Ausgangslage

Extreme Schwächung der Armee seit dem Fall der Berliner Mauer

Seit dem Fall der Berliner Mauer wurde die Schweizerische Milizarmee kontinuierlich geschwächt. Unsere Armee ist inzwischen in eine bedenkliche Schieflage geraten. Im Anschluss an die Phase der sog. „Armee 95“ und nach Jahren katastrophaler Fehlentscheidungen (v.a. während der Ära Schmid-Keckeis) droht ihr der Untergang. Schlimmer noch: Mit der Zerstörung der Milizarmee droht der Verlust der Glaubwürdigkeit  unserer Landesverteidigung insgesamt sowie das unwiderrufliche Ende der bewährten «Konzeption der bewaffneten Neutralität».

Die Armee war zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in keiner Weise kriegsbereit

Nach dem Ersten Weltkrieg haben Bundesrat und Bundesversammlung die Armee regelrecht verlottern lassen. Als anfangs September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, war die Schweizer Armee in keiner Weise kampfbereit. Es fehlte schlicht an allem! Für das Gros der damaligen Armee gab es veraltetes Material, Mangel an Munition, viel zu wenig panzerbrechende Mittel, eine viel zu kleine Luftwaffe, grosse Ausbildungsdefizite, ungenügende Befestigungen usw. Die politisch verantwortlichen Behörden, Bundesrat und Bundesversammlung hatten versagt und viel zu spät gehandelt. Sie trugen die volle Verantwortung für den damaligen, katastrophalen und für das Schweizer Volk todbringenden Zustand der Armee!

Die heutige Armee befindet sich am Abgrund

Heute – 70 Jahre nach dem dramatischen Sommer 1940 – befindet sich die Armee wiederum in einer gefährlichen Lage. Die Analogien zur Zeit des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges sind erschreckend. Ja, der Zustand unserer Armee ist heute schlimmer als vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Damals hatte noch mindestens jede Formation die nötige Grundausrüstung (mit Ausnahme der Flugwaffe) und die Armee konnte mindestens mobilisieren. Die heutige Mobilmachungsorganisation befindet sich in einem katastrophalen Zustand! Es wird mindestens 10 Jahre dauern, bis dieser Bereich wieder richtig funktioniert. Die Armee 2010 ist nicht am Abgrund, sondern bereits ein Trümmerfeld nach einem Absturz! Wie weiland in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts, haben Bundesrat und Bundesversammlung die Armee schwer geschädigt – und damit auch gegen den Artikel 58 unserer Bundesverfassung verstossen!

Genug ist genug

Die Gruppe GIARDINO klagt den Bundesrat und die Bundesversammlung an und fordert eine schonungslose Offenlegung aller Versäumnisse und die Rückkehr zu einer glaubwürdigen Landesverteidigung durch eine starke Milizarmee!

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3 Kommentare

  1. Beängstigend die Prallelen zur Geschichte. Ende der 20 er hatten wir auch eine Krise, ungleich grösser zwar, aber heute befinden wir uns in einer ähnlichen Situation. Auch damals liessen die Politiker die Armee verlottern. Auch die Bürgerlichen, übrigens. Und heute? Der Euro am Zusammenbrechen, nicht auszudenken, was in unseren Nachbarländern passiert, wenn die Leute kein Auskommen mehr haben. Ist man sich dieser Gefahren auf strategischer Denkebene wohl bewusst? Oder denkt man schon 50 Jahre weiter wie gewisse pensionierte Offiziere?

  2. Die Schweiz schafft sich selber ab.
    Leserbrief an DerSonntag 18.09.2011 zu Artikel Adieu Kreuz: Secondos wollen eine neue Schweizer Flagge
    (Secondos unterstützt durch die SP,wollen die alte Trikolore Republique Helvetique als neue Schweizer Fahne, da sie das zu christliche Schweizer Kreuz stört.)
    Aber bitte wehrte Schweizer Damen und Herren keine scheinheilige Entrüstung, schliesslich herrscht in der Schweiz immer noch Meinungs- und Redefreiheit, für alle absolut gleichberechtigt. Oder hat man Sie Herr und Frau Schweizer je schon mal wegen etwelchen, kritischen Äusserungen als rassistisch und fremdenfeindlich, verunglimpft? Eben, habe ich mir doch gedacht. Egal, was zeigt uns das Begehren von Herrn Ivica Petrusic von der SP? Die Schweiz lässt wirklich über alles mit sich verhandeln. Unsere durch liberale, christliche, freiheitliche, soziale und bis an Selbstverleugnung grenzende, Nächstenliebe geprägte Gesinnung, lässt nun mal keine direktiven Wörter wie bspw. Nein zu. Ganz nach dem Motto: besser um jeden Preis geliebt, als respektiert zu werden. Schliesslich hatte uns ja Napoleon, nach dem er die alte Schweizer Eidgenossenschaft, militärisch dem Erdboden gleich gemacht hatte, aus reiner Nächstenliebe, die Republik und damit die entsprechende Trikolore, beschert. Genau mit der gleichen, so unwiderstehlich, einnehmenden Art und Weise wie Napoleon, fordert nun Herr Ivica Petrusic von der SP, ja lediglich die alte, imperialistische, diktatorische, Flagge zurück. Es lebe die Toleranz für Intoleranz.

  3. Je me demande si, ayant été sur le Titanic et ayant vu les iceberg sur notre trajectoire, je ne serai pas monté sur la passerelle pour pousser le timonier de côté et mettre le capitaine du bateau aux fers à fond de cale.
    Je me demande, pas vous?
    L’ennui c’est que nous naviguons tous dans la même direction en Europe, que même si nos voisins nous font les poches (banques, fiscalité, secret bancaire) et nous cherchent des poux dans la tête, le gouvernement pense qu’ils sont nos amis et n’a pas le courage de changer de route…

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