Zürcher Relikte aus dem Kalten Krieg

Auf den ersten Blick ist es ein Routine­geschäft. Weil sich die Kantonsstrasse zwischen Wildberg und Turbenthal in einem schlechten Zustand befindet, wird sie ab Mai für 3,1 Millionen Franken saniert. Das teilte der Regierungsrat kürzlich mit. Was die sonst kaum erwähnenswerte Strassensanierung im Tösstal besonders macht, steht ganz am Schluss der Mitteilung: «Gleichzeitig wird das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) die sich in der Strasse befindenden Sprengschächte zurückbauen.»

Explosive Strassen – was aus heutiger Sicht für manche bizarr bis fast unglaublich wirken mag, war jahrzehntelang ein fester Bestandteil der Schweizer Verteidigungsdoktrin: militärische Sprengschächte in Strassen und Brücken. Damit hätten sich im Kriegsfall Verbindungswege in die Luft sprengen lassen – um einen gegnerischen Vormarsch am Boden zu verzögern oder den Feind auf eine Route zu lenken, auf der man ihn leichter hätte angreifen können oder die besser zu verteidigen gewesen wäre.
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