Bürgerliche Kampfjet-Befürworter liegen sich schon wieder in den Haaren – die Armee-Gegner freuts

Das Seilziehen hat längst begonnen. Parmelin hat sein Multipack in die Vernehmlassung geschickt, die bis September läuft. Klar ist schon jetzt: Viele Armeefreunde wollen eine aus ihrer Sicht riskante Volksabstimmung verhindern. Hinter den Kulissen laufen längst Bestrebungen, das Paket in seine Einzelteile zu zerlegen. Etwa bei der FDP.

Beitrag auf aargauerzeitung.ch

Kommentar:
Die grösste Gefahr für unsere Armee kommt weiterhin a) aus dem VBS, welche diese famose Idee mit dem referendumsfähigen Planngsbeschluss hatte, und b) der „bürgerlichen“ Politik, welche das gefährliche Spiel zu Ungunsten der Armee spielt.

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Elmar Hutter

So lange die Kampfjets als sowohl defensive als auch offensive Waffensysteme Priorität haben und die Luftabwehr (defensive Waffensysteme) eine untergeordnete Rolle bei der Rüstungsplanung für den neutralen Kleinstaates spielt, wird die Modernisierung der Luftverteidigung bei vielen Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen auf starken Widerstand stossen. Die defensive Ausrichtung der Schweiz spielt nämlich seit Jahrhunderten eine bedeutende sicherheitspolitische Rolle. Sie ist sozusagen in unsere Psyche eingeschrieben. Sie äussert sich sogar im Mannschaftssport (Betonung der Verteidigung, unterstützt durch gezielte Konterangriffe).

Beda Düggelin

Leider nein, die Luftwaffe ist das Herzstück einer jeden Landesverteidigung, ohne glaubwürdige Luftwaffe keine glaubwürdige Armee.
Der Vergleich mit dem Mannschaftssport (insbesondere Fussball) ist verfehlt. Sicherheit ist kein Fussballspiel. Warum sind denn die Italiener nicht an der WM?
Ein Haus ohne Dach ist wertlos. Ein Verzicht auf eine glaubwürdige Flugwaffe, im Fall der Schweiz mindestens 60 Flugzeuge, ist ein Verzicht auf die Armee! – Der Defaitismus ist in der Schweiz leider weit fortgeschritten…

Elmar

Beda Düggelin: Sie haben meinen Text wohl nicht gelesen. Ich habe geschrieben, dass die defensiven Mittel Priorität haben sollten. Das heisst auf Deutsch: Der Schwerpunkt der Luftverteidigung sollte bei der terrestrischen (mobilen) Luftabwehr liegen. Die Flugzeuge sind auch wichtig, haben aber nach meiner Meinung für die Schweiz keinen Vorrang. (Wir sind nicht NATO-Mitglied.) Die alten Eidgenossen haben die Schweiz nicht in erster Linie mit einer offensiv ausgerichteten Reiterei verteidigt, sondern mit vielen, relativ einfachen persönlichen Waffen. Heute ist natürlich die dritte Dimension bei der Verteidigung des Landes dazugekommen. Jedenfalls halte ich es für falsch, dass bei einer Handvoll Kriegsflugplätze der… Weiterlesen »

Bruno Rossi

über eine Armee und der Beschaffung von Rüstungsgüter stimmt man nicht ab! Das hat nichts mit Demokratie zu tun. Es geht um unsere Sicherheit,da braucht es wie Israel, um die besten Kampfmittel,in Luft und Boden!
Unsere Vorfahren haben um ein freies land, ihr Leben gelassen!
Ich Grüsse Sie Freundlich, Bruno Rossi

Elmar Hutter

Bruno Rossi: BR Parmelin will das Stimmvolk über den Rahmenkredit von 8 Milliarden Fr. abstimmen lassen. Die SOG heisst den vom BR gefällten Planungsbeschluss gut. Das Parlament soll gemäss SOG- Communiqué das Geschäft rasch vorantreiben und die Weichen für die allfällige Referendumsabstimmung so früh wie möglich stellen. Ein Referendum der GSoA wird höchst wahrscheinlich zustande kommen. Das Schweizer Volk wird also über den Planungsbeschluss abstimmen. Aufgrund von Umfragen ist eine Mehrheit des Schweizer Volkes für die Modernisierung der Luftabwehr. Diese ist also kaum gefährdet. Unklar ist die Situation bei den Kampfflugzeugen. Ein (positiver) Vorentscheid für die Modernisierung der Flugabwehr -sei… Weiterlesen »

