Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Um die Ausfallquote zu senken, hat die Armee das Konzept «Progress» entwickelt. Die Idee dahinter: Den Rekruten soll der Einstieg in das Soldatenleben so sanft wie möglich bereitet und die Belastung danach sukzessive gesteigert werden. Das neue Konzept wird seit mehreren Jahren in den Infanterieschulen von Colombier NE angewandt und soll nun schrittweise auf die ganze Armee ausgedehnt werden. Schulkommandant Luca Bottesi ist begeistert: «Wir wollen die jungen Männer gewinnen – und nicht ihren Willen brechen.» Von der früher in der Armee oft angewandten Doktrin, den Rekruten zu Beginn der RS möglichst scharf den Tarif durchzugeben, hält der Oberstleutnant nichts. «Den Rekruten von heute müssen Sie überzeugen und begeistern, anders geht es nicht», sagt Bottesi. Die Gesellschaft und mit ihr die Jugend habe sich gewandelt, «ob wir das wollen oder nicht».
→ Weiterlesen: Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Schweiz will sich mithilfe der Nato vor Cyberangriffen schützen

Federführend beim Tallinn-Projekt ist das EDA von Didier Burkhalter (FDP), der als starker Befürworter der Cyber-Zusammenarbeit mit der Nato gilt. Aber vor Ort in Estland arbeiten auch Vertreter des Verteidigungsdepartements VBS von Guy Parmelin (SVP) mit. EDA-Sprecher Eltschinger: «Das CCDCoE führt jährlich eine technische Übung durch, die weltweit als Locked Shields bekannt ist. Locked Shields ermöglicht es den Nato-Mitgliedern, Nato-Partnerländern und diversen privaten Organisationen, ihre eigenen Fähigkeiten zur Erkennung, zum Schutz und zur Abwehr zu testen.»
→ Weiterlesen: Schweiz will sich mithilfe der Nato vor Cyberangriffen schützen

Oesterreich: Mehr Soldaten und Kasernen

Für viele Menschen ist es die lang ersehnte Trendwende beim Bundesheer: Es wird wieder mehr Soldaten und Kasernen geben. Die Militärkommandos in den Bundesländern werden gestärkt, und die Fähigkeiten für Auslandseinsätze verbessert. Das sind Eckpfeiler der Strukturreform, die Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil am Freitag präsentierte.

Kurz nach seinem Amtsantritt stoppte Doskozil den Verkauf von Kasernen. Jedes Militärkommando soll künftig ein Jägerbataillon unterstellt bekommen. Dafür müssen fünf zusätzliche Bataillone formiert werden. Es ist für die Soldaten eine neue Erfahrung. Die letzten Verbände wurden 1978 aufgestellt. Seither wurde nur mehr reduziert und stillgelegt. […]

Wohl ist ein Infanterist mit 35 Jahren zu alt für den Knochenjob am Maschinengewehr. Und es kann nicht jeder ein General werden. Die bisher ungelöste Frage: Wohin mit ihnen? Auf Basis der allgemeinen Wehrpflicht hat Doskozil darauf eine Antwort. Künftig sollen diese älteren, erfahrenen Soldaten als Ausbildner für die Rekruten eingesetzt werden. […]

Möglich macht Doskozil dieses Neuerungen unter anderem durch Einsparungen im Verteidigungsministerium und bei der Kommandostruktur. Im Ministerium wurde unter anderem eine Sektion gestrichen.


→ Weiterlesen: Oesterreich: Mehr Soldaten und Kasernen

Diese Militärs trainierten letztes Jahr in der Schweiz

Wie überlebe ich im Gebirge, wie gehe ich mit Medienvertretern um oder wie plane ich einen Friedenseinsatz? Antworten auf solche Frage gibt es in Ausbildungskursen der Schweizer Armee – auch für fremde Militärs. 2015 absolvierten insgesamt 720 Angehörige aus 85 Armeen ausländischer Staaten solche Kursen. Diese Zahlen legte das Verteidigungsdepartement VBS gegenüber BLICK offen.

Darunter waren Angehörige von Streitkräften, die aktuell in Kriegshandlungen verwickelt sind. Beispielsweise aus Frankreich, den USA, die in Syrien und im Irak kämpfen. Gleiches gilt für Russen und Ukrainer, die nur ein brüchiger Waffenstillstand trennt. Hinzu kamen Militärs aus Ländern, die für notorische Menschenrechtsverletzungen bekannt sind – etwa aus dem Iran, aus Saudiarabien oder Weissrussland.
→ Weiterlesen: Diese Militärs trainierten letztes Jahr in der Schweiz

