Parmelin hat keine Angst vor Volksabstimmung

Es gebe drei Möglichkeiten, sagte Guy Parmelin in einem Interview mit der „SonntagsZeitung“ und „Le Matin Dimanche“: das normale Verfahren für Rüstungsbeschaffung ohne Referendumsmöglichkeit, die Herbeiführung einer Referendumsmöglichkeit durch einen Planungsbeschluss oder eine Änderung des Militärgesetzes. Man fürchte sich nicht vor einer Abstimmung, sagte Parmelin zu den Zeitungen. Es gebe aber eine gewisse Skepsis gegenüber der Idee, ein Rüstungsgeschäft dem Referendum zu unterstellen. […]

Sorgen macht sich der VBS-Chef über die personelle Situation der Armee. Diese tragende Säule sei „dabei, Risse zu bekommen“. Auch bei der Ausrüstung müssten Löcher gestopft werden. Man sei bei der Erneuerung der Ausrüstung – qualitativ und quantitativ – in den letzten 25 Jahren zu knausrig gewesen. […]

Die Territorialdivision 4 ist laut ihrem Kommandanten, Divisionär Hans-Peter Kellerhals, „gut aufgestellt“ und fühlt sich von der Ostschweiz getragen. Man sei „für alle Eventualitäten, die wir denken, gerüstet„. […] Im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) wird die Division stärker regional verankert, erhält neu auch Infanterie zugeteilt und besteht aus sieben Bataillonen. Die Territorialdivision 4 ist für die Mobilmachung in ihrem Raum und die erste Abwehr eines allfälligen bewaffneten Angriffs zuständig.

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Kommentar:
Lassen Sie sich diese Zeilen auf der Zunge zergehen! Wie wird die Division nun konkret regional stärker verankert? Für sieben (7) Kantone stehen sieben (7) Bataillone zur Verfügung.
Die Ter Div 4 ist für „alle Eventualitäten“ (sic!) „gerüstet“. Auch „ausgerüstet“? Sieben (7!) Bataillone (davon 4 Inf Bat) schützen die (Ost-)Schweiz vor einem bewaffneten Angriff?

*Kopfschüttel*

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Na ja immerhien es bewegt sich etwas, sicher in die richtige Richtung. Ob das reicht ist mehr als fraglich. Offensichtlich geht man von einem Kriegsszenarium aus, das wie man innzwischen weiss, zur Zeit des innzwischen längst verblichenen Ostblockes durchaus real war.Dieser Ostblock beinhaltete Russland, Osteuropa sowie den Südgürtel der verblichenen UDSSR. Alles längst Geschichte.Die geballte Macht des Roten Imperiums existiert schlicht nicht mehr. Dafür kündigt sich ein anderes Megaproblem an, ein Wirtschaftszusammenbruch in Europa und ein sich daraus ergebendes verdammtes Chaos. Tja auf ein solches Szenarium sind wir denkbar schlecht vorbereitet. Gesamtwirtschaftlich aber auch Militärisch. Für einen wirkungsvollen Grenzschutz fehlen… Weiterlesen »