Allgemeine Wehrpflicht: Schweizer Erfolgsmodell in akuten Nöten

Seit der Gründung des schweizerischen Bundesstaats im Jahr 1848 ist die allgemeine Wehrpflicht in der Verfassung verankert. In Artikel 59 Absatz 1 der Bundesverfassung heisst es: «Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten. Das Gesetz sieht einen zivilen Ersatzdienst vor.» Nicht nur einmal wurde über die Abschaffung der Wehrpflicht debattiert. Dieses Ansinnen blieb stets chancenlos, so letztmals 2013 mit über 73 Prozent Nein-Stimmen. Doch ausgerechnet jetzt, mit dem Start der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee (WEA), der wichtigsten Armeereform seit Jahren, wird es für die bisher unantastbare Maxime der allgemeinen Wehrpflicht richtig heikel.

Beitrag auf NZZ.ch – dazu „passt“ dieser Bericht auf 20min.ch

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Zu späte Erkenntnis, warum hat man denn die WEA durchgewunken? Wer trägt die Verantwortung? Sicherlich nicht die Gruppe Giardino!

Der Artikel 59/1 wird gerne zitiert. Je nach Pol.Richtung auch der Art.57/2. Als Gegenleistung steht der Art. 136. (Anmerkung:Es gibt Schlaumeier die wollen auch das noch aushebeln.) Der Artikel 136 wird letztlich in Bezug auf die Stimm-Staatsbürger Souveränität, umgehend durch die Art.193 und 194 wieder teilausgehebelt. Dann währe da noch, der hineinwirkende Art.37/2. Fazit: Ist eben sehr vieles unter dem Strich ,,schwammig,,in dieser Verfassung. Allgemeine Wehrpflicht ja mit ,,Hinterausgang,,. Souveränitäsrecht der CH-Bürger ja,aber eben mit Vorbehalt. Alles übrige an Rechten steht der ganzen Menschheit zur Verfügung. Wehrpflicht bedeutet nun einmal im Bedarfsfall auch Einsatz des Lebens. Logo auch für Drückeberger… Read more »

Nachtrag:
Die allgemeine Wehrpflicht war schon VOR der Verfassung von 1848 entscheidender Bestandteil der Eidgenossenschaft.
In den Stadt-Kantonen mit entsprechenden Freiheitsrechten verknüpft. In den Landsgemeinde-Kantonen direkt ans Bürgerrecht, mit dem Stimmrecht an den Landsgemeinden.
Es galt der Grundsatz Wehrbar- Ehrbar.
Dazu die verpflichtung die Persönlich Ausrüstung und Bewaffnung
auf eigene Verantwortung und Kosten zu stellen.
Grins. Wer es sich leisten wollte und konnte beschaffte sich den
Ritterpanzer-Knaker, Hellebarde die anderen das Modell Trüssel,
den Langspeer und später div.Modelle an Vorderlader.

Damals in der Armee61, lange bevor der „Eiserne Vorhang“ fiel, noch während dem Kalten Krieg (jahrzehntelange, gegenseitige Bedrohung von Ost und West, mit atomaren, biologischen und chemischen Waffen) hat die GSOA (unter seinem „Spiritus Rektor“ Böfei Jo, aNR Jo Lang) zur Wehrdienstverweigerung aufgerufen. Ein eindeutig strafrechtlich relevanter Tatbestand. Mit tatkräftiger Unterstützung der Links-Parteien hat Jo ungestraft sein Unwesen getrieben und wie der „flötende Rattenfänger“ die jungen Menschen, hinter sich geschart. In öffentlichen Veranstaltungen wurden die wehrdienstleistenden Männer, desavouiert. Dem ewigen Frieden das Wort geredet und die Verweigerung des Wehrdienstes glorifiziert und salonfähig erklärt. Böfei JO als Berufsschullehrer hat während Jahren,… Read more »

Erinnerungen an die Armee 61

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