Diese Militärs trainierten letztes Jahr in der Schweiz

Wie überlebe ich im Gebirge, wie gehe ich mit Medienvertretern um oder wie plane ich einen Friedenseinsatz? Antworten auf solche Frage gibt es in Ausbildungskursen der Schweizer Armee – auch für fremde Militärs. 2015 absolvierten insgesamt 720 Angehörige aus 85 Armeen ausländischer Staaten solche Kursen. Diese Zahlen legte das Verteidigungsdepartement VBS gegenüber BLICK offen.

Darunter waren Angehörige von Streitkräften, die aktuell in Kriegshandlungen verwickelt sind. Beispielsweise aus Frankreich, den USA, die in Syrien und im Irak kämpfen. Gleiches gilt für Russen und Ukrainer, die nur ein brüchiger Waffenstillstand trennt. Hinzu kamen Militärs aus Ländern, die für notorische Menschenrechtsverletzungen bekannt sind – etwa aus dem Iran, aus Saudiarabien oder Weissrussland.
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Austritt aus dem Nato-Programm „Partnership for Peace“ – Motion abgelehnt

„Der Bundesrat lehnt die Motion ab und sagt einfach so generell, die Partnerschaft für den Frieden sei nützlich für die Schweiz; sie diene dem sicherheitspolitischen Dialog, damit könne die Schweiz im Interesse ihrer Sicherheit entsprechende Erkenntnisse gewinnen. Das mag wohl stimmen, dass wir vielleicht entsprechende Erkenntnisse gewinnen. Aber wenn wir auf der anderen Seite in der öffentlichen Wahrnehmung, in den weltweiten Diskussionen nicht mehr als neutrales Land wahrgenommen werden, dann müssen wir eben auch die negativen Aspekte in die Waagschale werfen. Und der negative Aspekt ist, dass sich die Nato, entsprechend eben mit dieser Partnerschaft, immer mehr mit friedenserzwingenden Massnahmen und Missionen beschäftigt. Das widerspricht nach unserer Meinung ganz klar der Neutralität der Schweiz.“ – Pirmin Schwander
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Verstärkte Koordination in der Gesamtplanung für die Grossen Übungen

Der Bundesrat hat heute eine von der Bundeskanzlei und vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport vorgelegte Gesamtplanung für die Grossen Übungen in der Schweiz bewilligt. Diese Planung ist das Resultat einer Konsultation mit Departementen, Kantonen, der Armee und Vertretern aus Privatwirtschaft mit dem Ziel eine verbesserte Koordination zwischen den Übungen bezüglich Organisation, Inhalt und Methodik herbeizuführen.
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Blattmanns Bildungsoffensive stockt

Die Armee hat ein Kaderproblem. Die heutige Nachwuchs-Elite sieht die Offizierslaufbahn nicht mehr als Schlüssel zu einer Karriere in der Privatwirtschaft, sondern in erster Linie als unliebsame Verzögerung für Studium und Berufseinstieg. Seit einigen Jahren arbeitet Armeechef André Blattmann jedoch daran, die hellsten Köpfe für die Armee zurückzugewinnen. Teil der Charmeoffensive ist eine verstärkte Kooperation mit Bildungsinstitutionen. […]

Die Armee hat keine Übersicht, wie viele ihrer Offiziere bisher von dem Angebot an den verschiedenen Hochschulen Gebrauch gemacht haben. Das Beispiel HSG zeigt aber, dass die Punktegutschrift kaum ausschlaggebend sein dürfte für den Entscheid, eine Offizierslaufbahn einzuschlagen. Vielmehr handelt es sich um ein Zückerchen: Mit den maximal 12 Punkten, die es in St. Gallen gibt, spart sich der Student nach der Bologna-Norm immerhin einen Arbeitsaufwand von 360 Stunden. Doch angesichts der 270 notwendigen Punkte für einen Mastertitel macht dies nicht einmal fünf Prozent der Leistungen aus.
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KKdt André Blattmann lädt multinationale Manager ein

Dem Chef der Armee(CdA), KKdt André Blattmann, liegt sehr viel an einem regelmässigen Austausch mit der Wirtschaft. Diesen Dialog führt KKdt Blattmann unter anderem mit regelmässigen Veranstaltungen bei der Truppe, an denen der Wert der Sicherheit und die Aufgaben der Armee im Massstab 1:1 demonstriert werden. Besondere Bedeutung misst der Chef der Armee dem Dialog mit (ausländischen und schweizerischen) Führungskräften international tätiger Firmen (gross und klein) in der Schweiz bei; gerade ausländische Führungskräfte haben meist wenig Bezug zum Milizsystem Schweizer Armee. Dazu führt Blattmann am 21. August 2015 einen Anlass speziell für die Manager von multinationalen Firmen in Lenzburg durch.
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Interpellation und Antwort Bundesrat: Welche Projekte öffentlicher Gemeinden oder privater Institutionen werden oder wurden durch die Armee ausgeführt?