Austritt aus dem Nato-Programm „Partnership for Peace“ – Motion abgelehnt

„Der Bundesrat lehnt die Motion ab und sagt einfach so generell, die Partnerschaft für den Frieden sei nützlich für die Schweiz; sie diene dem sicherheitspolitischen Dialog, damit könne die Schweiz im Interesse ihrer Sicherheit entsprechende Erkenntnisse gewinnen. Das mag wohl stimmen, dass wir vielleicht entsprechende Erkenntnisse gewinnen. Aber wenn wir auf der anderen Seite in der öffentlichen Wahrnehmung, in den weltweiten Diskussionen nicht mehr als neutrales Land wahrgenommen werden, dann müssen wir eben auch die negativen Aspekte in die Waagschale werfen. Und der negative Aspekt ist, dass sich die Nato, entsprechend eben mit dieser Partnerschaft, immer mehr mit friedenserzwingenden Massnahmen und Missionen beschäftigt. Das widerspricht nach unserer Meinung ganz klar der Neutralität der Schweiz.“ – Pirmin Schwander
→ Weiterlesen: Austritt aus dem Nato-Programm „Partnership for Peace“ – Motion abgelehnt

Verstärkte Koordination in der Gesamtplanung für die Grossen Übungen

Der Bundesrat hat heute eine von der Bundeskanzlei und vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport vorgelegte Gesamtplanung für die Grossen Übungen in der Schweiz bewilligt. Diese Planung ist das Resultat einer Konsultation mit Departementen, Kantonen, der Armee und Vertretern aus Privatwirtschaft mit dem Ziel eine verbesserte Koordination zwischen den Übungen bezüglich Organisation, Inhalt und Methodik herbeizuführen.
→ Weiterlesen: Verstärkte Koordination in der Gesamtplanung für die Grossen Übungen

Blattmanns Bildungsoffensive stockt

Die Armee hat ein Kaderproblem. Die heutige Nachwuchs-Elite sieht die Offizierslaufbahn nicht mehr als Schlüssel zu einer Karriere in der Privatwirtschaft, sondern in erster Linie als unliebsame Verzögerung für Studium und Berufseinstieg. Seit einigen Jahren arbeitet Armeechef André Blattmann jedoch daran, die hellsten Köpfe für die Armee zurückzugewinnen. Teil der Charmeoffensive ist eine verstärkte Kooperation mit Bildungsinstitutionen. […]

Die Armee hat keine Übersicht, wie viele ihrer Offiziere bisher von dem Angebot an den verschiedenen Hochschulen Gebrauch gemacht haben. Das Beispiel HSG zeigt aber, dass die Punktegutschrift kaum ausschlaggebend sein dürfte für den Entscheid, eine Offizierslaufbahn einzuschlagen. Vielmehr handelt es sich um ein Zückerchen: Mit den maximal 12 Punkten, die es in St. Gallen gibt, spart sich der Student nach der Bologna-Norm immerhin einen Arbeitsaufwand von 360 Stunden. Doch angesichts der 270 notwendigen Punkte für einen Mastertitel macht dies nicht einmal fünf Prozent der Leistungen aus.
→ Weiterlesen: Blattmanns Bildungsoffensive stockt

KKdt André Blattmann lädt multinationale Manager ein

Dem Chef der Armee(CdA), KKdt André Blattmann, liegt sehr viel an einem regelmässigen Austausch mit der Wirtschaft. Diesen Dialog führt KKdt Blattmann unter anderem mit regelmässigen Veranstaltungen bei der Truppe, an denen der Wert der Sicherheit und die Aufgaben der Armee im Massstab 1:1 demonstriert werden. Besondere Bedeutung misst der Chef der Armee dem Dialog mit (ausländischen und schweizerischen) Führungskräften international tätiger Firmen (gross und klein) in der Schweiz bei; gerade ausländische Führungskräfte haben meist wenig Bezug zum Milizsystem Schweizer Armee. Dazu führt Blattmann am 21. August 2015 einen Anlass speziell für die Manager von multinationalen Firmen in Lenzburg durch.
→ Weiterlesen: KKdt André Blattmann lädt multinationale Manager ein

Interpellation und Antwort Bundesrat: Welche Projekte öffentlicher Gemeinden oder privater Institutionen werden oder wurden durch die Armee ausgeführt?

Im Januar 2015 wurde publik, dass WK-Soldaten zu Gunsten der Gemeinde Innertkirchen und der Kraftwerke Oberhasli, einer privatrechtlichen Aktiengesellschaft, Rodungsarbeiten durchführten. Dies führte zu verschiedener Kritik: Einerseits sah sich das lokale Gewerbe durch den Einsatz von Angehörigen der Armee konkurrenziert, andererseits wurde eine private Firma durch den Einsatz von Armeeangehörigen begünstigt. Und drittens ist es fraglich, ob solche Einsätze Aufgabe der Armee sind.

Ein Vertreter des VBS bestätigte gegenüber Medien den Einsatz. Laut dem Bauverwalter von Innertkirchen handelt es sich um „Ausgleichsleistungen“ der Armee, „für Belastungen, die durch den Militärflugplatz entstehen.“ Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen…
→ Weiterlesen: Interpellation und Antwort Bundesrat: Welche Projekte öffentlicher Gemeinden oder privater Institutionen werden oder wurden durch die Armee ausgeführt?

Armee prüft in Basel den Ernstfall

Unter dem Namen «CONEX» startet in Basel im September 2015 eine eineinhalbwöchige Militärübung der Schweizer Armee. Dabei übt das Militär den Umgang eines Ernstfalls wie ein Jahrhunderterdbeben, ein Chemieunfall oder ein Terroranschlag.
→ Weiterlesen: Armee prüft in Basel den Ernstfall

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus