Bundesrat verabschiedet Armeebotschaft 2018

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. Februar 2018 die Armeebotschaft 2018 zuhanden des Parlaments verabschiedet. Bei den Verpflichtungskrediten für insgesamt rund 2 Milliarden Franken setzt er drei Schwerpunkte: Er will erstens bestimmte Systeme der Luftwaffe modernisieren, zweitens die Ausrüstung der Truppe ergänzen und drittens die Infrastruktur für die Ausbildung ausbauen. Zudem beantragt der Bundesrat die Ausserdienststellung von nicht mehr benötigten Systemen oder Teilen davon; dazu gehört rund die Hälfte der F5-Tiger-Kampfflugzeuge. […]

Die Kosten der Ausserdienststellungen können weitgehend durch die erwarteten Liquidationserlöse gedeckt werden. Zudem sinkt der jährliche Betriebsaufwand um 5,5 Millionen Franken. Die Einsparungen sind notwendig, um Finanzmittel für Investitionen freizumachen.

Ausser Dienst gestellt und verkauft werden sollen die nicht mehr benötigten F5-Tiger-Kampfflugzeuge. Die verbleibenden 26 Flugzeuge sollen zur Entlastung der F/A-18 von Nebenaufgaben weiterhin eingesetzt werden. […]

Mit der Ausserdienststellung der Festungsartillerie sollen die verbleibenden Festungskanonen Bison und die 12-cm-Festungsminenwerfer mit der dazugehörigen Infrastruktur entweder veräussert oder ausgeräumt und verschlossen werden. Die Festungsartillerie stammt überwiegend aus der Zeit des Kalten Krieges. Sie war auf die damalige Bedrohung ausgerichtet. Mit der veränderten Bedrohungslage hat sie an militärischer Bedeutung verloren. Zudem basiert die Verteidigung heute auf mobilen Kräften. Schliesslich beantragt der Bundesrat auch eine Ausserdienststellung der nicht werterhaltenen Panzerhaubitzen und der Raupentransportwagen sowie der Panzerjäger.

Mitteilung des BundesratsBroschüre Armeebotschaft – Armeebotschaft – ausserdem: „Bundesrat will zwei gebrauchte Rega-Jets kaufen“ – Berichte auf watson.ch – blick.ch – interview mit BR Parmelin auf blick.ch – „Amis sind heiss auf unsere Tiger-Jets

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Ausserdienststellungen: die Totengräber schaufeln weiter.

Das einzig Positive an der Botschaft ist, dass der BR anscheindend Splitterschutzwesten für alle 100’000 Mann der weiter eliminierten Armee beschaffen will. Da laut BR die 17 Inf.Bat. nur über eine „eingeschränkte“ Verteidigungsfähigkeit verfügen sollen und konsequenterweise über keine schlagkräftigen Feuermittel verfügen, und die „Divisionen“ genannten Regimenter, denen sie angehören auch keine Mittel zur Feuerunterstützung haben, sind deren Infanteristen Kanonenfutter. Jetzt sind sie wenigsten dann etwas besser geschützt. Da der BR ein niedliches Kriegbild sieht, völlig verschieden von dem der obersten US Militärführer, glaubt er, wir könnten uns mit mobilen Kräften verteidigen, konkret mit 6 Bataillonen, und bis auf weiteres… Read more »
@ Martin Frei. Sie liegen voll richtig. Totengräber der EIGENSTÄNDIGEN Verteidigung. @Gotthard Frick Einfach ganz scharf und logisch kombinieren. Da ist KEIN Wiederspruch US General und Bundesratskriegsbild im gegenteil volle Logik. Die USA mit Europa wollen es offenbar wissen,die USA mit EU NATO resp.dem EU Militärverbund, gegen den Russisch Chinesischen Block. Das ist nun mal die gross Geostrategische Lage. Die Armee muss mobiel sein. Warum? Ganz einfach die Schweizer Alpen mit Bison Bunkern kann man nicht richtung Osteuropa in richtung Russland verfrachten.Geschnallt? Und wenn die Russen nicht kommen, oder doch kommen werden die nicht die Schweizer Alpen erobern. Tja und… Read more »

Und was sind denn aus Ihrer Sicht „schlagkräftige Feuermittel“ über die ein Inf Bat verfügen sollte?

Und mit den Meinungen ist es wie mit den Nasen. Jeder hat eine. Wenn man allerdings Experten zuhört – wie etwa Martin van Creveld – leben wir in einer sicheren Welt. Zwar haben sowohl Russland wie auch China derzeit Oberwasser, aber damit sollen erstmal deren Nachbarn klar kommen. Aus meiner Sicht müssen wir soweit rüsten, dass wir uns selber verteidigen können. Aus meiner Sicht sind wir im Vergleich zu unseren Nachbarn sehr gut aufgestellt. Aber eben, das ist ja wie mit den Nasen…

Unglaublich aber leider wahr, was hier abgeht.

Die Feuerwehr in der Stadt Zürich hat kürzlich alles schwere Löschgerät (Einsatzwagen) entsorgt und wartet nun auf die Lieferung der neuen Fahrzeuge. In der Zwischenzeit wird ohnehin kein Brand ausbrechen. Und die Polizei ist nur noch mit Fakepistolen ausgerüstet, da ja die Kriminalität sich auch dank den Ausländern bereits der Nulllinie nähert.

Das Hauptproblem ist die ausreichende Finanzierung der bewaffneten Neutralität – und dies bei einem Milliardenüberschuss des Bundes. Politiker, nehmt eure Verantwortung für die Sicherheit des Landes endlich wahr.

Erinnerungen an die Armee 61

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