Standpunkte

In einer Zeit, in welcher die bisher grössten Militärpotenziale weltweit aufgebaut werden, die Weltwirtschaft sich in einer ihrer grössten Krisen befindet, das internationale Völkerrecht in noch nie dagewesener Weise verletzt wird und auch in Europa eine Rückkehr zum Faustrecht nicht mehr weit weg ist, hat die Schweiz ihre einst geachtete Milizarmee bis zur Funktionsunfähigkeit reorganisiert und redimensioniert und ohne Rechtsgrundlage materielle Güter der Armee in zweistelliger Millardenhöhe vernichtet.

  • Wir stehen ein für eine bestandesstarke, vollständig ausgerüstete Armee, die den Verteidigungsauftrag der Bundesverfassung effizient und nachhaltig erfüllen kann.
  • Wir lehnen den Sicherheitspolitischen Bericht 2010 ab und empfehlen dem Parlament diesen zur Überarbeitung an den Bundesrat zurück zu weisen.
  • Wir sagen NEIN zum Armeebericht! Mit dem vorliegenden Armeebericht verletzt der Bundesrat die Bundesverfassung (insbesondere gegen den Artikel 58). Auch dieser Bericht ist an den Absender zurück zu weisen.
  • Wir fordern ein unabhängiges schweizerisches Expertengremium, das für das Unternehmen Armee eine Due-Diligence-Prüfung (Werthaltigkeitsprüfung) macht.

Unsere Prioritäten:

  1. Kampf gegen die Entwaffnungsinitiative – erfüllt
  2. Rückweisung des Armeeberichts – leider nicht erreicht
  3. Erfassen des IST-Zustands der Armee, Erarbeitung Grundlagen – Schwarzbuch“ präsentiert
  4. Kandidaten-„Screening“ vor den Eidgenössischen Wahlen – JETZT PRO-Armee Kandidaten melden!
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27 comments to Standpunkte

  • O. Giuliani

    Vier Säulen der Schweiz. Was uns Schweizer ausmacht ist keine nationale, kollektive Identität wie bei grossen, über Jahrhunderte gewachsene Stämme wie bspw. Germanen, Angelsachsen, Römern usw. Da seit jeher viele und diverse, meist verfolgte Clans und Nationalitäten wie Kelten, Walser usw. die geographische Schweiz bevölkert haben. Was uns Schweizer verbindet und schlussendlich ausmacht, ist der Wille in Frieden, Freiheit, Stabilität und Kontinuität miteinander zu leben und wenn nötig diese Werte gemeinsam zu verteidigen. Dies wurde formell und per Eid am Rütlischwur in Form der damals neuen, zukunftsweisenden und heute noch einzigartigen Staatsform Eidgenossenschaft, beschlossen. Darauf entstanden Bundesbrief und Verfassung. Wobei das wichtigste Element die Verteilung von Macht, Verantwortung und Entscheidungskompetenz auf den einzelnen Bürger bzw. Eidgenossen war und immer noch ist, genannt Föderalismus und direkte Demokratie. Somit werden die tragenden Säulen der Schweiz bzw. der Eidgenossenschaft sichtbar: 1. Direkte Demokratie und Föderalismus 2. Souveränität 3. Neutralität 4. Milizsystem. Was uns Schweizer also schlussendlich ausmacht und zusammenhält ist die Eidgenossenschaft. Die geographische Schweiz ist unser Land, die Eidgenossenschaft unsere Identität, unsere Seele. Bricht eine dieser vier Säulen ein, bricht die Eidgenossenschaft ein. Was heute an den vier Säulen und somit an der Eidgenossenschaft sägt: 1. Verhinderung oder gar Auflösung von direkter Demokratie und Föderalismus bspw. durch einen EU Beitritt oder automatische und unverhandelbare Übernahme von EU Normen und Gesetzen. 2. Aufgabe der Souveränität bspw. durch einen EU Beitritt oder automatische und unverhandelbare Übernahme von EU Normen und Gesetzen . 3. Aufgabe der Neutralität bspw. durch UNO und NATO Beitritte und Auslandeinsätze der Schweizer Armee. 4. Angriff auf das Milizsystems bspw. durch die Entwaffnung von Angehörigen der Schweizer Armee- ADA und somit des Schweizer Bürgers. Durch Umwandlung der Milizarmee in eine Berufsarmee. Durch Abschaffung der Wehrpflicht. Was jedoch am stärksten an der Eidgenossenschaft sägt sind wir Schweizer selber. Indem wir benebelt durch Wohlstandsletargie und Altagsgeschäftigkeit, die vier tragenden Säulen vernachlässigen oder gar ignorieren. Wir direkte Demokratie und Föderalismus sabotieren indem wir aus reiner Faulheit nicht abstimmen. Wir es zulassen dass die Wörter Eidgenossenschaft, Eidgenoss, Eidgenossin und Helvetia stigmatisiert, manipuliert und der rechten Szene zugeschoben werden. Wenn wir das einzigartige und unersetzbare 700 Jährige Erfolgsmodell Eidgenossenschaft retten wollen, müssen wir wieder Eidgenossen und Eidgenossinnen werden und leben.

