Die Milizarmee in der Schweiz ist in der Sackgasse

Der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, gab im Interview zu, dass die Schweiz bei einem Minimum an Sicherheit angelangt ist. Dabei ist dies noch schön geredet. Die Schweizer Armee ist zurzeit nicht einmal mehr in der Lage mobilzumachen, geschweige denn in einem Ernstfall unser Land verteidigen zu können. Nur noch knapp zwei Kampfbrigaden, das heisst maximal noch zirka 20 000 Mann, können zurzeit noch komplett ausgerüstet werden. Unter diesem Hintergrund kommt mir Blattmann wie ein moderner Spin Doctor vor. Ein Spin Doctor ist ein moderner Medienprofi, der darin geübt ist, die Kommunikation in diejenige Richtung zu lenken beziehungsweise zu »verdrehen», die seinem Auftraggeber genehm ist.

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Michaela Waldvogel

„Nur noch knapp zwei Kampfbrigaden, das heisst maximal noch zirka 20 000 Mann, können zurzeit noch komplett ausgerüstet werden“. Und da werden munter funktionstüchtige Panzer verschrottet. Leuchtet doch jedem Kind ein, dass hier etwas komplett falsch läuft!

Hans Ulrich Suter

Meiner Meinung nach die sich hierin wahrscheinlich nicht mit der GG deckt, verfügt die Schweiz nicht mehr über eine Milizarmee. In einer solchen wären alle arbeitsfähigen Männer und heutzutage auch Frauen in geeigneter Form eingeteilt (nicht zwingend als Grenadier!) , eventuell sogar auch alle arbeitsfähigen Migranten. Das jetzige „Kinderarmee-Modell“ ist darauf ausgelegt nicht zu funktionieren und damit den Beitritt zu einem ausländischen Militärbündnis zu erzwingen, ausserdem soll den darin eingeteilten Soldaten zeitliche Probleme während ihrer beruflichen Ausbildungszeit bereitet werden, um diese von einem Berufsarmee-Modell zu überzeugen.

Kaufmann Gotthard

Die Wirklichkeit die CDA Blattmann in diesem Artikel beschreibt ist ja noch viel schlimmer als bisher von uns Gruppe Giardino dargestellt
und angeprangert, geradezu deprimierend! Wie kann da noch von Sicherheit gesprochen und plagiert werden “ wir produzieren Sicherheit “ so die
grossen Worte und Sprüche von Blattmann und Maurer sie sind die wahren Totengräber und Spindoctors unserer Armee.
(wir können die Spz 63/89 nicht mehr erhalten, denn wir haben ja keine 20mm Munition und Funkgeräte mehr! beides wäre kurzfristig und ohne
Probleme beschaffbar,aber nein einfach den Souverän anlügen.)
Gebt doch endlich euer Unvermögen und Versagen auf der ganzen Linie zu und trete zurück!

Hallo Giardinos, gestern habe ich einen (sehr pers-önlichen) Beitrag zum geschilderten Zustand der Armee und deren Einsatzbereitschaft zum Besten gegeben. Sehr emotional, stellenweise hart aber fair die mE Veratnwortlichen (zumindest aber die Hauptverantwort-lichen) „in die Mange genommen!“ Nicht im Bogen-schuss, im Direktschuss. Vielleicht habe ich damit über das Ziel geschossen, nach Ansicht des Stab GG. Mein Beitrag jedenfalls, wurde „aus dem Veerkehr gezogen“. Schade, ein ander Mal wieder!

Wir haben nichts zensiert oder gelöscht.

Alain Vincent

Das Internet ist nicht das Paradebeispiel für hohe Betriebssicherheit. Vielleicht ist der Beitrag auch sonstwo hängen geblieben oder nicht korrekt übertragen worden. Am besten noch mal probieren!

Karl Müller

Nicht die Milizarmee ist in der Sackgasse sondern die Armeeführung! Bereits vor zwanzig Jahren war die Zentrale ein bürokratisches Monster und die Reformitis der letzten Zeit macht die Situation von Jahr zu Jahr schlimmer. In Bern gibt es schlicht zu viele Häuptlinge, die sich gegenseitig blockieren. Früher waren die Kommandanten der Armeekorps und die Verwaltung ebenbürtig. Doch heute haben die Brigadekommandanten, die Chefs der Soldaten im Krieg, gegen die Korpskommandenten an den Schreibtischen der Verwaltung nichts mehr zu melden. Die Armee ist streng hierarchisch aufgebaut. Der Mann an der Spitze, der den Weg vorgibt, ist im Krieg nötig. Aber im… Weiterlesen »

