SP-Reformflügel bekennt sich zu Schweizer Armee und neuen Kampfjets

«Zu den Aufgaben der Armee gehört nicht nur die Luftpolizei, sondern auch die Luftverteidigung», sagte Chantal Galladé (sp., Zürich) vom SP-Reformflügel an der Medienkonferenz in Bern. Galladé denkt dabei an «asymmetrische Gefahren, also ein Fluggeschoss durch Terroristen.»

Die SP-Plattform unterstützt daher die Beschaffung von rund 30 neuen Kampfjets. Dass die F/A-18-Flieger länger in der Luft bleiben, hält die Gruppe nicht für sinnvoll, da sie damit alleine wäre.  […]

Die Plattform steht dafür ein, dass in die Ausbildung investiert wird und der Militärdienst auch für Frauen attraktiver wird. Der Bestand der Armee soll aber auf 80’000 Angehörige reduziert werden.

Zudem will die Gruppe die obligatorische Schiesspflicht streichen und Waffen sollen im Zeughaus gelagert werden. […]

Für die Angriffe im Internet fordert die Gruppe im Verteidigungsdepartement VBS einen neuen Schwerpunkt Cyberdefence. Die Mittel müssten aus dem Armeebudget kommen.

Beitrag auf NZZ.ch

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Beda Düggelin

Geschickte Salamitaktik des Reformflügels der SP wohl in den Diensten der Mutterpartei! Die nächste Forderung wird dann wohl 50’000 Armeeangehörige sein. Da machen sich leider auch Daniel Jositsch und Chantal Galladé völlig unglaubwürdig, wenn sie mit 30 neuen Flugzeugen die Luftverteidigung der Schweiz sicherstellen wollen. Eine Armee verträgt keine Halbheiten, eine Armee verträgt auch keine reformorientierte SP, das ist selbst die GSoA glaubwürdiger. Letztere bekennt sich ganz klar zur Armeeabschaffung, immerhin konsequent…..

Gotthard Frick

Ca. 3 Wochen vor dem sowjetischen Grossangriff auf Finnland 1939 sagte der sozialdemokratische Premierminister stolz, seine Regierung habe keine Geld für Waffen verschwendet. Am Tag des Angriffs trat er zurück und die Finnen, ohne schwere Waffen,in weissen Tarnanzügen auf Skis, unterstützt durch eisige Kälte und tiefen Schnee, hielten die grosse Übermacht mit ihren tausend Panzern und Kampfflugzeugen 4 Monate lang in Schach. Stalin hatte – wie auch für alle späteren Satellitenstaaten für Finnland aus Kommunisten eine Exilregierung aufgebaut. Nach dem langen Widerstand der Finnen (und riesigen Verlusten der Roten Armee) löste Staline die finnische Exilregierung auf und liess Finnland sein… Weiterlesen »

Hans von Atzigen

Noch einige Ergänzungen zum Kriegsverlauf in Finnland. Die Mannerheimlinie hat drei massieve Frontalangriffe der Roten Armee abgewehrt.Danach hat die rote Armee den Operationsplan geändert.Über Keralien wurde eine Umgehungsoperation gestartet. Die Finnen haben darauf 30 000 Infanteristen in den Norden geschickt.Die haben mit einem entsprechenden Einsatz die Fahrzeugkollonen, Panzer und Nachschub auf den wenigen einfallachsen ausgeschaltet.Die Finnen haben das Militärisch ausgezeichnet angestellt,mit klugem entschlossenem Einsatz kann man auch gegen einen überlegenen Gegner sehr viel ausrichten. Eine vergleichbare Lage ergab sich beim einmarsch der DW in Frankreich,die Magino-Linie hätte sicher weitestgehend gehalten. Die Französische Armee hat es einfach verschlafen das Loch in… Weiterlesen »

Nix neues von Seite der SP lediglich ein Schein-Ja zu einer eigenständigen Schweizer Armee.Das Ziel der SP ist eine Berufsarmee. Logo mit der man alles mögliche anstellen kann. Nur eines nicht das Schweizer Hoheitsgebiet rundum gegen Übergriffe wirkungsvoll verteidigen.Das Ziel der SP ist die Integration in die EUDSSR. Grins die haben das Ende der UDSSR bis heute NICHT verwunden. Kaum war die UDSSR abgewickelt, haben die mit grosser Begeisterung für die EUDSSR Stimmung gemacht.Als Ersatz für die geistig Ideologische ,,Heimat,, die sich aus der Realtät geschlichen hat, lacher, einfach in Luft aufgelöst hat.Ach je diese 68. iger und ,,Nachgeburt,, letztlich… Weiterlesen »

Alexander+Steinacher

Warum kann man offenbar, wenn man links gewickelt ist, nichts aus der Geschichte lernen? Selbst wenn der „Reformflügel“ lesen würden, was Herr Frick hier aus der Geschichte offenlegt, würde es ihre erlaubte Auffassungsgabe überfordern.

zimmermann

Ein geschickter Schachzug der SP. Für 30 neue Flugzeuge, nochmalige Reduktion der Armee und Abgabe der persönlichen Waffe ins Zeughaus wird die Verteidigungs- bereitschaft der Schweiz kaum verbessert. Das Ziel, die Aufgabe der schweizerischen Eigenständigkeit, wird konsequent weiterverfolgt!

Felix Lambrigger

Dass die SP in Wirklichkeit Lenins „Weltrevolution“ anhängt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Damit sollen alle National-Staten abgeschafft, und durch die eine, „unfehlbare“ Partei abgelöst werden. Ein anschauliches Beispiel, wie „man“ sich dafür einsetzt, ist der heutige SoBli mit ihrem Chef-Agitator Cavelti, und dessen entsetzlichen Geschreibsel zum Landesstreik von 1919. Entlarvend ist nicht nur, was er schreibt, sondern auch, was er verschweigt. Unter den Teppich kehrt. Mit letzerem meine ich die Rolle Lenins und dessen „Statthalter“ Fritz Platten (seines Zeichens Nationalrat). Dieser Platten (ein Secondo), war auch Mitinitiator des LS. Mag sein, dass die meisten der Streikenden nicht an einen bewaffneten… Weiterlesen »

Gotthard Frick

Noch ein militärtechnischer Nachtrag: Da die Finnen fast keine Schweren Waffen, also praktisch auch keine Panzerabwehrwaffen hatten, erfanden sie den Molotowcocktail. Davon produzierten sie während der Kriegsmonate 500’000 Stück. Deren Einsatz bedingte grossen persönlichen Mut der Soldaten, denn man musste die russichen Panzer bis auf Wurfdistanz heranlassen, bzw. sich anschleichen.

Erinnerungen an die Armee 61

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