  • Hans Christoffel

    Es gibt Gruppierungen und Kräfte,welche versuchen innerhalb der Schweiz dem Volk die politischen Freiheiten zu beschneiden, die Armee und Miliz abzuschaffen und das Volk zu entwaffnen. Wer will dem Schweizer seine politischen und physischen Möglichkeiten zur Selbstbestimmung entziehen und ihn somit praktisch wehrlos machen? Vor was haben diese Kreise Angst und was wollen sie schlussendlich?
    Angst vor Volk und Miliz muss nur jemand haben, welcher nichts Gutes im Schilde führt. Jemand, der dem Volk seinen Willen aufzwingen will. Jemand, der das Volk entmündigen und unterdrücken will und unseren Staat verneint.
    Wir es geschafft, die Schweiz zu einem souveränen, neutralen, wohlhabenden, stabilen Staat zu machen. Unsere Vorfahren haben dafür schwer gearbeitet und etliche Opfer gebracht. Mit dauerndem Herumjammern und kritisieren unserer Errungenschaften werden wir nichts erhalten, aber sehr viel verlieren. Die nähere Zukunft wird uns viel abfordern.
    Leider haben aber unsere Politiker keine Zeit mehr, um die wirklichen Probleme zu lösen. Mit ständigen Streitereien zwischen den Parteien um ein Plätzchen an der Sonne oder einen Sitz mehr da und dort vergeuden sie nur Zeit. Sie müssen wieder lernen, dass sie vom Volk gewählt wurden um dem Volk zu dienen und nicht zum Selbstzweck der Parteien.

    Es ist höchste Zeit, wieder zusammen zu rücken und gemeinsam zu versuchen, unsere Errungenschaften und Werte zu erhalten, auszubauen und zu schützen. Ausser dem politischen Willen das auch zu tun erfordert dies auch eine gut ausgerüstete Miliz-Armee vonmindestens 150‘000 Soldaten, einer grösseren Reserve und eine moderne Luftwaffe.

  • Müller

    Grundsätzlich gratuliere ich zum Schwarzbuch, aber es gibt Punkte die stimmen nicht oder sind einfach zu erklären:

    1. Das Material vernichtet wird hat einen Grund: Es ist veraltet!
    Der Schrott muss weg und das ist gut so.
    Problem: Es wird zu wenig neues gekauft!
    Die Armee XXI sieht leider einen gemeinsamen Materialpool vor um nicht mehr jede Brigade auszurüsten. Das muss man ändern!

    2. Ich bin schwerst überzeug das rein von der Ausbildung her, die Armee um einies besser als früher ist und sich Weltweit an der Spitze bewegt. Das Gefechtsumfeld ist heute vielfältiger, ein Inf Sdt muss sehr viel können und ht die Mittel dies zu trainieren!
    Früher rannte man mit einem Rak den Hügel hinauf und fertig

    3 Wir sind sehr sehr viel mobiler als früher! Pro Inf Zug: 4 Radschützenpanzer, mehrere Duros und Puchs!

    4. Die Kaderausbildung auf taktischer Ebene ist heute wichtiger Bestandteil eines jeden Offizier oder UO offiziers Aspirant/ Anwärter

    Ich hoffe, dass die Öffentlichkeit nicht über uns lacht da wir dies schlichtweg nicht verdient haben.

    Gegen das Budget und das fehlende Verteidigungskonzept etc kann man wettern aber nicht über die Qualität der AdA’s!!