Bruno Rossi

Ich weis was BR.Parmelin gesagt hat. Nun muss ein Referendum
ob von den der GSOA, oder wie sich diese Weichlinge nennen!
Unbedingt verhindert werden! Und die Armee, schnellst möglich
mit den Besten Kampfmittel aufzurüsten. Noch einmal über eine
Armee stimmt man nicht ab! Wird so oder so zu viel abgestimmt
Grüsse Sie Freundlich, Bruno Rossi

Thomas Müller

Kein Problem, hier ist man an der richtigen Adresse für Referenden. Lasst die GG Unterschriften sammeln für ein Referendum. So stellt man sicher, dass es nicht zustande kommt und der Weg zu neuen teuren Kampfjets ist frei.

Beda Düggelin

So wünschenswert es wäre, dass kein Referendum zustande kommt, es lässt sich nicht verhindern. Ein Finanzreferendum nur für die Belange der Armee ist staatsfeindlich und defaitistisch, aber dies stört natürlich die GSoA nicht. Bruno Rossi liegt richtig, mit der Sicherheit spielt man nicht. Die GSoA gefährdet die Demokratie und dies nicht erst seit gestern!

Elmar Hutter

Sehr geehrte Redaktion: Weshalb wird meine Antwort auf Beda Güggelins Imput „Leider nein,…“ nicht veröffentlicht ? Wenn unsere Armee den demokratischen Staat Schweiz verteidigen soll, muss sie sich der Diskussion öffnen. Ich bin überzeugt, dass die Schweizer Bürger und Bürgerinnen auch an der Urne zur Armee stehen, wenn man die Öffentlichkeit über die zunehmende Kriegsgefahr aufklärt. Weshalb werden in den Tageszeitungen keine entsprechenden Inserate veröffentlicht oder die Journalisten zu Informationen eingeladen? Es nützt nichts, wenn man nur vor Abstimmungen über Fragen der Landesverteidigung berichtet. Das VBS sollte endlich den Mut aufbringen, die Leute über die aktuelle Entwicklung zu informieren, wenn… Weiterlesen »

Thomas Müller

Hallo Herr Hutter, das VBS tut wirklich was es kann. Erst vorgestern gab es eine Pressekonferenz zur Lage in Mitholz. Dort war, wie Sie sicher auch gelesen haben, im 1947 eines der Sprengstoff- und Munitionslager der Armee in die Luft geflogen. Man hatte dort im Nachgang etwas aufgeräumt und kommt nun zum Schluss, dass verschüttete Rückstände des damaligen Lagerguts gefährlich sein könnten und ein gewisses Risiko besteht.“Sicherheitsmassnahmen seien zwingend erforderlich, die Grenzwerte seien zum Teil massiv überschritten.“ Das ist doch Transparenz wie wir sie wünschen. Ihr letzter Satz würde ich als Techniker so kommentieren: Die (meisten) Bundespolitiker bräuchten eine neue… Weiterlesen »

Elmar Hutter

Thomas Müller: Diese innerschweizerischen Informationen wie im nahen Mitholz liefert das VBS in der Tat. Was jedoch fehlt in unserem Land, ist der Blick über den Gartenzaun, so wie es z.B. der Schweizer Soldat in seinen monatlichen sicherheitspolitischen Rundblicken liefert. Gemäss BR sollen die Durchschnittsschweizer und -innen über wichtige Rüstungsgeschäfte abstimmen. Dies ist im Grunde genommen nicht falsch – wenn die Bürger/Bürgerinnen auch übers Jahr wichtige Informationen über die aussenpolitische bzw internationale rüstungstechnische Entwicklung erhalten. In diesem Zusammenhang sei an das gute Beispiel der Schwedischen Regierung erinnert. In Skandinavien scheut man sich nicht davor, unangenehme Infos an die Bürgerschaft zu… Weiterlesen »

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Yves Jauslin

Kann mir mal jemand erklären wieso über eine Beschaffung, die über das ordentliche Budget läuft, überhaupt abgestimmt werden kann/soll? Geht mir nicht in den Kopf…..

