WEA – unvollständig ausgerüstet

  1. Pro Memoria: Das Schweizer Volk hat mit der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003 die Armee XXI mit einem Mannschaftsbestand 220‘000 (140‘000 Aktive und 80‘000 Reserve) beschlossen. Dieser Volksentscheid ist vom Bundesrat nicht umgesetzt worden. Ich verweise auf den Entwicklungsschritt 08/11.

    von Willy Stelzer, Major a D

  2. Am 17.1.2011 hat der BLICK berichtet, dass der Ex-Armeechef Keckeis zusammen mit Regierungsrat Pierre Maudet und Peter Arbenz für eine 20‘000 Mann-Armee plädiert hat.
  3. In unserem Buch „Mut zur Kursänderung“ haben wir Ihnen mit mehreren Tabellen eine Uebersicht über die Reduktion der Waffen-Systeme vermittelt. Die Eliminierung der Kampfflugzeuge F-5, Leopard 2 Panzer und Pz Hb M109 ist Teil des Planes für die vorgängig erwähnte 20‘000 Mann-Armee, d.h. eine Berufsarmee und damit weitere Annäherung an die NATO. – Man fährt die Waffensysteme gezielt herunter bis noch die Ausrüstung für eine 20‘000 Mann Berufsarmee vorhanden ist.
  4. Die Panzerwaffe: Im Buch „Mut zur Kursänderung“, Seiten 105 – 108 haben wir Sie im Détail über die absolut unverständliche Verschrottung von 365 Schützenpanzern 63/89 (M113) informiert. Im Rüstungsprogramm 2014/Teil 2, war die Eliminierung der F-5 Flugzeuge, von 96 Leopard 2 und 162 Pz Hb M109 vorgesehen. Mit Brief vom 4. April 2014 an die SiK des Ständerates hat die AWM mit den Präsidenten-Unterschriften von 15 Miliz-Organisationen gegen diese Eliminierung protestiert. In der Folge wurde Teil 2 des Rüstungsprogrammes 2014 gestrichen.

    Pro Memoria: An der 13. Generalversammlung der OG Panzer vom 6. März 2014 hat der Chef der Armeeplanung Br Rolf Siegenthaler den Anwesenden zugesichert, dass es keineswegs die Absicht der Armeeführung sei, die Panzertruppen zu schwächen. Offenbar weiss im VBS die linke Hand nicht was die rechte tut oder wir werden brandschwarz angelogen.

  5. Die Armee 61 verfügte über 23 Panzer Bataillone. Jetzt existieren noch deren 6, nämlich die Pz Bat 12, 13, 14, 17, 18 und 29. Für die Ausrüstung dieser sechs Bat sind 6 x 28 Leopard 2 notwendig, d.h. 168 Panzer. Jedoch sind der Werterhaltung nur 134 Panzer unterzogen worden. Es fehlen also heute, am 9. Mai 2015, bei einer Mobilmachung oder gleichzeitiger WK-Leistung aller sechs Pz Bat 34 Stück Leopard 2.
  6. Das gleiche Bild zeichnet sich bei den Spz 2000 ab. Wir haben 186 Spz 2000 beschafft. Für die Ausrüstung der bestehenden sechs Pz Bat benötigen wir 6 x 35 Spz, also 210 Spz. Auch hier können die sechs Pz Bat nicht vollständig mit Spz 2000 ausgerüstet werden. Es fehlen 24 Spz 2000.
  7. Gemäss letzter Information will der Bundesrat, auf Antrag des VBS (Maurer/Blattmann) eine dritte Mechanisierte Brigade aufstellen. Im Klartext: Aus zwei Panzer Brigaden mit sechs Pz Bat sollen plötzlich drei Mechanisierte Brigaden entstehen. Die sechs Pz Bat werden einfach in ihren Panzer Beständen gekürzt und die Anzahl der Rohre in der Front bleiben die gleichen.

    Von einer voll und besser ausgerüsteten Armee kann keine Rede sein. Mit diesem Taschenspieler-Trick wird dem Volk erneut ein potemkinisches Dorf vorgeführt. Das Schlimmste an dieser Tatsache ist jedoch, dass die bürgerliche dominierten Sicherheitspolitischen Kommissionen und das bürgerliche Parlament diesen Schwindel schlucken oder nicht fähig sind die geschaffte Tatsache zu erkennen.

Fazit: Die Armee ist in unserem Lande solange kein Thema bis es knallt. Ich erinnere an 1956 (Ungarn) und 1968 (Prager Frühling).

Gestatten Sie mir eine persönliche Bemerkung: In jedem privatwirtschaftlich geführten Unternehmen hätte die Führungsspitze bei diesen eklatanten Mängeln und der verschleppten Korrektur der Mängel ihre Sessel räumen müssen. Die VBS- und Armee-Führung will nicht realisieren, dass sie mit der WEA-Armee der Miliz Armee den Todesstoss versetzt. BR Maurer und KKdt Blattmann drücken sich um die Beantwortung der Frage, wie viele Berufsoffiziere, Berufsunteroffiziere und VBS-Angestellte mit der Umsetzung der WEA-Armee entlassen werden müssen.