    • Franz Betschon

      1. Wer bestimmt, welches Material veraltet resp.“Schrott“ ist? Nach den Methoden des sorgfältigen Kaufmanns hätte man es zunächst beiseite legen müssen, bis Ersatz eingetroffen ist. Wollte man den Geldgeber erpressen, Nachschub zu beschaffen? Der Entscheid (wer hat ihn gefällt?), nicht mehr die ganze Armee auszurüsten, ist verfassungswidrig, wie oft muss dieser Hinweis noch gemacht werden?
      2. Nach einer (unklassifizierten) Studie des VBS braucht beispielsweise ein Pz Gren Zug 20 Wochen Nachschulung, bis er Kriegsgenügen erreicht, ein Pz Zug 14 Wochen, ein Aufklärer Zug 13 u.s.w.. Das VBS selber hat in seinem Antwortkatalog auf die Fragen von Giardino, die Armee in jeder Beziehung als nicht einsatzbereit erklärt.
      Warum hütet sich das VBS so sehr, endlich einen Stresstest, beispielsweise für ein ungeplantes Truppenaufgebot (Katastrophenfall) durchzuführen? Ein Mobilmachungssystem gibt es ja nicht mehr!
      3. Die Mobilität wird nur fallweise erreicht, wenn schweizweit die Fahrzeuge zusammengekrazt worden sind, um eine WK-Kompanie auszurüsten. Wieviele Fahrzeuge unrepariert in AMP’s herumstehen, weiss wahrscheinlich niemand. In Hinwil wird es einem schwarz vor den Augen (daher der Name „Schwarzbuch“!).
      5. Giardino hat nie die Motivation der einzelnen AdA’S in Zweifel gezogen. Truppenbesuche haben uns immer wieder vom Gegenteil überzeugt. Das was früher die schweizerische Armee im Ausland auslöste, nämlich Respekt, ist leider nicht mehr in allen Teilen so.

    • Villard

      La destruction du matériel militaire tel qu’il a été conduit depuis près de 15 ans relève soit de la bêtise soit du syndrome de l’enfant gâté.
      Bêtise que de croire que la menace n’existe plus en Europe et qu’il ne faut plus l’armée de masse que nous avons eu. Bêtise que de détruire le matériel pour s’apercevoir maintenant qu’on ne peut plus équiper toutes les troupe incorporées en même temps. Bêtise pour s’imaginer qu’en cas de regain de tension nous aurons le temps de racheter du matériel et des véhicules. Bêtise pour avoir dilapidé et gaspillé des acquisitions qui avaient été consenties par le passé. Bêtise pour démolir des véhicules lourds dont des pays étrangers ont montré qu’on peut les transformer, les améliorer ou en changer l’usage. Bêtise d’avoir laissé le renforcement du terrain se démoder pour ensuite dire que la forteresse est vulnérable face aux armes guidées.

      Ou alors il s’agit du syndrome de l’enfant gâté: mon jouet est cassé j’en veux un nouveau. Enfant gâté qui veut rouler dans une voiture neuve. Enfant gâté qui se fiche de savoir le prix à payer. Enfant gâté et naïf qui pense qu’avec de l’argent on peut tout faire. Que les pays produisant du matériel nous vendrons facilement leur équipements.
      Non la destruction du matériel ne fait plaisir qu’aux anti-militaristes et aux fossoyeurs de notre système démocratique et indépendant. Le destruction du matériel est une faute qui met notre pays dans une situation dangereuse et irresponsable.

  • Villard

    Herr Müller: Verschrotung von M113, M109, Leopard 2 und Fahrzeuge ist eine reine Verschwendung. Entweder diejenigen die die Verschrotung unterstüzen sind naiv und/oder dumm oder sind verwöhnte Kindern, die denken, daß man mit Geld davon kann man einfangen, was vernichtet gewesen war.
    M113 und M109 sind immer im Ausland eingesetzt, Leopard 2 ebenfalls und das sind nur Beispiele. Das sind keine veraltete Mitteln. 2DM fahren immer gut im Albanien. 10 DM mit Feuerwehr Ausrüstung, Kräne Gottwald sind im verschiedene Ländern immer gebraucht.
    Ausbildung könnte gut sein wenn Treibstoff und Munition genügen vorhanden ist! Das ist gar nicht dem Fall heute!
    Die Mobilität ist also unter diese Bedingungen scharf beschränkt (und wir reden gar nicht von Fahrzeugunterhalt)
    Kaderausbildung? Ja sicher wenn man eine Doktrin hat… Ausbildung kann wenigstens auf Stufe Kompanie gemacht, Batallion, Brigade kann man nur auf Simulatoren üben.
    Man vergisst heute auch den Mensch und sein Abwehrwille.

  • Müller

    Herr Villard,

    ich gebe Ihnen recht was den Leopard 2 betrifft sowie auch die M109.
    Bedenken Sie jedoch, dass insbesondere der Leo2 eine gute Kampfwertsteigerung durchlief die leider nur auf ca 150 Stück durchgeführt wurde da das Budget für mehr nicht reichte.
    Ich bin auch gegen die Einmottung von Festungsartillerie wie der Bison und für weitere Upgrades unserer Panzer Haubitzen.

