Notstand bei den Armee-Blachen

Es geht um Zeltblachen. 1901 vom Militär erfunden, meist aus Baumwollstoff, seltener aus PVC. Ein Blache (quadratisch, 1,65 Meter gross) hat 64 Knöpfe und 32 Knopflöcher. Im Feld ist sie eine bewährte Allzweckwaffe im Kampf gegen Nässe und Dreck. Im Zivilen werden Blachen häufig eingesetzt beim Campieren. Ganz besonders von Pfadfindern, Cevis und Jublas (Jungwacht/Blauring). Manuela Mühlemann, Ausbildungsverantwortliche bei der Pfadi Schweiz, schlägt heute in der «Nordwestschweiz» Alarm: «Blachen sind wichtig für unsere Lager, jetzt fehlen sie überall.»
→ Weiterlesen: Notstand bei den Armee-Blachen

Das Geschäft mit ausrangierter Armeeware

1992 führte der heute 60-Jährige anlässlich einer Oldtimertraktoren-Ausstellung den ersten Direktverkauf durch. An einem 50 Quadratmeter kleinen Stand verkaufte Fritz Dick Werkzeug der Schweizer Armee. Die Ware ging weg wie heisse Weggli, gehörten doch grösstenteils Tüftler zu den Besuchern.

Mit Glück und Verstand wurde Dicks Reich immer grösser, ebenso das Publikum. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern ist die Liquidation von Armeematerial in der Lysser Seelandhalle heute zu einem Mekka für alle geworden: Männer, Frauen, Junge, Alte, Familien, Schwinger, Pfader, Heimwerker gehen auf Schnäppchenjagd, im Schnitt 30000 Besucher pro Anlass, keineswegs nur Militärfans. Weltweit gebe es keinen grösseren Direktverkauf von Armeematerial an private Anwender, lobt Dick seinen Anlass gleich selbst.
→ Weiterlesen: Das Geschäft mit ausrangierter Armeeware

Wortprotokoll: Postulat Föhn Peter. Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen verbessern. Bestandeserhöhung für die Armee

Peter Föhn (SVP/SZ): „Es geht hier um ein Postulat. Wir erinnern uns noch sehr gut an die Diskussion über die Weiterentwicklung der Armee hier im Saal in der letzten Session. Damals hatte ich angekündigt, dass ich allenfalls einen persönlichen Vorstoss machen könnte mit dem Ziel, dass in einem Bericht darzulegen sei, wie eine Bestandserhöhung der Armee aussehen könnte, und zwar für zwei verschiedene Grundmodelle. Ein Modell würde eine grundsätzliche Erhöhung des Bestandes der Armee nach sich ziehen von 100 000 auf 120 000 oder allenfalls 140 000 Armeeangehörige, voll ausgerüstet. Das zweite Modell würde auf einer Reserve von 20
→ Weiterlesen: Wortprotokoll: Postulat Föhn Peter. Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen verbessern. Bestandeserhöhung für die Armee

Entscheide im VBS im Vergleich zur heutigen Realität

Am 20.05.2015 fährt die US-Armee in Hohenfels/Bayern mit kampfwertgesteigerten M 113 – ähnlich unseren längst verschrotteten Spz 63/89, nur ohne Turm und dessen Kanone – vor.

20150601 M113-2

20150601 M113-1

In einem Konvoi u.a. mit Kampfpanzern Abrams wird gleichentags auch noch ein ganz gewöhnlicher M 113 (bei uns ganz, ganz früher Spz 63 genannt), allerdings bereits mit aussen liegenden Treibstofftanks, mitgeführt; dem Anschein nach handelte es sich nicht um einen Nostalgieumzug sondern auf den Strassen, der kleinen lettischen Stadt Schaulen werden für die gross angelegten NATO-Übungen unter dem Titel „Saber Strike 2015“, die in Polen, Estland, Lettland und Litauen abgehalten werden, die Fahrzeuge in Position gebracht werden. Die Übungen des Saber Strikes 2015 werden vom 08. bis zum 20.Juni durchgeführt.
→ Weiterlesen: Entscheide im VBS im Vergleich zur heutigen Realität

WEA – unvollständig ausgerüstet

  1. Pro Memoria: Das Schweizer Volk hat mit der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003 die Armee XXI mit einem Mannschaftsbestand 220‘000 (140‘000 Aktive und 80‘000 Reserve) beschlossen. Dieser Volksentscheid ist vom Bundesrat nicht umgesetzt worden. Ich verweise auf den Entwicklungsschritt 08/11.

    von Willy Stelzer, Major a D

  2. Am 17.1.2011 hat der BLICK berichtet, dass der Ex-Armeechef Keckeis zusammen mit Regierungsrat Pierre Maudet und Peter Arbenz für eine 20‘000 Mann-Armee plädiert hat.

  3. → Weiterlesen: WEA – unvollständig ausgerüstet

Schweizer Schützen — Ende Feuer!

Eigentlich ist das seltsam. In einem Land, in dem die Heimattümelei grassiert, in Zeiten, da die Städter an Schwingfeste und Kuhkämpfe pilgern und am Kiosk die Landlust grassiert, angesichts eines politischen Klimas, in dem die nationalkonservative SVP den Takt vorgibt – müsste da „Gut Schuss“ nicht in aller Munde sein?

