Gedanken zum Jahresanfang

Geschätzte aktive Unterstützer der Wiederherstellung einer glaubwürdigen Schweizer Miliz-Armee!

am Neujahrs-Tag 1. Januar 2018 ist der Bundesbeschluss vom 18. März 2016 zur nochmaligen Halbierung und somit weiteren Schwächung unserer Schweizer Armee in Kraft getreten. Ein wahrlich historisches Datum mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für die Souveränität der Schweizerischen Eidgenossenschaft, sollte sich in den kommenden Jahren die Sicherheitslage in und rund um die Schweiz verschlechtern oder der politisch/wirtschaftliche Druck auf unser Land weiter zunehmen.

Leider ist nun eine Situation entstanden, aus welcher kurzfristig kaum Auswege zu finden sind. Eine Sackgasse sozusagen. Unsere Bundes-(Un-)Sicherheits-Politiker behaupten, dass mit der WEA-Armee die Schweiz noch nie sicherer war als jetzt. Sprich: dank WEA weiterhin die «beste Armee der Welt». Demzufolge bestünde auch keinerlei Handlungsbedarf. Und schon gar kein Bedarf, irgendwelche Diskussionen zu einer künftig anderen Sicherheitspolitik unseres Landes zu dulden oder gar anzustrengen.

Es scheint, dass es dramatische Verschlechterungen unserer Sicherheitslage braucht, um unsere Gesellschaft und unsere Bundespolitiker aus ihrer Lethargie wachzurütteln. Nur kann es dann zu spät sein. Eine aus 100‘000 Mann bestehende Armee wird niemals fähig sein, eine 10-Millionen-Einwohner-Schweiz wirksam zu verteidigen. Sie wird nicht einmal in der Lage sein, etwa einer schweizweiten erhöhten terroristischen Bedrohung unserer kritischen Infrastrukturen und grösserer Bevölkerungs-Ansammlungen wirksam begegnen zu können.
Die Gruppe Giardino wird sich durch die Schalmeiengesänge der Bundespolitiker und der Militärverwaltung auch weiterhin nicht in die Irre führen lassen.

Mittelfristig braucht unser Land eine neue Sicherheitsarchitektur. Wir sind bereit, dazu unsere Ideen beizusteuern und haben zweckdienliche Arbeiten bereits aufgenommen.

Im Jahr 2018 sind die grössten bereits jetzt absehbaren Bedrohungen der Souveränität unseres Landes die vom Bundesrat beabsichtigte Unterzeichnung eines «Rahmenabkommens» mit der EU sowie die Übernahme der Bürger-Entwaffnungs-Richtlinie der EU-Kommission (Motto: «Waffen nur noch für Kriminelle»). Derweil hält die von unseren Behörden tolerierte illegale Einwanderung weiterhin an, auch und besonders mit Leuten die unsere Gesellschaftsordnung, unsere Werte und unser Rechtssystem diametral ablehnen und durch ihre eigenen «Kulturen» ersetzen wollen. Falls die Unterwerfung unter die EU (= Rahmenabkommen) Tatsache werden sollte, ist mit Unruhen im Lande, mit versteckter und offener Opposition gegen die elitäre Staatsgewalt zu rechnen.

Mit der Beschaffung ein paar neuer Flugzeuge oder mit etwas höherem Budget für das VBS ist es nicht getan – der Handlungsbedarf ist massiv grösser und vielfältiger. Auf Alibi-Übungen, die viel Geld kosten aber nichts bringen verzichten wir lieber. Früher galt in der Schweiz noch der Grundsatz «entweder machen wir etwas richtig, oder wir lassen es sein». Davon ist unsere Politik leider meilenweit entfernt.

Im kommenden Jahr 2019 wird unser eidgenössisches Parlament neu gewählt. Die Haltungen der bisherigen Parlamentarier und Parlamentarierinnen bezüglich einer glaubwürdigen Armee sind aufgrund ihrer Stimmabgabe zur Armee-Halbierung (WEA, 18. März 2016) bekannt. Wählbar werden für uns nur Neukandidierende sein, welche bereit sind sich für eine Wiederherstellung einer glaubwürdigen Landesverteidigung einzusetzen.

Es gibt viel zu tun und wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen!

Ich danke Euch herzlich für Eure tatkräftige Mitarbeit im vergangenen Jahr und wünsche Euch und Euren Familien alles Gute zum Neuen Jahr 2018!