    Der M113 ist jedoch ein spezieller Fall und wie Sie sicherlich wissen wurde dieser zu hunderten eingemottet. Dieses Fahrzeug ist veraltet und genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen! Der ständige Vergleich mit Ausländischen Armeen, was die Wehrpflicht, die Rüstung und Ausrüstung angeht finde ich falsch da ich der Meinung bin, dass wir vieles besser machen als in den umliegenden Nachbarländer (es ist nicht alles Gold was glänzt).
    Der M113 hätte jedoch durch eine ebenbürdige Zahl von Schützenpanzer 2000 oder Radschützenpanzer ersetzt werden sollen und genau da liegt das Problem.

    Stillgelegte Geräte werden nicht ersetzt und stilllegen muss man halt immer wieder (ein Computer können Sie auch nicht 30 Jahre lang halten sondern Sie kaufen sichh irgendwann einen neuen, leistungfähigeren).
    BSP die Festungsartillerie: Die Einmottung aller Bunker ist illegal und eine Frechhei! Eines Tages wird auch die Bison veraltet sein und mann muss sich überlegen ob eine neue, bessere Kanone gekauft wird oder ob man ev. teilweise auch auf Raketenstellungen/Marschflugkörper umsteigt.

    Fazit: Die Liquidierung von altem Material IST notwendig ABER wir müssen definitiv modernstes Mittel als Ersatz bereitstellen können. Ansonsten sind wir nicht glaubwürdig/schlagkräftig.

    Zum Budget habe ich noch etwas anzufügen:
    Ständig wird erzählt wieviel besser die Armee früher war.
    Die Armee 95 war schlichtweg schlecht. In der Armee XXI hat man ein ähnliches Budget aver 3mal weniger Soldaten: Eine Qualitätssteigerung war zu erwarten und ist eingetroffen.

    Obwohl viele Systeme zur Kernkompetenz Verteidigung abgeschafft aber nicht ersetzt wurd (was wie bereits erwähnt falsch ist), steigerte sich das KnowHow im Kampf in überbauten Gelände massiv.
    Die Infanterie muss heute taktisch und technisch enorm viel mehr wissen als früher. Auch ist sie viel mobiler.

    Die Lösung des ganzen Problem wäre ebenfalls einfach: Mann müsste der Armee wieder genügend Mittel zur Verfügung stellen (6-7 Mia) und das VBS kann die Kernkompetenz Verteidigung wieder als Primär Auftrag aller Kammpftruppen vorsehen. Die Mittel, vielleicht auch die Aufstellung mit Regimenter etc, das Verteidigungskonzept, die Mobilmachung, die Grundbereitschaft, die Infrastruktur würden beschafft, erstellt und ersetzt werden.

    Ich bin aktiver Infanterie Offizier und kann Ihnen meine dringensten Beschaffungen aufzählen:
    Inf:
    -Wir haben keine Panzerabwehr Mittel mehr über 300m da die PAL abgeschafft(alt) wurde -> ersetzen
    -Wir brauchen mehr Radschützen Panzer und zwar Kriegstaugliche (genügend gepanzert etc)
    -Wir müssen die Nachtkampfmittel dringend modernisieren
    -Für den Kampf im überbauten Gelände kann uns das IMESS enorm weiterhelfen deshalb beschaffen
    -kleinere Ausrüstungen
    -Für den Kampf in Alpinen Gelände könnten wir gepanzerte und bewaffnete Transport Helikopter gebrachen da wir mit den Panzer an gewisse Punkte nicht hinkommen
    -Wir haben KEINE Luft Ustü!
    -Wir bräuchten schwere Panzer für das überbaute Gelände (Versuche Heer laufen)
    -Eine Inf Kp hat keine Luftabwehr. Wir müssten uns gegen Kampfhelikopter mit der Panzerfaust oder dem 12.7mm(falls vorhanden) wehren
    Luftwaffe:
    -Boden/Luft nur noch 3 Systeme (kein System das auf extreme Höhe spionage oder strategische Bomber entdeckt)
    -Luft/Luft nur die neuste Mirage kam auf 18000m um strategische Bomber abzufangen. Die USA schickte einen Flugzeugträger nach Südkorea mit ca 90 Flugzeugen an Bord. Wir haben nur 33 FA18
    -Luft/Boden wird nicht trainiert!!!!! Bodentruppen ohne Luft und Artillerie Ustü haben es sehr schwer
    -Keine Transportflugzeuge um Truppen aus dem Ausland oder im Inland zu verschieben. Um die Falschirmaufklärer in grösserer Anzahl, in grosser Höhe abwerfen zu können.
    -Keine Kampfhelikoper(!) um die Infanterie oder Panzertruppen zu unterstüzen
    -Drohne ist nicht bewaffnet und kann nur begrenzt aufklärungs Einsätze fliegen
    -Warscheindlich müsste die gesamte Truppe am Boden (Radar, Funk etc) härter ausgebildet werden. Diese Offiziere haben nicht mal einen 100km Marsch!

