Vom Traum der Einheit: Die europäische Armee

Hätte Russland in der Ukraine die Separatisten mit Mensch und Material unterstützt, wenn ein politisch geeintes Europa mit einer schlagkräftigen Armee innerhalb weniger Tage intervenieren oder zumindest glaubhaft damit hätte drohen können? Bislang fehlte es, abgesehen vom politischen Willen, ebenso an den militärischen Fähigkeiten hierzu.

Die Stunde war reif, um eine simple wie visionäre Idee wieder in das öffentliche Rampenlicht zu stellen: Den Traum von einer Europa-Armee. Als EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im März 2015 die bereits in den 50er-Jahren geführte Debatte neu belebte, hätte der Zeitpunkt für diesen lang gehegten Traum kaum günstiger ausfallen können: Das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine hält den politischen Eliten Europas und ihren Bevölkerungen seit einem Jahr wieder vor Augen, dass sie mit einer militärischen Bedrohung an ihrer Peripherie im Baltikum rechnen und ihr schlimmstenfalls auch mit militärischen Mitteln Einhalt gebieten muss.

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Beda Düggelin

Die Europäische Armee wird ein Traum bleiben! Die Prioritäten der Europäischen Union liegen heute klar bei der Wirtschaft, es geht darum, sicherzustellen, dass die EU und die Währungsunion nicht auseinanderfällt, da bleibt für eine gemeinsame Armee keie Zeit und kein Handlungsspielraum. Dies betonte auch der frühere deutsche Aussenminister an der Univerität Zürich. Zudem glauben ja alle EU-Länder an die gemeinsame Nato-Stärke…! Und Glauben macht ja bekanntlich selig.

Eine Europäische Armee wird auch nicht gegen einen äusseren Feind eingesetzt, sondern es geht gegen den inneren Feind. Also ist eine Europäische Armee in den Köpfen dieses untergehenden Reiches durchaus eine Notwendigkeit. Man sieht das sehr schön daran, wie die schwereren Waffen gegen leichtere (sog. intelligentere) Waffen ersetzt werden und wie die Zahl der Truppen reduziert wird. Merke: Ein Millionenheer kann natürlich nicht gegen sich selbst eingesetzt werden. EIne kleine GestaPo Truppe kann aber durchaus gegen eine aufmuckende europäische Bevölkerung eingesetzt werden.