. Oder ist Ihnen dies zu schwierig? Aber sicher, bin doch immer gerne zum helfen bereit. Falls Sie tatsächlich an einer fundierten Meinung von Profis intereessiert sind. Aus „Airforce-Technology.com“: „Forget about the F-35, countries should be buying Saab’s Gripen fighter jet The Gripen NG fighter jet by all accounts is an excellent fighting aircraft and in direct comparisons can keep up with the world’s best, costing nearly half the price of the F-35. Gripen performance is very strong even compared to the most expensive fighters.“ Ich nehme… Weiterlesen »

Pasci

Ja, ich kann englisch lesen. Aber Sie haben immer noch kein Argument gebracht, wieso die F-35 aus taktischer Sicht für die Schweiz keinen Sinn macht. Die F-35 ist aus meiner Sicht ein hervorragendes Flugzeug. Es würde alle taktischen Anforderungen der Schweiz vollumfänglich erfüllen. Alle Gründe die gegen die F-35 sprechen (Kosten, US-Produkt, usw.) sind letztendlich politische Gründe. Aber sie haben sich ja vor allem über den „militärstrategisch-taktischen Ausbildungstand“ Sorgen gemacht.

Felix Lambrigger

Hää? Wann habe ich ich über den MTA Sorgen gemacht. Haben Sie noch irgendeinen Mindest-Bezug zur Realtät? Und nennen Sie mir bitte auch nur einen Vorteil des F-35 gegenüber zB dem Gripen. Die angebliche „Tarnkappeneigenschaft“ lassen wir doch endlich aus dem Spiel. Haben Sie mal nachgeschaut, was dieses Flugi dann noch an Waffen mitführen kann? Haben Sie irgendwann einen Technischen Vergleich zwischen diesen beiden Typen vorgenommen? Wohl kaum. Sonst würden Sie nicht mehr Feuer und Flamme für das Hochstapler-Maschinchen aus den Staaten sein. Und kommen Sie mir beim nächsten Votum nicht mit diesen öden Allgemienplätzen. „Politische“ Gründe würden gerade gegen… Weiterlesen »

Pasci

Kann ich schon – will ich aber nicht, das mit dem Namen. Und sorry, das mit dem „militärstrategisch-taktischen Ausbildungstand“ hätte eigentlich Hr. von Atzingen betroffen.

Ja, Sicher gerne werter Pasci. Die F-35 ist ein Multifuntionskampfflugzeug, das macht diese Maschiene sehr Aufwendig in der Produktion und im Unterhalt. Diese hochgezüchtete Maschiene lässt kaum Raum übrig zb. Im Bedarfsfall Komponenten anderweitig oder im Eigenbau, Ersatzteile zu Beschaffen= extreme Abhängigkeit vom Hersteller USA. Diese hochgezüchtete Maschiene dürfte zudem wenig Spielraum für abweichende Bewaffung bieten. Der Trumpf der Schweiz sind die Alpen die Voralpen den Trumpf sollte die Schweiz nutzen Flugoperationen im Radarschatten, im Anflug und Rückflug sozusagen möglichst viel in ,,Deckung,,operieren. Die Schweizer Luftwaffe sollte ein Hornissenschwarm sein, der aus allen Richtungen aus den Alpen und Voralpen heraus… Weiterlesen »

Pasci

Ja, ich kann Ihren Ausführungen folgen. Nur haben Sie eine falsche Grundannahme, nämlich dass die Schweiz „nur“ ein Jagdflugzeug benötigt. Aus militärischer Sicht besteht ganz klar der Bedarf für operatives Feuer und Luftaufklärung. Das kann mit einem Jagdflugzeug nicht gemacht werden. Aber sowohl mit dem Gripen, der F-35, der Rafale und sogar dem Eurofighter könnten diese Aufgaben erledigt werden.

Na ja einen ,,nur,, Jäger werden sie kaum finden. Es geht darum einen mit guten Jagdeigenschaften. Einen mit dem mann möglichst viel anfliegendes ausschalten kann, denn die grösste Bedrohung in einem Grosskonflikt, ist zumindest zu Beginn eines solchen Konfliktes aus der Luft zu erwarten.Die Luftwaffe ist seit dem 2. Weltkrieg nebst Raketen usw. DIE Erstschlagwaffe.Viel wichtiger als der ,,letzte Schrei,, sind möglichst hohe Stückzahlen mit den aufgeführten Kerneigenschaften. Es gilt die Terristischen Kräfte zu entlasten, Aufmarsch-Verschiebung.Zudem sollte die Bewaffnung darauf eingestellt werden= an erster Stelle Abfangbewaffnung, wenn ergänzend auch noch Erdkampfeigenschaften verfügbar sind,dann ist DAS sicher kein Schaden, jedoch nicht… Weiterlesen »

Stefan+Zurbuchen

Ganz sicher kein Ami-Flieger! Lieber ein technologisch etwas weniger „fortschrittliches“ Produkt, das dafür funktioniert, als teure elektronische Spielerei die sehr fehleranfällig ist und ausserdem garantiert einen Kill-Switch enthält, um jederzeit vom Pentagon aus deaktiviert oder gar ferngesteuert werden zu können! Den Amis ist grundsätzlich nicht zu trauen, und in den letzten Jahren waren sie generell unzuverlässige Partner auch in anderen Bereichen (siehe die berühmten „Lieferengpässe“ bei Medikamenten und Impfstoffen). In meinen Augen sind heute die USA sowieso der „bö Fei“. Da sollten wir eher russische oder chinesische Produkte kaufen!