    Panzertruppen:
    -zu weniger Panzer wurden aus meiner Sicht modernisiert
    -Ein Führungssystem wie das FIS Heer ist noch nicht realisiert
    -keine mobile Luftabwehr

    Artillerie (funktioniert eigentlich sehr gut):
    -Keine Marschflugkörper
    -Keine Raketen
    -Zu wenig Festungsartillerie

    Um wirklich zur einer hervorragend ausgerüsteten Armee zu gehören gemäss dem Ziel „beste Armee der Welt“ (was durch unsere Milizarmee möglich ist in unserem Rahmen), müssten diese Mittel beschafft werden.
    Zu den Kosten äussere ich mich lieber nicht. Ich hoffe, die Sicherheitslage und Sicherheit im Allgmeinen wird der Bevölkerung und dem Parlament langsam bewusst.

  • Willy P. Stelzer

    An den Infanterie Offiziere Müller

    Vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre Antwort an Herrn Villard. Sie scheinen sich ziemlich viel mit Armeefragen zu befassen. Aber Ihr Wissen und Ihre Ansichten sind nicht umfassend. Warum treten Sie nicht der Gruppe Giardino bei (www.gruppe-giardino.ch)und vervollständigen Ihr Wissen? Offiziere wie Sie sind in dieser Organisation, welche innerhalb von einem halben Jahr über 600 Mitglieder umfasst, gefragt!

    Kameradschaftliche Grüsse – Willy P. Stelzer – Mitglied Kern Team Gruppe Giardino

  • Als aktiver Stabsoffizier teile ich grundsätzlich die Meinung des Infanterie-Berufsoffiziers Müller!

    Eine wirkliche und breite angelegte Bedrohungsanalyse ist durchzuführen; Ergebnis Bedrohungskatalog!
    Tipp hierzu: Mix aus aktiven und Miliz-Offizieren a.D, ergänzt mit Berufsoffizieren)

    Daraus könnten reale und derzeit wohl sureal erscheinende Szenarien abgeleitet werden, welche in Folge bewertet,
    und mit einem Mittelansatz versehen werden könnten (Gefährlichste und Wahrscheinlichste Variante).

    Basierend hierauf könnte dann u.a. ein wohl etwas problemlösungsorientierter Armeeauftrag definiert und ver-
    abschiedet werden.

    Ich denke, die Schweiz sollte in der Gesamtbetrachtung im Sicherheitsbereich nicht „Abbauen“, sondern mindestens
    „Halten“.

    A.)Die Kernkompetenz der Armee -„Verteidigung“- ist zwingend beizubehalten.
    Dies mit den erforderlichen qualitativen und quantitativen Mitteln.

    B.) Dem Cyberwar/Cybercrime ist massiv entgegen zu treten (aktiv u. passiv)

    C.) Der Bevölkerungsschutz ist qualitativ deutlich zu verbessern.

    D.) Die Polizeikorps der Kantone sind wieder zu erhöhen.

    E.) Die diversen „Hobby“ Feuerwehren müssen qualitativ verbessert werden.

    F.) Alle Schweizer Bürger sollten aushebungspflichtig werden und in Folge mind. ein halbes Jahr
    für die Gesellschaft „Dienst leisten“;
    – als Soldat/Soldatin (für Kernkompetenz Verteidigung)
    – als Bevölkerungsschutz-Soldat/Soldatin
    – als Krankenpfleger/-pflegerin, Altenbetreuer/-betreuerin
    – als Feuerwehrmann/-frau
    – oder als vollamtlicher Polizist oder Sanitäter.

    Ach ja, was das alles Kostet weis ich nicht genau. Was dies jedoch für einen Nutzen erbringt ist klar:
    Reale und breit abgestützte Sicherheit, welche durch alle Schweizer, solidarisch erarbeitet wird!

    armeeoffizier

    • Y. Blau

      Ich möchte Ihren Punkt F.) unterstützen, weil eine Aushebungs- und Dienstpflicht in einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft zusammengehören.