E. Haas

Miliz-Armee in der Sackgasse? Ja klar, das ist sie tatsächlich, vor allem die traditionalistische Miliz-Armee nach dem Verständnis der Gruppe Giardino / GG und der $VP… Der Armeechef erklärte in diesem LZ-Interview in diplomatischer Sprache, dass die Zeit der traditionellen Miliz-Armee, die Miliz-Folklore, zu Ende ist. Selbstverständlich darf er das nicht in aller Deutlichkeit und Klarheit sagen, ansonsten wäre er sofort im Kreuzfeuer der rechtskonservativen Partei und würde als Armeechef sofort abgesetzt… Da sein politischer Chef dieser Partei angehört ist er gezwungen, sich dieser diplomatisch-verklausierten Sprache zu bedienen, er spricht nur das an, was wir, als langjährig gediente Offiziere und… Weiterlesen »

Fritz Kälin

Herr Haas will also auf biegen und brechen Schweizer Soldaten in neokoloniale NATO-Kriegstheater schicken. Während unsere eigenen Männer in fernen Ländern für fremde Interessen den Kopf hinhalten, wird schon bald Eurogenfor in unserem eigenen Land dafür dafür sorgen, dass wir uns reibungslos von einer direkten Demokratie in eine von vielen europäischen Bürokratien verwandeln. Allen sei versichert, dass ein grosser Teil unserer Milizsoldaten heute ihren Dienst an der Waffe leistet, um unser Land genau vor so einem Schicksal zu bewahren. Diesen Dienst werden sie auch in Zukunft leisten – unabhängig davon, ob es dann noch eine Milizarmee gibt, die ihnen ein… Weiterlesen »

Hans Ulrich Suter

Haas redet wieder einmal von Sachen, die es so nicht gibt. Eigentlich gibt es gar nichts wovon er redet (den F/A-18 der hier nur F-18 heissen sollte weil das A von Ogi und Keckeis gelöscht wurde, habe ich ja schon erwähnt), Ortswehren (wer ist da Retro?) gibt es sowieso nicht. Man stelle sich vor jemand würde das organisieren! Politischer Widerstand und die gesammelte Presse würde darüber herziehen. Trotzdem ist das wahrscheinlich der einzige Weg, nur müsste man daraus dann bottom-up einen neue Armee bilden und nicht umgekehrt. Wo sind übrigens die 200 Boden-Luft-Raketen? usw. Einen Duro (den wir schon bei… Weiterlesen »

Hallo Giradinos, wenn mein letzter Beitrag nicht der Zensur zum Opfer gefallen ist, dann ist er im Daten-Meer mit einem „Eisberg“ kollidiert und untergegan-gen. Trotzdem schade, aber es gibt Schlimmeres auf dieser Welt. Unser Freund E.Haas (nach eigenen Angaben Hptm in der Armee, die noch 2 einsatzfähige Kampfbrigaden à 10’000 Mann hat, 1500 DT vermutlich als Durchdiener) beglückt uns auch schon wieder, mit seinen sicher-heitspolitischen und militärstrategischen Höhen-flügen. Dazu (in seiner masslosen Selbstüberschätz-ung) hackt er wie schon früher, auf der Armeeführung und der SVP (und BR UM) herum. Zum Glück können wir als GG auch noch eine Meinung vertreten, die… Weiterlesen »

Alain Vincent

Sicher hat es in Haas’ens Ausführungen auch sinnvolle bzw. verständliche Überlegungen. Die grösste Gefahr im laufenden Zustand – getreu dem Motto „operative Hektik ersetzt geistige Windstille“ – ist die mangelnde Erfahrung und betrieblichen Unsicherheiten welche querbeet vorhanden (auch sonst in der Schweiz heute) – es wird ja grundsätzlich nicht mehr abgewartet ob sich eine Änderung als nützlich erweist oder nicht. Man sammelt keine Erfahrungen mehr, da dann niemandem ein Stein aus der Krone fallen kann. Die unglaublich reduzierten Logistik und FU Personalbestände führten zu Knowhow Verlust und Demoralisierung. Die guten Leute suchen irgendwann das Weite solange sie noch können (Grundsatz… Weiterlesen »

Hallo Giardinos, sehr geehrter Herr Vincent, unser Freund Haas hat auch durch die Brille eines „Doppel-Veterans“, unbestritten einige gute Ansätze in seinen Aussagen. Was mich „nervt“ ist sein Absolutismus gepaart mit politischer Ideologie (mit der er sich gegen die SVP und deren Exponenten richtet), und seine Ueberheblichkeit mit der er dem Chef VBS und der Armeeführung Unfähigkeit vorwirft. Mit dieser Argumentation gibt er sich einen Tuch von Respekt-losigkeit und Selbstüberschätzung. In anderen Blogs kam diese Haltung ebenfalls zum Ausdruck, auch gegenüber der GG und mir selber. Glücklicherweise haben wir die Möglichkeit seine „Ergüsse“ unbeantwortet zu lassen.