Kurzfassung

Schluss mit der Zerstörung der Milizarmee

In einer Zeit, in welcher die bisher grössten Militärpotenziale weltweit aufgebaut werden, die Weltwirtschaft sich in einer ihrer grössten Krisen befindet, das internationale Völkerrecht in noch nie dagewesener Weise verletzt wird und auch in Europa eine Rückkehr zum Faustrecht nicht mehr weit weg ist, hat die Schweiz ihre einst geachtete Milizarmee bis zur Funktionsunfähigkeit reorganisiert und redimensioniert und ohne Rechtsgrundlage materielle Güter der Armee in zweistelliger Millardenhöhe vernichtet.

Wir fragen

  • Warum lässt man den Bürger im Glauben, dass die Bundesverfassung (BV) noch immer Richtschnur für unser Wehrwesen sei? Wieso tut man so, als ob wir noch eine allgemeine Wehrpflicht und eine Milizarmee hätten?
  • Wieso lässt man den Bürger im Glauben, seine Armee umfasse 9 einsatzbereite Brigaden? Wieso bildet man jedes Jahr rund 20‘000 Rekruten aus und lässt diese im Glauben, man würde sie auf einen Aktivdienst vorbereiten, wenn nur 2 von 9 Brigaden heute überhaupt je ausgerüstet und aufgeboten werden können?
  • Ist der «Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung über die Sicherheitspolitik der Schweiz» vom 23. Juli 2010 das letzte Wort unserer Landesregierung? Welche Schlussfolgerungen haben die übrigen Departemente über das VBS hinaus daraus gezogen?
  • Verfügt die Landesregierung über eine finanzielle Langfristplanung, die den Departementen Planungssicherheit ermöglicht und an die sich auch das Parlament halten muss?
  • Verfügen wir in der Armee noch über eine Führung, die genügend geschult ist und das notwendige Fachwissen aufweist, um die Armee pannenfrei zu führen? Wird nicht nur die Truppe, sondern auch dieses Kader zusammen mit den zugehörigen zivilen Führung systematisch beübt?
  • Wie viel Ausrüstung, Infrastruktur, Liegenschaften und Material, das noch im Jahr 2000 vorhanden war, ist «ausser Dienst gestellt», was ist verschwunden, vernichtet, was ist verkauft worden? Was wurde dafür gelöst und wohin ist dieses Geld geflossen? Wer hat entsprechende Entscheide gefällt?
  • Wie wird die Geheimhaltung gehandhabt? Wie wird sichergestellt, dass sensitive Informationen und Datenträger auch im Ausland (z.B. bei ausländischen Beratern) unter unserer Kontrolle bleiben?
  • Wie ist die Einsatzbereitschaft der bestehenden Verbände zu beurteilen?

Wir fordern

  • dass im Sinne der Rückkehr zu einem Klima der politischen Redlichkeit die gestellten Fragen umfassend beantwortet werden.
  • dass die Vernichtung oder der Verkauf jeglicher militärischer Ausrüstung oder Infrastruktur  sofort und bis auf weiteres gestoppt wird.
  • dass politische Führungsorgane, die in grundsätzlichen Fragen der Sicherheitspolitik, das heisst bezüglich Armee-, Wirtschafts- und Aussenpolitik, geeint sind.
  • eine porportionale Verschlankung der VBS-Verwaltung.
  • dass HSO (Höhere Stabsoffiziere), die Sinn und Chancen unseres Milizprinzips nicht mehr zu erkennen vermögen und nicht gewillt sind Artikel 58 BV zu beachten, den Bundesdienst verlassen.
  • dass ein unabhängiges schweizerisches Expertengremium, wie es früher in Form von Miliz-Beraterkommissionen bestand, für das Unternehmen Armee eine Due-Diligence-Prüfung (Werhaltigkeitsprüfung) macht – umfassend alle Aspekte der Aufbau- und Ablauforganisation, der Einsatztauglichkeit und der Verfassungsmässigkeit.
Print Friendly, PDF & Email

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren
    Seid geraumer Zeit verfolge ich das Aussenpolitische Umfeld mit gösser werdender Sorge.
    Nach Auswertung von Informationen, muss man eigentlich zum Schluss kommem, das selbst die Innere Sicherheit gefährdet sein wird , in absehbarer Zeit. Also ging ich auf die VBS Seite um mich über den Aktuellen Zustand zu informieren.Per Suchmaschine bin ich dann auf das von Ihnen verfasste Schwarzbuch gestossen. Da wurden mir die Augen geöffnet!Auf Deutsch geagt sind wir am Arsch wenn in Europa, oder im eigenen Land die Hölle losbricht!An dieser Stelle mein Dank für diese offene Abrechnung mit der Armee 21!Kurz gesagt ich bin geschockt!Haben Sie einen Notfall-Plan?Es ist doch für unser Land ,und dessen Bevölkerung fatal, wenn es nicht mehr möglich ist,eine schlagkräftige Truppe aus dem Stand zu mobilisieren?mir stehen die Haare zu Berge!Ich diente in der Armee 90, das hatte noch Sinn,ich glaubte an unsere Armee!Aus dem Stand eben!