Grundsätzlich kann zu jedem Thema abgestimmt werden.
Vorausgesetzt es läuft nicht gegen sog. ,,zwingendes,, Völkerrecht.(Best.BV)
Solange die Schweiz nicht Mitglied einer
überstaatlichen Militärorganisation,zb.NATO, ist bleibt das auch so.
Ganz klar das sollte auch so bleiben.
Der Grund ist ebenfalls sonnenklar.
Eine Armee ist IMMER der letzte Garant für Nationale
Selbstbestimmung.
Sicher nicht sooo schön, jedoch nun einmal Fakt.
Völkerrechtsstaatus und damit Recht und ganz klar auch sog. Völkerrecht basiert auf dem,den Ergebnissen der
Schlachtfelder.Seltene Ausnahmen bestätigen diese Regel.Ohne wenn und aber auch das UN-Recht bildet KEINE Ausnahme.

Felix Lambrigger

Hallo Herr Jauslin
Die einzige Erklärung ist vielleicht dies. Da der ganze Brocken von 8 Mia. auf mind. 4 oder 5 Jahre aufgeteilt werden müsste, könnte die fünfte Kolonne versuchen, dazwischen zu funken. Will heissen, man würde versuchen, den Bund daran hindern, die Beschaffungsvereinbarungen einzuhalten. Hat man aber die acht Mia. „im Trockenen“, spielt der Typenentscheid und auch die Beschaffungsdauer nur noch eine untergeordnete Rolle. Man hätte dann diese beiden Vorhaben quasi unter einem Deckel geschützt. Störmanöver diesbez. verunmöglicht.

Konrad Alder

Ad Elmar Hutter: Für einen wirkungsvollen Schutz unseres Luftraums benötigen wir im Rahmen von AIR2030 zwingend beide Elemente, BODLUV und NKF, voll integriert und geführt von einem leistungsfähigen Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem, das uns heute in Form von FLORAKO zur Verfügung steht. In welchem Stärkenverhältnis/Verbund wird das laufende Auswahlverfahren zeigen. In diesem Zusammenhang rufe man sich in Erinnerung, dass die als Objekt- oder Raumschutz statisch und/oder verlegbar eingesetzte terrestrische Flugabwehr und eine reaktionsschnell in drei Dimensionen operierende Luftwaffe aufgrund ihrer unterschiedlichen Leistungscharakteristiken untrennbar komplementäre, sich in ihren Fähigkeiten und ihrer Wirkung ergänzende Waffensysteme sind. Eine schwergewichtig bodengestützte Luftverteidigung ohne ein schützendes… Weiterlesen »

Elmar Hutter

Israel hat zahlreiche Feinde und ist auf einen langen Arme bzw.auf eine starke Luftwaffe zwingend angewiesen. Die Situation der Schweiz inmitten demokratischer Staaten ist sicherheitspolitisch nicht völlig vergleichbar. Sie haben recht, dass es sowohl Jets als auch eine bodengestützte Luftabwehr braucht. Der derzeitige Finanzrahmen unserer Armee ist jedoch fast ausschliesslich auf die Flugzeuge ausgerichtet. Für die Luftabwehr ist jedoch bis auf weiteres nur ein einziges neues Flabsystem vorgesehen. Wie die Konflikte im Nahen Osten – zum Beispiel der Yom Kippur- Krieg aufzeigte – benötigt eine wirksame Luftverteidigung mehrere, sich in der Reichweite überlappende Systeme. Dafür reicht der Restbetrag, den der… Weiterlesen »

Felix Lambrigger

Das ganz „Gstürm“ überzeugt mich immer mehr, dass vo einer Lösung erst ein par „Krähen“ ans Scheunentor genagelt werden müssen. In diesem Land gibt es einfach zu viele Drecksäcke.
Und dann immer das Gequatsche von „Demokratie“ jener, die diese in Wirklichkeit abschaffen wollen.
Und was wir zuerst (oder zusammen) beschaffen sollten ist unerheblich, wenn wir gar nicht mehr genug AdA’s dafür haben. Eine mobile Abwehr-Raketen-Einheit benötigt sicher so an die insges. 2000 Mann. Nämlich nebst dem Personal auch Sicherungs-Truppen. Und das alles mind. mal drei. Bei einem (WEA)-Bestand von 100’000 AdA’s ist das doch bloss noch Wunschdenken.

Hohermuth

Über ein normales Rüstungsgeschäft wird nicht abgestimmt. Punkt. Alles andere ist Unsinn.
Habe auch noch von niemendem gehört, dass man über die unsägliche Entwicklungshilfe abstimmen soll. Oder übner die Milliarden der Flüchtlingshilfe. Wo sind denn hier die Forderungen!!!???