Frankreich versucht die Aktualisierung des Wehr- und Zivildienstes

Viele Franzosen und Emmanuel Macron sind von einem „nationalen Dienst“ überzeugt. Vor 22 Jahren, am 22. Februar 1996, kündigte der damalige Präsident Jacques Chirac an, dass der Wehrdienst abgeschafft werden soll, weil sich die Prioritäten geändert haben. Frankreich brauche die Wehrpflichtigen nicht mehr, eine „Massenarmee“ sei nicht mehr wichtig.

Das Land brauche stattdessen, so Chirac, eine effizientere, modernere Verteidigung, die dazu fähig ist, sich schnell „in ausländische(!) Territorien zu versetzen“. Allein was man unter „Verteidigung“ versteht, war, wie ersichtlich, auch damals Ansichtssache.

Mittlerweile hat sich in der Einschätzung des Wehrdienstes etwas geändert. Es geht bei den Argumenten für die Wiedereinführung eines verpflichtenden Dienstes, die in den Medien kursieren, nicht so sehr um die militärische Verteidigungsfähigkeit, sondern um den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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Felix Lambrigger

Interessant ist im Artikel dieser Satz: „….nicht so sehr um die militärische Verteidigungsfähigkeit, sondern um den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Auf unser Land bezogen finde ich: sowohl als auch. Bis weit in die Achziger schien alles so ziemlich o.k. zu sein. Doch dann wuchs der „Internationalismus“ weit über einen vernünftigen Level hinaus. Immer mehr Schweizer betrachteten die „ganze Welt“ als ihr Zuhause. Patrioten und Konservative wurden mehr und mehr verhöhnt, verlacht. Aber so langsam dämmert es einigen dieser verirrten Schafe (sofern sie sich nicht schon unter die Erde gekokst haben), dass diese Strömungen nirgends hinführen. Heute definieren viele Ihr Selbstwertgefühl über die… Weiterlesen »

Sicher nicht immer so einfach, Einzelaussagen in einen grösseren Rahmen einzuordnen.Die Sache könnte auch als Zusammenhalt im innerfranzösischen Sinne resp. Verteidigung interprtirt werden. Die wahre ,,Stossrichtung,,offenbart sich jedoch in der Vorderung nach hoher Mobilität. Das Projekt EU hat ein Kernziel, die schaffung, Gestaltung eines Europäischen Supperstaates,Imperiums. Das ,,Kind,,funktioniert unübersehbar deutlich mehr schlecht denn recht,trotzdem geht das borniert weiter,in die Gestaltung, der im Staate letzten ,,Machtinstitution,,die aufgleisung einer Europäischen Armee. Schwerpunktmässig in Richtung Berufsarmeen.( So ein Mixmodell aus Freiwillig und Söldner.) Vorteil und Schwachstelle dieses Models, die Hemmschwelle für den Einsatz nach aussen UND innen, ist deutlich tiefer als mit einer… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Aus der Schreibstube des VBS / des Bundesrates
Gerade ist mir wieder das abstruse Broschürchen „Sicherheit 2017“ unter die Augen gekommen. Die Schweizer fühlen sich angeblich „sicher“, und vertraue dem Bundesrat.
In welchem Elfenbeinkäfig leben diese Autoren? Glauben diese Heinis, was sie da zusammenschwurgeln?
Vermutlich wohnen die alle in abgelegenen, durch Überwachungskameras und bewaffnete Patrouillen abgesicherten Wohnstätten. So a la DDR-Führungsriege.
Kein Wunder, dass diese Pinoccios glauben, mit einer Rumpfarmee das Land im Ernstfall verteidigen zu können.
Passt auf, ihr Pinoccios, wenn die Nase zu lang wird, könnt ihr den Kopf nicht mehr heben.