Seit Jahren macht man Stimmung gegen die Armee und gegen das Schießen„, sagt Heinz Küffer, Leiter Breitensport beim Schießsportverband Swissshooting. Er sitzt zusammen mit Walter Meer, dem eidgenössischen Jungschützenchef, in einem Restaurant auf dem Kasernenareal in Bern. Die beiden Herren blicken grimmig in ihre Kaffeetassen. „Jene Politiker und Aktivisten, welche die Armee abschaffen wollen, nehmen nur zu gern die Schützen ins Visier„, sind sie sich einig. Und die Medien, so viel sei klar, spielten mit. Waffen gälten ihnen per se als gefährlich – und die Schützen natürlich auch. „Aber wenn einer rumballern will„, sagt Küffer, „soll er Paintball spielen gehen„. Da ist viel Frust, der sich Luft verschafft.
→ Weiterlesen: Schweizer Schützen — Ende Feuer!

Wo sind all die Tiger hin?

Seit letzten Herbst ändern sich die Zahlen zum aktuellen und künftigen Bestand der Tiger-Flotte regelmässig. Der Bundesrat beantragte «die Ausserdienststellung von Rüstungsmaterial», namentlich der gesamten Tiger-Flotte. Doch das Parlament trat in der Herbstsession nicht auf die Vorlage ein und bekräftigte damit, dass die 54 Flieger in der Luft bleiben sollten. VBS-Chef Ueli Maurer erklärte einen Tag später, man könne «den Tiger F-5 noch einige Jahre für gewisse reduzierte Aufgaben weiter in Einsatz behalten». Die Luftwaffe bestätigte, dass die «derzeit noch 54 Tiger F-5 weiter im Betrieb und ordentlich unterhalten werden».

Trotzdem hat sich die Flotte markant verkleinert. Im Oktober berichtete die «Zentralschweiz am Sonntag», dass das Verteidigungsdepartement bereits Verhandlungen führe, um einen Teil der Flotte 2016 zu verkaufen. Anfang Januar 2015 wurde bekannt, dass bei zwei Tiger Risse entdeckt wurden. In der Medienmitteilung der Luftwaffe findet sich in einer Klammer auch die Nebenbemerkung, dass bereits 18 Flugzeuge gegroundet wurden, diese befänden sich «im Inventar der Luftwaffe, werden aber nicht mehr geflogen». Der Entscheid, diese Flugzeuge nicht mehr weiter in Betrieb zu halten, wurde nicht explitzit kommuniziert.
→ Weiterlesen: Wo sind all die Tiger hin?

Rissbildungen am F-5 Tiger: Kontrolle abgeschlossen – Verwirrung total

Anlässlich einer grossen Kontrolle wurde 2014 an einem Tiger F-5E (Einsitzer) ein Riss in der tragenden Flugzeugstruktur festgestellt. Dies hatte einen Kontrollauftrag an den noch regelmässig geflogenen Tiger F-5E/F-Jets zur Folge. Im Rahmen dieser grossflächigen Überprüfung wurde Anfang Januar 2015 bei einem zweiten Flugzeug ebenfalls ein grösserer Riss am gleichen Bauteil entdeckt. […] Der Kontrollauftrag ist nun abgeschlossen. Fazit: Bei 16 Jets wurden Risse festgestellt. Davon sollen sechs Tiger-Einsitzer repariert und weiter betrieben werden (ein F-5E Tiger grau und fünf F-5E Tiger rot-weiss). Da die Anzahl Standplätze bei der Industrie begrenzt ist, wird die Reparatur voraussichtlich bis Ende erstes Quartal
→ Weiterlesen: Rissbildungen am F-5 Tiger: Kontrolle abgeschlossen – Verwirrung total

Deutschland – Kampfpanzer Leopard: Erst ausgemustert, jetzt zurück im Dienst

Die Bundeswehr wird mit 100 zusätzlichen „Leopard 2“-Panzern aufgerüstet. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. Die gebrauchten Panzer sollen für 22 Millionen Euro von der Industrie zurückgekauft und ab 2017 modernisiert werden. Eigentlich war im Zuge der Bundeswehrreform eine Obergrenze von 225 „Leopard 2“-Panzern beschlossen worden. Dieses Limit wird nun auf 328 erhöht. 320 der Fahrzeuge sollen schließlich zur Verfügung stehen, acht zu Demonstrationszwecken genutzt werden.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte die Ausmusterung der Kampfpanzer bereits vor einigen Wochen gestoppt. Gleichzeitig kündigte sie an, ein Panzerbataillon mit bis zu 800 Soldaten und 40 Panzern zu reaktivieren. Ein Sprecher verwies auf die Absicht der Ministerin, „hohle Strukturen“ in der Bundeswehr mit Gerät aufzufüllen. So gebe es Panzerregimenter, aber auch andere Truppenteile, die nicht über Gerät im gewünschten Umfang verfügten.
→ Weiterlesen: Deutschland – Kampfpanzer Leopard: Erst ausgemustert, jetzt zurück im Dienst

Fakten zur Verschrottung der BISON-Geschütze

Die ersten Festungskanonen (Fest Kan 93) wurden in den 90er-Jahren gebaut. Die letzten entstanden um die Jahrtausendwende und sind somit immer noch topmodern. Insbesondere das ROHR des BISON ist das modernste seiner Zeit und ist heute wohl noch eines der besten Rohre. Dieses wurde dann in gekürzter Version auch für die Kampfwertsteigerung der M-109 (Panzerhaubitzen – welche inzwischen in grosser Zahl durch das VBS ebenfalls verschrottet wurden!) übernommen.

20150302 Bison

BISON-Monoblock mit zwei Geschützen irgendwo in der Schweiz

 

 

„Die Festungsartillerie Ausbildung in den Rekruten- und Kaderschulen wurde bereits 2008/2009 eingestellt.
→ Weiterlesen: Fakten zur Verschrottung der BISON-Geschütze

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus