«Schatten-Informatik» ist ein Sicherheitsrisiko für die Schweizer Armee

Hinsichtlich «Schatten-Informatik» dürfe man nicht vergessen: Die Armee stelle Informatikmittel nur für die Ausbildung zur Verfügung. Insbesondere die Vorbereitungsarbeiten der Miliz-Kader könnten in diesem Rahmen «nicht abgedeckt werden», heisst es. «Es ist deshalb für die Miliz unumgänglich, private Mittel einzusetzen.» Mit technischen und organisatorischen Massnahmen könne man die Risiken aber minimieren, sodass die Sicherheit nicht beeinträchtigt werde. Was damit konkret gemeint ist, bleibt unklar. Auf Anfrage wollte sich ein Armeesprecher nicht über die offizielle Stellungnahme hinaus äussern.

Beitrag auf tagblatt.ch

Kommentar:
Diese Tätigkeit ist wäre ein schönes Abbild einer echten Milizarmee.Zudem offenbart sie jedes Mal ein Bedürfnis, welches von der Miliz aufgenommen und adressiert wird. Doch anstatt dass das VBS solche privaten Initiativen abblockt oder verbietet, sollte sich das Departement lieber Gedanken machen, wie solche Entwicklungen in einem geordneten Rahmen gefördert werden könnten. Die Miliz bringt hier sehr gute, praktische und wohl auch günstige Systeme hervor. Zudem motiviert dieses Tätigkeiten gerade jene AdA, welche die Armee so dringend für die Cybertätigkeiten sucht. Also Wo bleibt eine Open-Source-Initiative, wo die zur Verfügung gestellten API, Server und cryptologischen Softwareteile? Fehlanzeige! Nein, das VBS bleibt wohl lieber weiterhin ein Verhinderungs-, Blockier- und Säuhäfelidepartement. Und dann fragt sich das VBS wieder, wieso die Motivation solcher Personen zusammenbricht und sich diese Spezialisten in den Zivildienst abmelden.

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