Langsam dämmert es in Bern: Schweizer Schutzanlagen nicht einsatzbereit!

Gut, sehen die ausländischen Nachbarn nicht in die 2000 Bevölkerungsschutz-Anlagen, für die sie die Schweiz immer so bewundern. Denn viele der scheinbar voll ausgerüsteten, atomsicheren Bunker für Zivilschützer sind gar nicht mehr funktionsfähig.

Brisant: Dazu gehören die rund 350 geschützten Sanitätsposten und Spitäler! Ihre Ausrüstung entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem fehlt seit der letzten grossen Reform des Bevölkerungsschutzes 2002 ausser in drei Kantonen überall das medizinische und Pflegepersonal für den Betrieb.

Wie kam es zu diesem Verfall?
Die Bedrohungslage hat sich verändert. 2002 hat beispielsweise niemand an ein Revival von Chemiewaffen geglaubt. Zudem verliess man sich darauf, dass die Armee und das Gesundheitswesen viele Leistungen erbringen. Doch in der Zwischenzeit ist auch die Armee kleiner geworden und fokussiert stärker auf ihre Kernaufgaben. So musste sie die Unterstützung zugunsten der zivilen Bevölkerung im Medizinal-Bereich reduzieren. […]

Stünden im Notfall wenigstens Armee-Spitäler bereit?
Wir wären bestimmt auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Und auch die Armee würde unterstützen. Ihre Mittel sind aber begrenzt: Nach der Weiterentwicklung der Armee gibt es noch ein Militärspital in Einsiedeln sowie sieben Spitäler, die dem koordinierten Sanitätsdienst angehören. In diesen sorgt die Armee für die Ausrüstung und allenfalls den Betrieb. Für zivile Bedürfnisse kann die Armee damit circa 800 Betten zur Verfügung stellen.

Beitrag auf blick.ch

Kommentar:
Wir warten gespannt, wann die Medien erkennen, dass es auch um die Einsatzbereitschaft der Armee nicht mehr so gut steht, wie man landläufig glaubt.

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