Trotz finanzieller Anreize macht kaum einer weiter

Um den seit Jahren anhaltenden Mangel an Offizieren in der Schweizer Armee zu bekämpfen, setzt der Bundesrat seit Beginn dieses Jahres auf finanzielle Anreize. So erhalten angehende Offiziere bis zu 14’400 Franken an Studium oder Sprachschule bezahlt.

Wie die «Luzerner Zeitung» und das «St. Galler Tagblatt» nun berichten, hält sich das Interesse an diesem Angebot aber in Grenzen. Lediglich zwölf Gesuche sind bisher eingegangen – bewilligt wurden davon fünf. Die anderen sieben Gesuche wurden abgelehnt, weil sie entweder unvollständig waren oder von Personen gestellt wurden, die aufgrund ihres Ausbildungsdatums kein Anrecht auf das Angebot hatten, sagt Armeesprecher Stefan Hofer zur «Luzerner Zeitung». Obwohl die Anzahl der Anmeldungen durchaus gering ist, will die Armee am Angebot festhalten und denkt sogar daran, es auszubauen. […] Die Armee zieht bisher ein positives Fazit zu den beiden Massnahmen. Diese förderten die Kadergewinnung, erklärt Armee-Sprecher Hofer. 

Beitrag auf 20min.ch – luzernerzeitung.ch

Kommentar:
Wie immer: Wenn der Staat etwas einführt und dann feststellt, dass es nicht klappt, dann hat es sicher daran gelegen, dass zu wenig Geld verfügbar war. Besser wäre es wohl, man beurteilt die Massnahme nach ein paar Jahren und entscheidet dann, ob man die Übung abbricht. So wird es jedoch stets heissen, dass man nun die Lösung gefunden habe und nur noch warten und mehr Geld ausgeben müsse…

Giardino ortet das Problem weder beim Geld bzw. den Bildungsgutschriften sondern bei der grundsätzlichen Ausrichtung der Armee.

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Felix Lambrigger

Wohlstands-Verwarlosung

Die Ursachen sind denn doch Umfangreicher,wenn sich aus einer
Miltärischen Kariere nur Nachteile und wenig oder kein Zugewinn
ergeben,wird das eben Problematisch.
Die, eine Funktion als Herumschreier und Schabernack- Drill-Sachverständiger ist den doch kaum erstrebenswert.
Anspruchsvollere Fähigkeiten in Menschenführung unter Aussergewöhnlichen Umständen und Herausvorderungen erlernen
und vermitteln, ergänzt mit fachlichen Fähigkeiten und Kenntnissen. Na ja in der Richtung sollte das laufen.
Herumbrüllerfähigkeiten, wurden, war mal, mit Abstrichen
akzeptiert.Innzwischen egal wo ein NOGO
NULL echten Respekt vördernd.

Dimitri Papadopoulos

Ich habe mich immer gewundert, wem diese „Anreize“ so eingefallen sind.
Wir sind nicht die USA, wo Ausbildung tatsächlich von den finanziellen Verhältnissen abhängt und wo das ROTC für viele die einzige Möglichkeit bietet, an die Universität zu gehen ohne bereits seine Pension zu verpfänden.
In der Schweiz sind die besten Hochschulen des Kontinents praktisch zum Nulltarif zugänglich.
Es wäre einfacher und ehrlicher, und vor allem wirksamer, anstatt Ausbildungsgutschriften einfach einen guten Batzen direkt auf die Hand zu geben.
Und den Vorteil der Offiziersausbildung (zusammengefasst: besser und günstiger als ein MBA) den Kandidaten aber auch potentiellen Arbeitgebern etwas intensiver unter die Nase zu reiben.

Kurt Anton Brugger

Die zentrale Frage zur Motivation junger Menschen eine Herausforderung an zu nehmen, ist auch heute noch das soziale Prestige jener Organisation für welche sie diesen challenge annehmen. Bei den wenigsten spielt Geld für einen solchen Entscheid eine Rolle ! Und wie steht es um das soziale Prestige der Schweizer Armee ? Ist die Armee wirklich so schlecht wie ihr Ruf ? Kann sie den ihr gestellten Auftrag erfüllen, wenn es gilt unsere Grenzen zu schützen ? Wieviele Faknews kursieren um die Armee ? Die schlimmsten Nestbeschmutzer sind die links-politischen, heimatmüden Wehrdienstverweigerer ! Meistens Nachläufer von Bö-Fei-Jo (aNR Jo Lang, Mitbegründer… Weiterlesen »

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