    Ich weiss es gibt viele stolze und pflichtbewusste Eidgenossen die jederzeit für ihr Land zur Waffe greifen würden!

    Ich bin ein stinknormaler Bürger,habe eine einfache Lehre abgeschlossen.Ich kann es einfach nicht glauben, dass wir uns selber demontieren!Bitte unternehmen Sie etwas dagegen

    mit freundlichen Grüssen S.Scheurmeister

  2. Anmerkungen zur Kurzfassung.
    All jene die in den letzten 25 Jahren die ganze Entwicklung aufmarksam und in einem erweiterten Spektrum verfolgt haben wissen im wesentlichen bescheid.
    Beispiele:
    Die Ausrüstung wurde Verschrottet.Vom Infanteriegewehr 57 bis zu einer ganzen Reihe von schweren Waffensystemen.
    Die Schweiz verfügte über ein Flächendeckendes Bunker und Stellungswerk alles ausgeräumt,eine Reaktivierung leider vergessen.Jeder der wenigstens ein Konservieren der Infrastruktur im Hienblick auf eine allfällige Reaktivierung ins Spiel brachte wurde ausgelacht.
    Wie schwadronierte doch der Herr Villiger, kleinere Armee mit mehr Muskeln.Tja geblieben sind nur noch die Muskeln der Soldaten.So nebenbei Technisches Armeegerät kann man seit 40 Jahren bekannt, mit bescheidenstem Aufwand sog. Vakumieren über Jahzehnte mit wenig Abstrichen in der Funktionstüchtigkeit einlagern.Zb. Eine alte Kanone ist und bleibt eine Kanone keine Kanone ist ,Grins, nix Null.Es gäbe da viels anzuführen auch Militärischer art.
    Die Kernzielsetzung zu Beginn der 90 iger Jahre lautete.
    Schrittweise Eingliederung in die NATO ( Partnerschaft für den Frieden) und so nebenbei auch in die UN Aktivietäten.Die realisierung eines EU Beitrites galt als ausgemachte Sache, sollte dem ,,Tummben,, Stimmviech bloss noch schmakhaft gemacht werden.
    Aufmerksame Beobachter des Geschehens jenseitz der CH-Grenze
    können unschwehr veststellen,der ganze Dilletanten-Plan neue Weltordnung EU und weitere Phantastereien lösen sich immer schneller in Luft auf.
    Tja und die aktuelle CH-Verfassung,Grins.
    Empfehle jedem das ,,Ding,, aufmerksam in den Vormulierungen sowie im Gesamtzusammenhang zu Analisieren.
    Sehr wichtig mit dem Völkerrecht, Allgemein, sowie Kriegsrecht abgleichen.In der aktuellen Armee wissen grosse teile der Kader nicht einmal, das ein Umfassendes Kriegsrecht existiert.Bekannt sind da in aller Regel ,,bloss,, die Genfer Konventionen draufgesattelt 1949.
    Zu erwartendes 3.Weltkriegsbild.
    Sicher wird dieser Krieg in der Anfangsphase Hochtechnologisch geführt,jedoch nur auf beschränkte Zeit.Die Gründe liegen im Bereich Technik in kombination mit Ersatz und Nachschubproblematik. Man muss man davon ausgehen das ein 3. Weltkrieg, letztlich auf Technisch bedeutend tieverer Stufe entschieden wird.
    Die Hochtechnoligie Phase wird die Schweiz nur bedingt betreffen,Tja für die Letztliche Entscheidungsphase währe insbesonder die Raumverteidigungsdoktrin mit Kern ,,Reduit,,die Richtige Gesamtstrategie, leider gewesen.
    Wir leben heute in einer Hoch Technisierten extrem vernetzten und gegenseitig abhängigen Welt.Grössere Militärische Auseinandersetzungen werden mit Sicherheit diese Strukturen beschädigen bis hien zur faktischen Totalzerstörung.
    Daraus ergibt sich ein Gesamtkriegsbild, mit Begleiterscheinungen, die in der Wirkung vor allem in den
    Dimensionen, alles bisherige weit in den Schatten stellt.Hoch Brisant kaum beachtet für die dicht besiedelte Schweiz, sind die Versorgungstechnischen Faktoren.
    Fazit:
    Die Gesamtlage ist sehr extrem Verfahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.