      „F.) Alle Schweizer Bürger sollten aushebungspflichtig werden und in Folge mind. ein halbes Jahr
      für die Gesellschaft „Dienst leisten“;
      – als Soldat/Soldatin (für Kernkompetenz Verteidigung)
      – als Bevölkerungsschutz-Soldat/Soldatin
      – als Krankenpfleger/-pflegerin, Altenbetreuer/-betreuerin
      – als Feuerwehrmann/-frau
      – oder als vollamtlicher Polizist oder Sanitäter.“

  • Willy P. Stelzer

    Unter keinen Umständen darf die Planungs-Variante 80’000 AdA in die Wirklichkeit umgesetzt werden. 120’000 AdA sind das Minimum für die Erfüllung des Auftrages der Armee gemäss BV, Art. 57/58. Es gibt entsprechende Studien ausserhalb des VBS, welches dies glaubhaft belegen.- Der Armeebericht ist zurück zu weisen. Er taugt so wenig wir der Sipol B. – Man studiere das „Schwarzbuch Giardino“.

  • Elmar Hutter

    Wie die NZZ heute berichtet, werden in der Schweiz Milliarden von Firmengewinnen nicht versteuert, obwohl alle Unternehmen in der Schweiz auch den Schutz des Bundes beanspruchen. Unsere Wehrleute müssen sich dagegen mit fehlender oder ungenügender Ausrüstung auseinandersetzen. Hier herrscht offenbar ein klarer Missstand in Helvetien!

  • Enrico Heini

    Für Herrn Oberst Betschon ist der Arc lémanique kein Schlüsselraum. Dies mag aus Appenzeller Perspektive noch knapp verständlich sein….

  • Hans Schmid

    Herr Müller
    Zu Ihrer etwas umfangreichen Wunschliste ganz wenige Punkte
    1. Dieselben Spz 76/73 KAWEST die dem Vernehmen nach im Wallis eingemottet sind (und nun vergammeln) werden von der dänischen Armee in Afghanistan eingesetzt (Bericht in der ASMZ)
    2. Diese M113 sind seinerzeit ersetzt worden weil sie den Leo nicht zu folgen vermögen; dies können die Spz 2000 zwar besser aber auch nicht im gewünschten Masse (Angaben Berufsmilitär Gelb)
    3. Wir verfügen nicht über zuwenig Festungsart; wir haben die vorhandene stillgelegt bzw vernichtet
    4. Den Auftrag Verteidigung muss man nicht „vorsehen“ – der steht in BV Art.58

  • Hans Rüttimann

    Dem „Armeeoffizier“ ist das System BEVÖLKERUNGSSCHUTZ nicht bekannt, sonst würde er sich nicht so unkorrekt äussern! Im übrigen ist die Feuerwehr auch ein Teil des Bevölkerungsschutzes und ein nicht unwesentlicher. Die Leistungen der Feuerwehren als „Hobby“-Dasein zu betiteln befremdet.
    Schauen sie die Realität an. Die Feuerwehren lösen Ereignisse aller Arten gekonnt und effizient. Mit einer so miesen Berichterstattung kann die Armee kein Goodwill schaffen!!!

  • Es ist unglaublich war für Unsinn hier verbreitet wird:

    1. Überall in Westeuropa werden die Armeen massiv abgebaut! Werfen Sie mal einen Blick nach Deutschland oder Österreich!

    2. Europa ist heute (vor allem dank der EU) so sicher wie noch nie in der ganzen Geschichte dieses Kontinents!

    3. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Armee von uns Steuerzahlern finanziert wird! Ueli Maurer soll endlich aufzeigen, wo es Sparpotenzial gibt.

    • Fritz Kälin

      Man kann sich in Westeuropa umsehen, doch woher wissen wir, dass diese damit das (für sie) Richtige tun und inwiefern dies auch für uns zutreffen muss? Unsere Nachbarn bauen ihre Streitkräfte nur teilweise ab. Die Friedensdividenden wurden dort wie bei uns längst über Gebühr ausgeschöpft.
      „Europa so sicher wie noch nie.“ Unsere Nachbarn geben ihre Fähigkeit zur Landesverteidigung auf und legen sich kleine (winzige?) Berufsarmeen zu, die fast weltweit ‚für Ordnung sorgen‘ sollen, nur das eigene Land können sie nicht mehr verteidigen. Ob sich dies mit demokratischen Staatswesen vereinbaren lässt, erscheint mit jedem internationalen ‚Einsatz‘ aufs Neue fraglich.
      „Sicher vor allem dank der EU!“ Herr Schlemihl, wer hat die Rote Armee aus Westeuropa ferngehalten? Ob die Deutsch-Französische Aussöhnung ohne Furcht vor dem russischen Bären zustande gekommen wäre, wird bewusst nicht gefragt. Wer musste selbst im direkten Vorfeld von Europa (auf dem Balkan) aktiv werden, um wenigstens einen Scheinfrieden zu erzwingen? Europa verdankt seine Sicherheit seit 1945 den Vereinigten Staaten. Und ob diese noch einmal 50 Jahre für Europas Sicherheit bürgen werden, während das Gewicht des Weltgeschehens sich nach Asien verlagert, darf bezweifelt werden. Wir gehen also einer Zeit entgegen, in der keiner unserer Nachbarn auf sich selber aufpassen kann, sondern sich ‚jeder auf jeden verlässt‘. Quasi die sicherheitspolitische Variante von dem, was die EU zur Zeit ökonomisch mit Griechenland etc. zur Schau stellt. Die demographischen Verschiebungen stimmen auch nicht gerade fröhlich. Wenn Sie sich heute sicher fühlen, Herr Schlernihl, dann geniessen Sie dieses Gefühl. Wenn Sie sich weiter so fühlen wollen, verschliessen Sie besser weiterhin die Augen vor den Defiziten im europäischen und speziell im schweizerischen Sicherheitsdispositiv. Wenn Sie da noch nach Sparpotentialen fragen, setzen Sie sich doch dafür ein, dass unsere WK-Verbände nicht nur Fahrzeuge und Waffensysteme, sondern auch noch Schuhe und persönliches ABC-Schutzmaterial miteinander teilen müssen…
      Für eine Schweiz, die ihren Wohlstand u.a. mit dem Ruf von Sicherheit und Stabilität (auch in Krisenzeiten!) erworben hat, stellt sich die Frage, ob sie diesen Ruf ohne Not selber ramponieren will.