Im Januar 2015 wurde publik, dass WK-Soldaten zu Gunsten der Gemeinde Innertkirchen und der Kraftwerke Oberhasli, einer privatrechtlichen Aktiengesellschaft, Rodungsarbeiten durchführten. Dies führte zu verschiedener Kritik: Einerseits sah sich das lokale Gewerbe durch den Einsatz von Angehörigen der Armee konkurrenziert, andererseits wurde eine private Firma durch den Einsatz von Armeeangehörigen begünstigt. Und drittens ist es fraglich, ob solche Einsätze Aufgabe der Armee sind.

Ein Vertreter des VBS bestätigte gegenüber Medien den Einsatz. Laut dem Bauverwalter von Innertkirchen handelt es sich um „Ausgleichsleistungen“ der Armee, „für Belastungen, die durch den Militärflugplatz entstehen.“ Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen…
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Armee prüft in Basel den Ernstfall

Unter dem Namen «CONEX» startet in Basel im September 2015 eine eineinhalbwöchige Militärübung der Schweizer Armee. Dabei übt das Militär den Umgang eines Ernstfalls wie ein Jahrhunderterdbeben, ein Chemieunfall oder ein Terroranschlag.
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Jahresbericht 2014 des Bundesrates über die Teilnahme der Schweiz am Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat und an der Partnerschaft für den Frieden

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März den Jahresbericht 2014 des Bundesrates über die Teilnahme der Schweiz am Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat und an der Partnerschaft für den Frieden verabschiedet. Bericht auf www.pfp.admin.ch (!) – Jahresbericht (PDF)

Das heimliche Herz der Schweizer Armee

Auf den ersten Blick gleicht Nalé einer Streusiedlung mit Kreisel, wie man sie im Jura alle paar Kilometer antrifft. Wer näher herantritt, merkt jedoch schnell, dass etwas nicht stimmen kann. Kein Kind spielt auf den Strassen, keine Katze schleicht um die Gebäude herum, und kein Brief wird auf der örtlichen Poststelle aufgegeben. Stattdessen: Fassaden im Rohbau, Kameras an jeder Hausecke, scheinbar willkürlich im Raum herumstehende Panzer und Soldaten in Tarnanzügen, die von Haus zu Haus hetzen. Unter der Leitung von Oberstleutnant im Generalstab Christoph Schönbächler ist die Inf Kp 11/1 soeben dabei, das Dorf zu durchsuchen. «Militärische Hauptaktion im Zernierungsraum» nennt sich das im Fachjargon. Bei der Einführung haben die Soldaten erfahren, dass in der Ortschaft acht bis zehn Gegner vermutet werden und dass Nalé als Operationsbasis für die Planung von Aktionen benutzt wird. Konkret: für Schmuggelaktionen.
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2014: Zahl der Diensttage weiter rückläufig

Im Jahr 2014 wurden insgesamt 5‘841‘341 Diensttage geleistet. Gegenüber dem Vorjahr (6‘052‘376) wurden damit über 200‘000 Tage weniger absolviert. Diese Reduktion resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr tieferen Einrückungsbeständen bei den Fortbildungsdiensten der Truppe (FDT, minus rund 7,1 %). Die durchschnittliche Dienstdauer in den FDT blieb hingegen konstant bei zwölf Tagen, jene der Lehrverbände lag bei 47 Tagen (2013: 42). Durchschnittlich standen im Jahr 2014 täglich 16‘004 Angehörige der Armee im Dienst (2013: 16‘500).

In Einsätzen und für Unterstützungsleistungen hat die Schweizer Armee im vergangenen Jahr 250’028 Diensttage geleistet, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr (228’462). Während die Zahl der geleisteten Diensttage in Sicherungseinsätzen aufgrund der Syrienkonferenz in Montreux und der OSZE-Ministerkonferenz in Basel um 28% auf 121’667 Diensttage zunahm, ging sie bei den Unterstützungsleistungen um 13% auf 26’192 Diensttage zurück, weil 2014 anders als im Vorjahr keine eidgenössischen Grossanlässe auf dem Kalender standen.
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GV 2017

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Samstag, 29. April 2017
Bern

Erinnerungen an die Armee 61

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