Air2030 – Offertanfrage an die Regierungsstellen der Herstellerfirmen von Kampfflugzeugen übergeben

Basierend auf den Anforderungen, die das VBS am 23. März 2018 veröffentlichte, hat armasuisse am 6. Juli 2018 die Offertanfrage für neue Kampfflugzeuge an die Regierungsstellen der fünf in Frage kommenden Herstellerfirmen übergeben: Deutschland (Airbus Eurofighter), Frankreich (Dassault Rafale), Schweden (Saab Gripen E) und die USA (Boeing F/A-18 Super Hornet, Lockheed-Martin F-35A). Die durch die Regierungsstellen angeschriebenen Hersteller können nun bis Ende Januar 2019 armasuisse eine Offerte unterbreiten.

Die Offerten sollen unter anderem folgende Elemente enthalten:

  • Berechnung, wie viele Flugzeuge aus Sicht des Herstellers nötig sind, um die Aufgaben der Schweizer Luftwaffe erfüllen zu können (darunter auch vier Wochen lang permanent vier Flugzeuge in der Luft zu haben)


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Der Luftkampf ist eröffnet

Fünf Kampfjet-Hersteller erhalten in diesen Tagen Post von der Eidgenossenschaft – die Einladung für eine Offerte. Damit ist das Rennen um das neue Kampfflugzeug der Schweizer Armee lanciert.

Es geht um viel. Um fünf bis sechs Milliarden Franken. Die Hersteller haben sich Anfang Juni am Symposium der Offiziere der Luftwaffe in Dübendorf ZH in Stellung gebracht. Airbus (Eurofighter), Saab (Gripen E), Boeing (F/A-18 Super Hornet), Lockheed Martin (F-35 A) und Dassault (Rafale) konnten sich dort der Luftwaffen-Elite präsentieren. Sie bezahlten je rund 10’000 Franken für den Auftritt.
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Bürgerliche Kampfjet-Befürworter liegen sich schon wieder in den Haaren – die Armee-Gegner freuts

Das Seilziehen hat längst begonnen. Parmelin hat sein Multipack in die Vernehmlassung geschickt, die bis September läuft. Klar ist schon jetzt: Viele Armeefreunde wollen eine aus ihrer Sicht riskante Volksabstimmung verhindern. Hinter den Kulissen laufen längst Bestrebungen, das Paket in seine Einzelteile zu zerlegen. Etwa bei der FDP.
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Vernehmlassungsantwort des VSWW zum Planungsbeschluss zur Erneuerung der Mittel zum Schutz des Luftraums

Der VSWW bekennt sich zu einer modernen, leistungsstarken und gutausgerüsteten Schweizer Luftwaffe. Die Beschaffung neuer Mittel zum Schutz des Luftraums werden im Sinne der Sache stark befürwortet und als dringend notwendig erachtet. […]

Obwohl der VSWW im Vorhaben Air 2030 mehrheitlich positive Aspekte entnehmen kann, lehnt der VSWW den vom Bundesrat in Aussicht gestellten Budgetrahmen von max. 8 Milliarden Franken klar als zu tief ab. […] An einem Finanzvolumen von minimal 9 Milliarden Franken soll festgehalten werden.
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Air2030: Bundesrat schickt Planungsbeschluss in Vernehmlassung

Der Bundesrat will die Mittel zum Schutz des Luftraums – und damit der Menschen, die in der Schweiz leben, wohnen und arbeiten – erneuern. Dabei soll die Bevölkerung die Möglichkeit haben, im Grundsatz über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und eines neuen bodengestützten Systems zur Luftverteidigung abzustimmen. Einen entsprechenden Planungsbeschluss, der dem fakultativen Referendum unterstehen soll, hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 23. Mai 2018 in die Vernehmlassung geschickt.
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Kauft die Schweiz ihre neuen Kampfjets zum falschen Zeitpunkt?

Geht es nach dem Bundesrat, sollen in der Schweiz allerspätestens ab 2030 neue Kampfflugzeuge im Einsatz sein. Die Chancen stehen gut, dass der hiesige Luftraum dann entweder von Rafale-Kampfjets oder von den Eurofightern bewacht werden wird. Die zwei Flugzeugtypen sind unter anderen in die engere Auswahl des Verteidigungsdepartements (VBS) gekommen.