  • Gruppe Giardino

    Herr Schlemihl, vielleicht wird in Europa momentan noch abgerüstet, dafür werden die Armeen immer mehr von den Bevölkerung entfernt (Berufsmilitärs). Damit werden sie „angriffslustiger“. Europa oder die EU ist heute das GRÖSSTE Sicherheitsrisiko überhaupt – schauen Sie doch nur mal die finanzielle Situation an! Öffnen Sie die Augen, der Friede ist sehr fragil!

  • Marthy Max

    Danke für all Ihre Arbeit. Ich finde das super.
    Noch nie wurde an der Front soviel und so gute Arbeit geleistet.
    Das Problem Armee ist nicht die Armee sondern die Politkerinnen/er.
    Jeder NR uns SR sollte mit seiner Kandidatur klar Stellung nehmen, ob Sie oder Er für eine starke unabhängige Schweizer Miliz-Armee steht. Ich hoffe, dass so eine Befragung durchgeführt werden kann.
    Mit kameradschaftlichen Grüssen
    Max Marthy (Instr a.D.)

  • Anton Mäder

    Toni Mäder
    Als Rentner mit 78 Jahren
    Stehe ich als ehemals Gefreiter in der Artillerie
    zur unserer Miliz Armee ich habe das Gefühl so wie ich verschiedene SP Politiker über Jahre zurück sich gegen die Armee gäussert haben und mitgehört habe. Auch die SP Galade hat sich vehement gegen die Armee geäussert. Da habe ich das gefühl dass die SP die Schweiz verschandeln möchte. Darum ist es notwendig wenn man die Militärischen Vereine stark unterstützt. Ich bin Mitglied bei der Milizia
    Militär Verein. Wir müssen mit aller Kraft unsere Eidgenossenschaft und unsere Militzarmee mit 150 ooo
    Milizler erhalten.

    gruss Toni Mäder

  • Die EU oder Europa als grösstes Sicherheitsrisiko zu bezeichnen zeugt von Realitätsverlust!

    Noch nie in ihrer Geschichte war die Schweiz von derart friedlichen Nachbarstaaten umgeben! Da ändern auch „Gefahrenkarten“ eines CdA mit Grenzen von 1989 nichts daran! (Ich will jetzt nicht so unverschämt sein und behaupten, die Armeeführung hätte die letzten 30 Jahre verschlafen, aber eine Karte mit den aktuellen Grenzen müsste im VBS eigentlich schon verfügbar sein, oder?). Ich stelle fest, dass gewisse Leute aus dem isolationistischen Lager versuchen eine militärische Gefahr aus der EU abzuleiten, was völlig absurd ist! Zudem ist finanzielle Lage der meisten EU-Staaten mit derjenigen der Schweiz vergleichbar.

    @Fritz Kälin: Natürlich hat Europa den USA sehr viel zu verdanken! Aber langfristig gesichert wurde der Frieden dank der Europäischen Integration!

    Wichtig ist zudem, dass die Schweiz politisch und wirtschaftlich extrem international vernetzt und abhängig ist (auch wenn das gewisse politische Kreise nicht wahr haben wollen). Völlig isoliert kann die Schweiz heute gar nicht mehr existieren!

