Deutschland: „Breite vor Tiefe“ ist Geschichte

Seit fünf Jahren basteln Deutschlands Verteidigungsminister an einer Reform der Bundeswehr. Mit einem der Leitprinzipien macht Ursula von der Leyen jetzt offiziell Schluss. Die Truppe soll nicht mehr vieles ein bisschen können, sondern umgekehrt.

Die Ministerin stellte unter anderem die von ihrem Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) festgelegten Obergrenzen für die großen Waffensysteme infrage. „In einem ersten Schritt wollen wir zum Beispiel mit der Praxis Schluss machen, dass wir überschüssiges gutes Material, beispielsweise Leopard 2, abgeben oder verschrotten.“ De Maizière hatte eine Verringerung der Zahl der „Leopard 2“-Kampfpanzer von 350 auf 225 geplant. Auch für andere Waffensysteme hatte er 2011 Obergrenzen festgelegt.

Quelle: N-TV.deInterview mit von der Leyen auf bmvg.de – spiegel.de – N-TV.de
Bild.de Neue Nato-Strategie: Von der Leyen aktiviert Panzer-Bataillon in Niedersachsen
Angst vor dem bösen Iwan? Bundeswehr und Politik fordern 300 mehr Kampfpanzer

Kommentar:
Wir schalten kurz nach Bern: Zzzzzzzzz! – Danke für diese Einschätzung!

Hoppla! Deutschland als Vorbild für die Schweiz? Einmal mehr sieht sich Giardino bestätigt: Altes Material soll nicht einfach verschrottet, sondern bis zu einem ebenbürdigen, in die Doktrin passenden Ersatzsystem weiterverwendet werden. Unsere Festungsartillerie, Panzer Haubitzen, Leopard Kampfpanzer, Tiger F-5 und Piranha sind Teil des Volksvermögens und dürfen nicht „ausser Dienst“ gestellt werden.

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Karl Rieder

Die Frage ist berechtigt, ob Deutschland ein Vorbild für die Schweiz sein kann. Frau von der Leyen betont auch: „Wir möchten die Bundeswehr in den kommenden Jahren deutlich multinationaler aufstellen.“ Die Zusammenarbeit insbesondere mit den Armeen Frankreichs, Polens und der Niederlande müsse weiter ausgeweitet werden. Sieht sich Giardino in diesem Teil auch bestätigt?