Leoparden gibt es nur noch im Zoo

Wer heute in Rothenburg Leoparden sehen will, findet sie – es sind zwei Raubkatzen – nur noch in Toni’s Zoo. Die gepanzerten Leoparden sind nämlich bereits vor Jahren aus Rothenburg abgezogen und ins st. gallische Bronschhofen verlegt worden. 96 Stück sind dort stillgelegt und werden aus Effizienzgründen zentral an einem Ort in Schuss gehalten. «Die Stilllegungskosten für alle Panzer 87 Leopard belaufen sich pro Jahr auf rund 500 000 Franken», schreibt Jacqueline Stampfli-Bieri, stellvertretende Leiterin Kommunikation im Bundesamt für Rüstung, Armasuisse.

Von den 380 Leoparden, die in den 1980er-Jahren für 3,53 Milliarden Franken akquiriert wurden, sind es im Verlauf der Jahre immer weniger geworden. Nicht einmal mehr die Hälfte davon steht derzeit noch im Einsatz. Von den 172 noch benutzten Tanks […] sind mehr als 30 ihrer ursprünglichen Funktion enthoben. Diese «Mutanten» stehen heute zum Beispiel als Genie- oder Mienenräumpanzer im Armee-Einsatz. Von den Panzern sind bis dato 109 ins Ausland verkauft worden. Teils an die kanadische Armee, aber auch an die beiden deutschen Rüstungskonzerne Rheinmetall und Krauss-Maffai Wegmann.

Beitrag auf luzernerzeitung.ch

Kommentar:
Ein finanzieller Klacks, der mit ein paar Einsparungen bei den Spesen rasch wieder ausgeglichen sind. An anderer Stelle lesen wir hingegen:

„Wegen der ganzen Manöver und Aufrüstung in Westeuropa hat Moskau entschieden, die geplante Verschrottung von 10’000 alten Panzern erheblich zu beschränken. Jetzt sollen es nur 4’000 sein und 6’000 bleiben und werden modernisiert. […] Die Russen haben 10’255 T-72, 4’500 T-80, 550 T90 und 20+ an supermordernen T-14 Armata. Also über 15’000 Panzer und jetzt holen sie wie oben beschrieben noch 6’000 aus der Mottenkiste dazu.“

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Der Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf. Immerhin lässt man diese „stillgelegten“ nicht nur irgendwo vergammeln. Wir werden sie wohl (leider) bald wieder benötigen. Vorausgesetzt, wir haben genügend Personal, um sie betreiben zu können, gelle? Interessant finde ich auch den Hinweis auf die „andere Stelle“. Habe mich da etwas umgesehen. Nachfolgend ein kleiner Abschnitt davon: „Damit soll die Reaktionsfähigkeit der NATO bei einer militärischen Eskalation an der europäischen Ostflanke verbessert werden – „als Konsequenz der unberechenbaren russischen Politik im Kreml“ – wie es aus Brüssel heisst.“ Also – ich finde die russische Politik im Kreml alles andere als „unberechenbar“.… Read more »
Durchaus möglich das demnächst in der Ostukraine etwas abgeht.Die Sache ist aus div.Gründen reif. Würde so einiges passen für einen Sturmangriff der Ukrainischen Armee auf die Sezessionisten. Mal sehen wie sich die schlagen. Auf dem Hintergrund einer vormals sehr guten Zeitschrift und entsprechendem Kurzartikel aus den 90 iger Jahren,gehe ich davon aus das die Sezessionisten auf umfangreichere Waffenlager der verblichenen roten Armee zurückgreifen konnten. Gemäss damaliger Meldung vermutete der US Geheimdienst,das gosse Mengen an Kriegsmaterial in alten Berwerkstollen im Donbas eingelagert wurden. Mal sehen wie sich das entwickelt, mit einem guten Abwehrdispositief,schaffen die Sezessionisten das ohne das die Russen eingreifen.… Read more »

Interessant am Kommentar zu obigen Artikel ist die Quelle.
Dieser „Freeman“ dieser, na ja, sagen wir mal etwas einseitigen Website (allesSchallunndRauch), resp. Blog, kann man durchaus in die Reihe mit Breitbart & Co. stellen.
Und da ist es nicht verwunderlich, wenn die Gemeinde der Verschwörungstheoretiker zusammentut und sich auf die Schultern klopft.
Ich weiss noch ziemlich genau, wer damals u.a. Breitbart-News als seriöse Info-Quelle lobte und dem POTUS ausschliesslich Gutes zusprach.
Es ist auch bezeichnend, dass in diesem Blog kaum mehr Kommentare geschrieben werden.
Sogar der Hans von Atzigen hat mich schon lange nicht mehr mit seinen Ergüssen erheitert – Schade eigentlich.

Grins der ist nach wie vor am leben.
Gebe Ihnen zu 100% recht das Feld wird längst von Verschwörungstheoretikern und vor allem durchgeknallten Ideologen beherrscht.
Tja nicht sooooo gut die Spezies nüchterner Rationalist ist leider am aussterben.
Übrigens soweit mir bekannt, der Breitbartgründer
hatte einen ´´Hintergrundinspirator´´.
Ganz klar KEIN Verschwörungstheoretiker.
Titel:
Christopher Lasch
Die Blinde Elite
Macht ohne Verantwortung.
Deutsch: Hoffmann und Campe 1995.
Konnte dessen Aussagen nachvollziehen, habe die USA 1980 von Küste zu Küste bereist.
Grins mit freundlichem Gruss.

Zur Zeit des Kalten Krieges hatte der Bestand von rund 600 Panzern der CH-Armee seine Berechtigung.
Wichtig ist das der aktuelle Bestand erhalten bleibt.
Auf dem Hintergrund,das, das Hoheitsgebiet der Schweiz nur bedingt
Panzergelände ist, ist eine Neubeschaffung resp. Aufstockung nicht prioritär. Gravierend ist der Aderlass bei den Übrigen
Artilleriesystemen die verbunkerten und die mobilen.
Aufgrund der aktuellen Kriegsmaterialtechnik, hat die Luftwaffe
Luftabwehr für eine 1.Kriegsphase oberste Priorität.
Gleich danach braucht es eine erheblich Aufstockung im Bereich Artillerie, Rohr und Raketentechnick.
Die Infanterie braucht Feuerunterstützung.
Wenn die nicht verfügbar ist,hat das verheerende Wirkung.
Die Verluste der Infanterie steigen ins Desaströse.

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