Geheimniskrämerei um Diesel-Drohnen

Der Beobachter wollte es genau wissen und verlangte im Mai bei der Armasuisse Einsicht in die internen Berichte über das Auswahlverfahren. Die Armasuisse lehnte das Gesuch rundweg ab. Bei einer Schlichtungsverhandlung beim Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten im Juli erklärten sich Vertreter von Armasuisse schliesslich bereit, einige Dokumente bis Ende August herauszurücken. Mitte November lagen sie dann im Postfach des Beobachters – alle bis auf ein paar wenige Zeilen eingeschwärzt.
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Wirbel um Armee-Drohnen: Zu schwerer Motor

Die Flügel der neuen Drohne müssen wegen Problemen mit dem Schwerpunkt anders positioniert und zudem je um ungefähr 90 Zentimeter verbreitert werden. Sie erhalten auch ein neues Profil. Das ist die Folge davon, dass die Schweizer Armee die sechs neuen israelischen Drohnen des Typs Hermes 900, die sie für 250 Millionen Franken kauft, mit Diesel betreiben will. Die Motoren dafür sind fast doppelt so schwer wie die im hergebrachten System benutzten Antriebe, die mit Flugbenzin funktionieren.
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Keine Grenzkontrolle mit Drohne wegen Schwingfest

Die Entscheidungen der Schweizer Luftwaffe sorgen hin und wieder für Stirnrunzeln. Etwa, als bekannt wurde, dass die Kampfjets ausserhalb der Bürozeiten nicht einsatzbereit waren. Nun taucht ein neuer Fall auf, der kaum nachvollziehbar ist. Die unbemannten Drohnen der Armee, die bisher während fünf bis acht Wochen im Sommer in Payerne VD stationiert waren, wurden nach Emmen verlegt. Sie mussten den Platz für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest räumen, das im August in Estavayer stattfindet. Statt von Drohnen wird es auf dem Flugplatz von Schwingern wimmeln.

Eigentlich dienen die Flieger zur Grenzkontrolle im Raum Genf. Diese Aufgabe sollten sie auch weiterhin wahrnehmen. Allerdings gibt es da einen Haken: Die Grenze ist zu weit weg. Eine Drohne des Typs ADS 95 erreicht in der Regel eine maximale Flugzeit von dreieinhalb bis vier Stunden, mit einem zusätzlichen Tank etwa sechs Stunden – zu wenig, um ihre Mission zu beenden, schreibt «Le Temps». Die Zeit reiche gerade einmal, um an die Grenze zu fliegen, eine Runde zu drehen und wieder umzukehren. Verdächtige zu verfolgen, liegt nicht mehr drin.
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Nationalrat: Nein zu Transportflugzeugen

Unabhängig vom Rüstungsprogramm behandelte der Nationalrat eine SP-Motion für den Kauf von Transportflugzeugen oder -helikoptern. Nach der Idee des Motionärs Pierre-Alain Fridez (Jura) sollten damit primär Schweizer Friedenstruppen transportiert werden. Der Bundesrat unterstützte den Vorstoss, der Rat lehnte ihn jedoch mit 89 zu 74 Stimmen bei 18 Enthaltungen ab.

Die Nein-Stimmen kamen von einer unheiligen Allianz aus Konservativen und linken Armeegegnern, das heisst von der SVP sowie Teilen der SP, der Grünen und der CVP. Thomas Hurter (svp., Schaffhausen) meinte, der Vorstoss gefährde die Armee. Sie solle «durch die Hintertüre zur Friedensförderungsarmee umgebaut» werden. Das Thema Transportflugzeuge ist damit noch nicht definitiv vom Tisch. Zwei ähnliche Vorstösse, die der Ständerat bereits angenommen hat , sind noch hängig.
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Wenn ein Pilot der Drohne hinterherfliegen muss

Die heutigen Aufklärungsdrohnen der Schweizer Luftwaffe sind keine imposanten Fluggeräte. In den 80er-Jahren entwickelt und mit dem Rüstungsprogramm 95 beschafft, vermitteln die von der Ruag produzierten Ranger eher die Atmosphäre des Verkehrsmuseums in Luzern als die Ästhetik des US-Drohnenkriegs in Afghanistan und im Jemen. Da vermag es wenig zu erstaunen, dass die Drohnen der Schweizer Armee im Grundsatz nicht unbegleitet im Luftraum unterwegs sein dürfen. Es gilt das Prinzip «See and avoid», auf Deutsch: sehen und ausweichen. Wie jeder Strassenverkehrs- hat auch jeder Luftverkehrsteilnehmer seine Augen stets offen zu halten. Im Falle der Ranger-Drohnen übernimmt diese Aufgabe ein Besatzungsmitglied der Pilatus-Maschine, die der Drohne hinterherfliegt.

Auf den ersten Blick erstaunlicher ist hingegen, dass auch die sechs neuen, hochmodernen Aufklärungsdrohnen, die der Bund mit dem Rüstungsprogramm 2015 beschaffen will, möglicherweise nur begleitet im normalen Luftraum unterwegs sein werden dürfen – zumindest während der ersten Jahre.
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Alte F16 fliegt nun als Drohne

Kommentar: Alte Flieger erhalten mit einem solchen Upgrade einen bedeutenden Kampfwert. Ob die RUAG bereits ein solches Programm gestartet hat, wissen wir nicht.

Armee muss Drohnen mit dem Flugzeug begleiten

Am 1. August treten die neuen Drohnen-Regelungen in Kraft, die das Bundesamt für Zivilluftfahrt Anfang Juli vorgestellt hatte. Grund für die verschärften Gesetze ist die wachsende Anzahl der Flugobjekte am Himmel. Die Umstellung trifft nicht nur die Zivilbevölkerung, auch die Armee muss sich an die neuen Regeln halten. Somit darf auch sie Drohnen nicht mehr ohne Bewilligung über Menschenansammlungen fliegen lassen – selbst wenn sie damit an Veranstaltungen den Schutz der Besucher gewährleisten will. Zudem muss sich die Armee an das bestehende Gesetz halten, dass ein direkter Sichtkontakt zur Drohne bestehen muss.
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Armee prüft, ob aus Helis gefeuert werden darf

Sie ähneln fliegenden Spinnen und beflügeln ihrerseits die Vorstellungskräfte von Militär- und Polizeistrategen: Minidrohnen, so wird befürchtet, könnten über kurz oder lang als Terroristenwaffe zum Einsatz kommen. Am diesjährigen World Economic Forum (WEF) in Davos haben die Sicherheitskräfte erstmals ein Drohnen-Flugverbot erlassen, wie die «Rundschau» des Schweizer Fernsehens am Mittwoch berichtete. Unklar bleibt aber, wie eine Drohne im Ernstfall gestoppt werden könnte. Denn die Schweizer Armeehelikopter verfügen nicht über Waffen. Und Kampfjets sind kaum vernünftig gegen langsam oder tief fliegende Objekte einzusetzen, erst recht nicht gegen sehr kleine.
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Erinnerungen an die Armee 61

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