Bin da grundsätzlich der gleichen Meinung.Technische überzüchtung ist und kann sich auch in anderen Bereichen negatiev auswirken.
Im Rüstungsbereich steht einfach noch mehr auf dem Spiel.
Krieg ist nun einmal KEIN Spiel, es geht um sein oder nicht sein von
Individuen der Nation.
Grins, tja der Böse Feind, Feindschaft und Freundschaft ändert sich nun einmal im Laufe der Zeit.Darum sollten wir auch als Nation
das auf eigenen Beinen stehen nie verlernen oder aufgeben.
Bündnispolitik trägt immer Fluch und oft vermeintliche Segen in sich.Unter dem Strich auf lange Sicht ist und bleibt eine zurückhaltende Neutralitätspolitik der beste Weg, nebst anderen
Bereichen auch im Bereich Rüstungsgüterbeschaffung.

Derzeit ist es sicher so, dass die USA nicht mehr der grosse Freund der Schweiz ist, die sie mal war. Aber die Begründung, dass deswegen ein amerikanisches Produkt schlechter als ein russisches sei, ist vermutlich nicht zu halten. Auch hat dies nichts mit der NATO zu tun. Eine saubere Evaluation mit den richtigen Kriterien. Das Preis/Leistungsverhältnis muss stimmen. Und dann haben wir eine Luftwaffe welche den Namen auch verdient. Und, bildet endlich wieder genügend Piloten aus, dass die Flieget dann auch besetzt werden können!

Felix Lambrigger

Sie sagen es, lieber Tischhauser. Das Preis/Leistungsver-hältnis muss stimmen. Und da schneidet eben der Gripen am besten ab. Dies hat man (erstaunlicherweise) in Bern schon vor Jahren gemerkt. Aber wo rohe Mächte sinnlos walten….
Saab’s Konkurrenten haben mit Millionenbeträgen Gegenwind erzeugt. Es ist nur zu hoffen, dass dies diesmal nicht fruchtet. Falls Sie der Meinung sind, lieber Tischhauser, dass meine Feststellung nicht der Wahrheit entspricht, bringen Sie bitte konkrete Zahlen. Ansonsten….

Pavlao+Kitanovic

Es geht JETZT in keiner Art und Weise darum zu diskutieren, welcher Flugzeugtyp besser oder weniger gut für die Schweiz geeignet sein soll. Das VBS hat die Evaluation noch nicht einmal begonnen und schon melden sich wieder 8,5 Mio. selbsternannte „Experten“ zu Wort. Es geht JETZT einzig und allein darum, zu erklären, weshalb die Schweiz überhaupt Kampfflugzeuge und Mittel der bodengestützten Luftverteidigung benötigt. Freiheit ist nur mit Sicherheit möglich. Beides, Freiheit und Sicherheit, ist nicht gratis zu haben. Sicherheit ist nur zu gewährleisten, wenn die Schweiz über einen grossen Mix an Fähigkeiten verfügt, mit dem sie verschiedensten sicherheitspolitischen Herausforderungen entgegentreten… Weiterlesen »

Ich neige dazu Divisionär Andreas Bölsterli zuzustimmen. Ich bin zwar beileibe kein Experte und die Typenwahl soll und muss letztendlich diesen überlassen werden. Ich bin aber der Meinung, dass wir nicht schon im Vornhinein gewisse Flugzeugtypen von der Evaluation ausschliessen sollten, weil diese vermeintlich zu teuer sind. Für mich stellt sich ganz einfach die Frage, wollen wir eine Armee, welche in der Lage ist BV Art. 58 zu genügen. Wenn wir diese Frage mit Ja beantworten, dann müssen wir auch bereit sein, Ausrüstung, Manpower und Betriebsmittel nicht mehr vom Finanzrahmen abhängig zu machen, sondern genau umgekehrt. Das heisst natürlich nicht,… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Werter Herr Gisel. Ihre Überlegungen kann ich teilweise nachvollziehen. In Punkto „Tarnkappe“ scheinen Sie allerdings nicht gerade wirklich gut informiert zu sein. Solche Flugzeuge sind nicht absolut unsichtbar. Der F-35 schon gar nicht, wenn er externe Waffenlast mitführt. Ganz abgesehen hilft die Tarnkappeneigenschaft höchstens über feindlichem Gebiet, um einen event. Überraschungseffekt zu erzielen. Trifft ja auf unser Land nicht zu. Viel wichtiger ist die Reichweite der Sensoren und Waffen. Und da ist der Gripen eben führend. Denn die Amis haben bislang keine Luft-Luft-Abfangraketen, die weiter als ca. 120 Km reichen. Die Europäer aber schon. Man muss kein Kampfjet-Pilot od. Flugzeug-Ingenieur… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Bezug nehmned auf den Kommentar der G.G. kann ich nur feststellen, dass die „Armeefreunde“ sowieso heillos zerstritten sind. Hr. Bölsterli hat z.T. schon Recht. Aber eben nur z.T. Der Artikel in der BZ suggeriert, dass ALLE Offiziere sich für den F-35 aussprechen würden. Ich bezweifle dies. Interessanterweise ist in diesem Blog absolut niemand auf mein Argument eingegangen, wonach man zwar dieses überschätzte Maschine bestellen kann, aber nie und nimmer die anvisierte in Dienst Stellung möglich wäre. Dieser Typ ist seit einigen Jahren in Produktion. Man hat bislang aber nur gerade mal ca. 200 Maschinen ausliefern können. Von rund 3200 zu… Weiterlesen »

Thomas Müller

Stichwort Bestechungsgelder…
Als selbsternannter Experte wissen Sie sicher mehr darüber. Wie steht es diesbezüglich mit dem Gripen, Raffale und den andern Flugis?
Wie schätzen Sie die Summen bei diesen Rüstungsfirmen ein? Haben Saab, Dassault und Boeing weisse Westen?