CDU-Vorstand erwägt Wiedereinführung der Wehrpflicht

Angesichts drastisch sinkender Bewerberzahlen für den freiwilligen Wehrdienst wird im CDU-Vorstand die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert. „Zur Sicherung der Einsatzfähigkeit muss ein Ende der Wehrpflicht-Aussetzung geprüft werden. Bundeswehr und soziale Dienste müssen voll einsatzfähig bleiben“, sagte Bundesvorstandsmitglied Christian Baldauf der „Bild“ vom Dienstag.

Auch Ex-Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) kritisierte die Freiwilligen-Regelung. „Mit mir hätte es die Aussetzung der Wehrpflicht nicht gegeben“, sagte Jung dem Blatt. Es sei aber falsch, nach nur zwei Jahren Laufzeit das entsprechende Gesetz wieder zu ändern. „Wir müssen abwarten, wie sich die Zahlen mittelfristig entwickeln“, sagte Jung.

Die Wehrpflicht war zum 1. Juli 2011 ausgesetzt worden. Wie die „Welt“ vom Samstag berichtete, ging die Zahl der jungen Männer und Frauen, die sich bei den Streitkräften verpflichten, 2013 im Vergleich zum Vorjahr drastisch zurück. So traten im Januar dieses Jahres 1607 Personen ihren Dienst an, 2012 waren es zu diesem Stichtag noch 2720 gewesen. Im April 2013 verpflichteten sich 615 Wehrdienstleistende – im Vergleich zu 1460 Freiwilligen im April 2012. Im Juli 2013 fiel der Rückgang mit 1884 statt 1892 im Vorjahr gemäßigt aus.

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Philipp Hofmann

Es ist 1 Monat vor der Wahl – da wird jede auch noch so absurde Idee mal durchgekaut. Am Wochenende hat die SPD gar über Steuersenkungen laut nachgedacht.