Willi Vollenweider, dipl. Ing. ETH, Kantonsrat ZG
Präsident GRUPPE GIARDINO für eine starke Miliz-Armee

Print Friendly, PDF & Email

8
Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentar Themen
3 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
6 Kommentatoren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei

Den Ausführungen kann man nur Zustimmen! Das gibt ein sehr böses Erwachen, wenn die Zeit gekommen ist. Steht sehr zu befürchten, das wird zu spät sein. 50 Jahre fundamentale Dummheiten, verteilt in Serie, werden ihren Preis vordern. ( Für mein Verständmiss einen viel zu hohen,für unsere Nation. Unsere Vorfahren der letzten 700 Jahre drehen sich längst in ihren letzten Ruhestätten.) Tja 50 Jahre fundamentale Dummheiten,verteilt in Serie,davon rund 30 Jahre erheblich vorsiert.Das wird hässlich, sehr sehr hässlich. Nun mit sehr viel Glück wir das verfügbare,aufgegleiste für eine erste Kriegsphase reichen. Für die mit grosser Sicherhei,zu erwartende,und damit alles Entscheidende 2.… Weiterlesen »

Albert A. Stahel

Sehr gute Analyse. Die Schweizer Armee ist ab 1995 unter vier BR mit Unterstützung deren Cronies (inner- und ausserhalb der BV) zerstört worden.

Beda Düggelin

Danke Willi Vollenweider für diese treffenden Gedanken zum Jahreswechsel, welche ich voll und ganz unterstütze.

Kuede

Es gibt ein altes Sprichwort „Die Geschichte lehrt uns“… Leider haben anscheinend viele Schweizer Politiker in der Geschichts-Stunde gefehlt. M.E. ist die Situation heute viel schlimmer als vor dem 2. Weltkrieg. Und die damaligen Vorwanzeiten sind massiv geschrumpft.
Jeder Eidgenosse soll sich gut merken, wen er nächstens ins Parlament wählt. Dies beginnt schon auf Gemeinde-Ebene.

Nelli Camenzind

Die Schweiz mit 100’000 Soldaten zu verteidigen wäre schon möglich.

Erstens, das Milizarmee-Affentheater abschaffen und das Ganze durch Profi-Soldaten bewerkstelligen lassen. Zweitens, mit sinnvollen Partnern zweckdienliche Allianzen eingehen.

Ohne Ersteres und Zweites, wirds mit 100’000 dann wohl wirklich schwierig.

Eine Frage aber bleibt, wird die Schweiz am Seerücken, der Leventina, dem Fricktal oder eher in der Ukraine, dem Nahen Osten und Nordafrika verteidigt?

Werte Nelli haben Sie einen Taschenrechner. Einfach mal zu Schweizer Löhnen ausrechenen was das kostet in Friedenszeiten 100,000 Mann als Berufstruppe zu Unterhalten. Dazu militärisches Gerät und Transportkapazitäten für Bündnisabenteur,in der Ukraine und soo. Auf die weitere Problematik und erwiesenen Schwächen von Berufsarmeen verzichte ich das würde sehr lang. Die Wehrpflicht nach Schweizer Muster ist in Friedenszeiten verglichsweise wenig Kostenintensiev.Im Bedarfsfall kann man kurzfristig hohe Mannschaftsbestände Mobilisieren. Ob die Aktuellen Dienszeiten sinnvoll sind, zugegeben daran habe auch ich erhebliche Zweifel. Plädiere darum schon Lange für eine sinnvolle Zielgerichtete nicht zu lange Grundausbildung, sowie auf einen stark reduzierten WK Zeitanteil in… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Bezüglich Parlament: Die einzige Partei, die in ihren Papieren überhaupt wenigstens die Landesverteidigung erwähnt, ist die SVP. Keine andere massgeb. Partei tut dies. Aber auch die SVP redet nicht ganz Klartext. Einige Exponenten wie z.B. Salzmann (immerhin Präsi der SIK-NR) sprechen sich für eine Erhöhung des V-Budgets aus. Konkrete Zahlen bez. der Personalstärke habe ich noch von keinem Parlament. oder irgend einer Organisation gesehen. Bin gespannt, ob G.G. dies im angekünd. Papier machen wird. Ich glaube, es wird Zeit, konkrete Forderungen zu stellen. Persönlich wäre ich für einen Bestand von mind. jenem bei der Armee 95. Es sind die Menschen… Weiterlesen »

Werter Lambrigger Das geht in die richtige Richtung. Die Menschen und deren Einsatzwille, sind das A und O nur eben ohne gute und ausreichende Gerätschaften geht es eben auch nicht. Alarmorganisation: Habe 1996 anlässlich Vernehmlassung, neue Verfassung einen eigenen Entwurf eingebracht. Darin einen Passus der es den Kantonen ermöglicht hätte, bis zu 500 Mann (auch andere Zahl Möglich)Polizeihilfstruppe zu Mobilisieren. Stur WK Zeiten mehr oder weniger sinnlos abarbeiten bringt es einfach nicht.So Hilfstruppen würden jedoch durchaus Sinn machen. Bei genügend freiwilligen Meldungen Freiwillig, nach einem entsprechenden Einführungs WK zwecks Vermittlung von Fähigkeiten die von der rein Militärischen Ausbildung abweichen. Vom… Weiterlesen »