Ende der 2030er Jahre will die französische Luftwaffe ihre Rafale-Jets ersetzen, Deutschland seine Eurofighter voraussichtlich ab 2040. Es besteht daher das Risiko, dass ab den 2030er Jahren just einer jener Kampfjets den Schweizer Luftraum überwachen wird, die in den zwei Nachbarländern kurze Zeit später aus dem Verkehr gezogen werden sollen.
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Gegengeschäfte für Kampfjet-Kauf im Gegenwind

Acht Milliarden Franken will der Bundesrat ausgeben, um neue Kampfjets und Fliegerabwehrraketen zu kaufen. Das ist viel Geld – und eigentlich ginge es auch mit weniger. Das jedenfalls glaubt der Verwaltungsratspräsident des Stanser Flugzeugbauers Pilatus: «Wir könnten die Kampfjets bis zu einer Milliarde Franken billiger haben, wenn wir auf Aufträge für die Schweiz verzichten», sagte Oscar J. Schwenk zum «Sonntags-Blick». […]

Tatsächlich geben auch Befürworter von Gegengeschäften zu, dass mehr zahlt, wer diese verlangt. Es sei richtig, dass sich die Beschaffung «um einen unbekannten Betrag» verteuere, sagt Karin Suini, Mediensprecherin des Verteidigungsdepartements (VBS). Die von Schwenk genannte Zahl von einer Milliarde scheine zwar «hoch gegriffen», widerlegen kann sie das VBS nicht. 
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Die Schweiz will ihren Luftraum wieder mit Raketen verteidigen

In den Augen eines Luftwaffenoffiziers muss der Himmel entfernt an eine Schwarzwäldertorte erinnern. Schicht reiht sich an Schicht, imaginär unterteilt durch die Reichweiten der eigenen Waffensysteme. Blickt man auf diese Weise in den Schweizer Himmel, so wird schnell klar, dass dort zurzeit nicht sehr viel an Schichtung vorhanden ist. Seit 2001, als die Schweiz ihre Bloodhound-Raketen ausser Dienst stellte, ist die mittlere bis grosse Reichweite am Himmel über der Schweiz militärisch verwaist – zumindest was die bodengestützte Luftverteidigung angeht. Keines der heute von der Schweizer Armee verwendeten bodengestützten Flugabwehrsysteme kann in solchen Sphären wirken. Mit dieser Aufgabe sind seit 2001 ausschliesslich die Kampfflugzeuge der Schweizer Luftwaffe betraut.
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Planungsbeschluss zur Landesverteidigung: Sicherheits- und staatspolitisch riskant

Kürzlich kommunizierte Bundesrat Parmelin die Strategie für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und eines neuen bodengestützten Systems zur Luftverteidigung (Bodluv): Er setzt auf einen referendumsfähigen Planungsbeschluss. Auch Kreise, die wie der Schreibende überzeugt für die Erneuerung der Luftwaffe einstehen, reagieren kritisch. Denn damit würde ein Präzedenzfall geschaffen, der erhebliche Risiken für die Schweizer Sicherheitspolitik birgt.

Gastkommentar von Corina Eichenberger und Thierry Burkart (beide NR FDP/AG) in der NZZ vom 2. Mai 2018
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Parmelins Luftwaffen-Experte fordert 50 neue Kampfjets

Um die Schweiz vor Gefahren aus der Luft schützen zu können, brauche es 20 bis 70 neue Kampfflugzeuge, befand vor Jahresfrist eine von Bundesrat Guy Parmelin eingesetzte Expertengruppe . Nötig seien 70 Kampfjets, liess sogleich die Schweizerische Offiziersgesellschaft SOG verlauten, während der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee GSoA umgekehrt 8 bis 12 alte Kampfjets genügten. Die Mehrheit der Po­litiker und Fachleute, welche die Arbeiten der Experten begleiteten, plädierten für 30 neue Kampfflugzeuge. Nur der Verteidigungsminister selber weigerte sich standhaft, eine Zahl zu nennen, und tut das bis heute.

Jetzt lässt sein Experte für Fragen der Luftwaffe die Katze aus dem Sack: «Um in der Luft eine genügende Durchhaltefähigkeit sicherzustellen, brauchen wir rund 50 moderne Kampf­flugzeuge», schreibt Res Schmid in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift «Schweizer Soldat».
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Erinnerungen an die Armee 61

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