  • Y. Blau

    Unser Vernetztsein schliesst ja nicht aus, dass wir die Art und Weise wie wir in Relation zu anderen stehen selber definieren. Ich möchte das in Gestalt von möglichst viel Bürgernähe, sozialer Partizipation und mit möglichst viel direkter Demokratie. Die Milizarmee gehört in diese Reihe von vom Bürger „bestimmten“ Institutionen für mich. – Kann man auch anders sehen sicherlich.

  • Suter Hermann

    Die Forderung nach einer PUK zum 750 Millionen FIS-Heer-Flop wurde sowohl vom Präsidenten der SiK-Nationalrat (Büchler/CVP), wie auch vom Präsidenten der SiK-Ständerat (Frick/CVP), mit SiK-NR-Mitglied Malama (FDP) und dem ehem. CDA Keckeis als „unverhältnismässig“ und „weit über das Ziel hinausschiessend“ abgelehnt. Tatsache ist, dass diese Herren (hinzuzufügen wäre noch aBR Samuel Schmid) wohl wissen, dass sie ihre bezügliche Aufsichts- und Kontrollpflicht offensichtlich NICHT wahrgenommen haben. Eine PUK würde dieses Fehlverhalten rasch aufdecken! Honny soit qui mal y pense. GIARDINO hält an der PUK-Forderung fest. Die Armee kommt niemals „gesund“ voran, wenn sie derartige Leichen in ihrem Keller liegen lässt….

  • Martin Bamert

    Herr Betschon
    Wir sind eine Gruppe von Schülern die sich gedanken über die Armee macht ob es einebraucht oder meine fragen an sie ist wie sind sie darauf gekommen die Gruppe Giardino zu gründen und könnten wir sie persönlich treffen auf eine antwort würde ich mich freuen

  • Sacha Scheurmeister

    Ich sage nur,wir werden von Volksverrätern und Medien kontrolliert!
    dank dem das wir Schweizer ein bodenständiges Volk sind,und einigen wenigen Volksvertretern,die diesen Namen auch verdient haben,sind wir kein Teil der EU Diktaur,zumindest offiziel.dann machen sies halt hinter unserem Rücken,oder lügen uns an,maipulieren uns mit Hilfe der Medien,damit sie ihrem Ziel näher kommen.das letzte souveräne Volk Europas zu entmachten!Wiederstand bevor es zu spät ist!

  • Walter G u l e r

    Standpunkte:

    in den 26 comments to Standpunkte habe ich die verschiedenen Ansichten durchgelesen. Als Schweizer Artillerie-Beobachter (Rekrutenschule im heissen Sommer 1947) habe ich seitdem unsere Armee recht gut beobachtet. Und nun die verschiedenen comments (warum eigentlich nicht Kommentare?) durchgepflügt.. Dabei ist mir die oft schlechte Geschichtskenntnisse der diversen Schreiber aufgefallen. Es werden zu oft die Geschichts-schreibung der Sieger übernommen.
    Der unverdächtige Walter Benjamin meinte einmal: Geschichte ist die Beute, welche die Sieger im Triumphzug mit sich führen, zur Demütigung, zur Kränkung und Verächtlichmachung der Besiegten. Diesen Worten schliesslich mussten wir noch einmal dazulernen: Geschichte ist mitsamt allen Fakten das Privateigentum der Politiker; sie machen damit, was ihnen beliebt.
    Fritz Kälin 30. Juni 2011 at 21:20: Europa verdankt seine Sicherheit seit 1945 den Vereinigten Staaten. Dabei vergisst er, dass Die USA während des Krieges die Sowjetunion mit dem Lend and Lease-Vertrag massiv aufgerüstet hatte. Die einzige Armee, die die rote Armee aus Westeuropa ferngehalten, wenigstens versuchte, war, ob sie das wahrhaben wollen oder nicht die deutsche Wehrmacht. Aber das getraut man sich gar nicht zu sagen, ohne als Neonazi beschimpft zu werden.

    Zum Zweiten: nach dem Versprechen auf Hilfe an die Polen 1939 der Westalliierten, falls Polen angegriffen würde, haben diese Deutschland am 3. September 1939 den Krieg erklärt. Die Sowjetunion griff am 17. September 1939 Polen ebenfalls an. Wieso wurde dann der Sowjetunion nicht auch der Krieg erklärt?? wenn schon «Hilfe» versprochen wurde? Die zeigt doch auch, wie es mit Versprechen dieser «Wertegemneinschaft» steht. Und nach 1945 wurde Polen den Kommunisten sowjetischer Prägung grosszügig verschenkt. Das ist und wahr die Sicherheit die die USA Europa schenkte.
    Über die über 120 Kriege die unter Federführung der USA die nach 1945 geführt wurden mag ich schon gar nicht sprechen. Soviel zur Geschichtsschreibung über Armeefragen.

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