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Edwin Rüegsegger

Vielen Dank Herr Maj.Stelzer für Ihre präzise Analyse. 168 Panzer Leo sind aber auch viel zu wenig! Es wären in einem Konflikt nur 6 Panzer pro Kanton; wenn in 3 Schichten eingesetzt sogar nur 2. Das genügt nicht zum Kontern von einem Angriff aus 4 Richtungen bei einem Angriff der EU auf die Schweiz. Zudem ist der Panzer Leo 30 Jahre alt, deutsche Massenproduktion und veraltet und eignet sich nur für den Export an 3.-Weltstaaten wie Saudiarabien. Indonesien, Portugal, Spanien oder Griechenland. Es benötigt mindestens 1000 Panzer und zwar moderne aus heimatlicher Produktion wie früher der Pz. 68! Dann muss… Weiterlesen »

Gotthard Frick

Gotthard Frick, Beijing, 18.05.2015

Jammern nützt nichts mehr. Wir müssen unserem Volk klar und deutlich sagen, dass wir zum ersten Mal seit 200 Jahren selbstverschuldet in einen Krieg in Europa einbezogen werden und dann all die Greuel wehrlos über uns ergehen lassen müssen. Niemand darf dann klagen, denn das Geniessen des in der Geschichte des Planeten Erde einmaligen Luxuslebens hatte für die heutige Generation Vorrang, vor allen anderen Überlegungen.

Robert Hänggi

Und was soll man bitte einem solchen Volk überhaupt noch klar und deutlich sagen, das immer wie mehr nach links abdriftet den Militärdienst verweigert und die Armee abschaffen will? Bekannte von mir haben in Basel ein Mehrfamilienhaus. Seit einiger Zeit wohnen dort aber auch drei verschiedene Generationen unter einem Dach zusammen von denen aber jede Generation wieder eine andere Weltanschaung hat und demzufolge auch wieder andere Ansprüche und Begehrlichkeiten vor allem aber an den Staat stellen.

Richard Maurer

im Volk sind „Wohlstandserscheinungen“ natürlich sichtbar. Die Leute werden am Arbeitsplatz offensichtlich absichtlich genervt (Post ist ein gutes Beispiel) um das Interesse an der Politik und am Allgemeingeschehen einzuschränken. Dahinter liegt das System der Befürworter der „Neuen Weltordnung / NWO“, Machtgruppierungen, deren Aktivitäten grösstenteils im Geheimen stattfinden, da sie der totalen Schweigepflicht unterliegen. Die Medien und grosse Teile des Schulsystems sind offensichtlich schon voll in das neue System integriert, die „neuen Themen“ sind klar Klimawandel, Impfzwang, humanitäre Masseneinwanderung, das Mitmachen an „internationalen UN-Friedensaktionen“ und Gleichstellung oder Bevorzugung der Homo- über die Heterosexualität… Siehe https://ch.search.yahoo.com/search?fr=yhs-invalid&p=tomas+schuman wichtiger Abschnitt ca 07:30 Bezmenov zeigt… Weiterlesen »

Walter Guler

Unsere demografische Entwicklung sieht nicht rosig aus, was sich leider auch auf unsere Bereitschaft zur Landesverteidigung auswirken könnte. AMTLICHES Tagblatt der Stadt Zürich 27. August 2014 Bestattungen: Anderegg 1926, Büchner 1912, Dütsch 1918, Grütter 1929, Hüberli 1924, Jäger 1924, Kaspar 1923, *Lombardo 1940, Maier 1935, Raimondi 1932, Schneider 1915, Tempelmann 1931, Uehlinger 1914, Vetterli 1921, Walser 1928, Zumoberhaus 1916 Babygalerie Geburten: Darios Costa Santos, Leonis Kqiku-Beluti, Andrina Chiara Nicoletti Anastasja Stojanovic, Ritish Sabarish Ayathrai, Aline Giglio Anna Latskiv, Tanisha Ferdous, Christian Andeberhan Firay Nyima Lya Grossenbacher, andrina-chiara-nicoletti, Blerian Dalipi Loris Nasufi, Diana-Maria Fazio, Paula Dominguez Pires Frage: sterben wir aus,… Weiterlesen »

Franz Betschon

Meine Lieben,

jeder Armeeeinsatz, dem eine Mobilmachung aus dem Stand heraus vorausgehen sollte, braucht gar keine Ausrüstung mehr. Diese wird automatisch vom Gegner innert Stunden durch einen Luftschlag vernichtet. Wir haben ja das Material schön auf dem Präsentierteller in 6 Logistikzentren der Armee, bestens dokumentiert für einen Angriff im Internet, bereit gehalten.

Apropos Leo 2: Dieser Panzer würde auch heute noch höchstens vom russischen Armata T-14 übertroffen. Unsere Panzer waren seinerzeit von einem schweizerischen Industrie-Konsortium im oberen Bereich des Qualitäts-Toleranzbandes gefertigt worden, bevor sie von der Armasuisse geplant dem Vergammeln überlassen wurden.

Thierry Pasteur

Darüber hinaus sieht der T-14 Armata zwar auf dem Papier sehr vielversprechend aus, was er dann aber schlussendlich in der Realtität zu leisten vermag, muss sich zuerst noch zeigen.